Heute ist der 12.07.2026 und auf Koh Samui sowie Koh Phangan gehen die Wellen hoch. Die DSI, das Department of Special Investigation, hat eine Razzia gestartet, die für viele in der Region erhebliche Auswirkungen haben könnte. Verdacht auf Nominee-Netzwerke, die mit ausländisch besitzenden Immobilien- und Tourismusunternehmen in Verbindung stehen, lautet die Devise. Man könnte sagen, die Aufräumaktion hat begonnen, und zwar an fünf Standorten. Ein besonders brisanter Ort war die registrierte Adresse von über 100 Unternehmen, die alle unter einen Hut gebracht werden sollen.

Die Razzia ist Teil einer umfassenden Untersuchung möglicher Verstöße gegen das Foreign Business Act. Hierbei geht es um die Verwendung thailändischer Staatsbürger als Nominee-Aktionäre, ein, sagen wir mal, eher fragwürdiges Vorgehen, das ausländischen Investoren in der Vergangenheit oft genutzt wurde. Die DSI hat Informationen von der Department of Business Development über 34 verdächtige Unternehmen erhalten. Bei der Durchsuchung eines Luxus-Villaprojekts in Bo Phut wurden brisante Dokumente zu Anteilen, Grundstückseigentum und Finanzunterlagen gefunden – das Projekt hat immerhin einen Wert von 1,57 Milliarden Baht!

Ein Netz aus Verdacht und Korruption

Die Situation wird von Nationalpolizeichef General Kittirat Phanphet als ein „Netz aus Korruption“ beschrieben, das den Immobilienmarkt betrifft. Die Ermittlungen zielen darauf ab, die illegalen Strukturen zu zerschlagen, die durch Nominee-Aktionäre verdeckt werden. Über die letzten Jahre hinweg haben viele ausländische Investoren die rechtlichen Schlupflöcher ausgenutzt, um die Kontrolle über Grundstücke durch gefälschte thailändische Aktionäre zu erlangen. Man könnte fast meinen, das sei ein Spiel, das viele schon zu lange spielen.

Die Razzia geht auch Hand in Hand mit einer Polizeiaktion, die darauf abzielt, illegale Eigentumsstrukturen zu identifizieren, die nicht nur Koh Samui, sondern auch Koh Phangan betreffen. Die Behörden haben in den letzten Monaten verstärkt gegen diese Praktiken vorgegangen. Die DSI erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit anderen staatlichen Behörden wie dem Department of Lands und dem Immigration Bureau, die illegalen Netzwerke weiter zu entwirren.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Grundlagen für die 51-prozentige thailändische Beteiligung sind im Gesetz über ausländische Unternehmen (B.E. 2542) festgelegt. Ausländische Investoren wurden lange Zeit dazu geraten, ihre Unternehmensanteile so zu strukturieren, dass sie rechtlich auf der sicheren Seite sind, was sich jedoch als riskant herausstellt. Die DBD hat im März 2026 Maßnahmen gegen Unternehmen angekündigt, die verdächtigt werden, Nominee-Geschäfte zu betreiben. Und es wird nun nicht nur auf die Aktionärsliste geschaut, sondern auch auf die tatsächliche Kontrolle und den wirtschaftlichen Nutzen.

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Die Verordnung Nr. 2/2568 verpflichtet Antragsteller, Kontoauszüge der letzten drei Monate für thailändische Anteilseigner vorzulegen. Ein gewagtes Unterfangen, denn viele thailändische Staatsangehörige, die als Nominees fungieren, sind sich oft nicht einmal bewusst, in was sie verwickelt sind. Sie erhalten in der Regel kleine Gebühren, um ihre Namen zur Verfügung zu stellen. Das ist ein ganz schöner Strudel, in den die Menschen da hineingeraten, ohne es zu wissen.

Die laufenden Ermittlungen werden wohl nicht nur die spezifischen Fälle auf Koh Samui und Koh Phangan betreffen, sondern könnten auch weitreichende Konsequenzen für den gesamten Küstenimmobilienmarkt Thailands haben. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen weiterentwickelt.