Inhaftierter Architekt verkauft unvollendete Villa auf Phuket
In den letzten Wochen hat sich auf der beliebten Insel Phuket einiges getan, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Andrei Makouski, Mitbegründer und Leiter des Architekturstudios ZROBIM, befindet sich in einem Präventivhaftzentrum und hat kürzlich über seine sozialen Medien den Verkauf seiner unvollendeten Villa in Botanica Pru Jampa angekündigt. Die Villa ist zu 75% fertiggestellt und der Verkauf umfasst nicht nur das Designprojekt, sondern auch einen kompletten Satz sowie Kontakte für Möbelbestellungen. Das alles wird von seiner Frau Elena verwaltet, die während seiner Haftzeit seine sozialen Medien betreut.
Die Probleme für Makouski und sein Unternehmen begannen bereits im April 2023. Nach einer Razzia, bei der rund 50 Mitarbeiter des Studios festgenommen wurden, sieht sich die Firma schwerwiegenden Vorwürfen ausgesetzt. Es wird behauptet, dass ZROBIM zwischen 2021 und 2025 unbezahlte Gewinne in Höhe von 6 Millionen Dollar erzielt hat. Aufgrund dieser Vorwürfe wird ein Gesamtschaden von über 5 Millionen Rubel für den Staatshaushalt geschätzt. Berichten zufolge sollen „mindestens 60% aller Gehälter“ in bar ausgezahlt worden sein – eine Praxis, die in vielen Ländern als problematisch gilt.
Aktuelle Entwicklungen und Gerüchte
Es ist bemerkenswert, dass trotz seiner Inhaftierung weiterhin Beiträge über neue Projekte auf seinen sozialen Medien erschienen. 16 Tage nach der Razzia meldete sich Makouski aus dem Gefängnis und riet den Menschen, ihre Steuern vollständig zu zahlen – ein interessanter Ratschlag aus der Gefangenschaft. Elena hat bestätigt, dass sie seinen Account verwaltet und seine Botschaften weitergibt. Das Architekturstudio ZROBIM scheint trotz der Herausforderungen weiterhin aktiv zu sein.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die aktuellen Ereignisse nicht die einzigen sind, die um die Welt gehen. In Serbien kämpft der belarussische Aktivist Andrej Gniot gegen seine mögliche Auslieferung an die belarussischen Behörden. Gniot, der seit etwa zehn Monaten in serbischer Haft sitzt, wird ebenfalls wegen Steuerhinterziehung verfolgt. Er wurde am 30. Oktober 2023 in Belgrad verhaftet, nachdem er aus Thailand geflohen war. Interpol hatte auf Antrag der belarussischen Behörden nach ihm gefahndet. Gniot selbst und seine Anwälte argumentieren, dass die Verfolgung politisch motiviert ist – ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, mit denen viele Menschen in autoritären Regimen konfrontiert sind.
Die Verbindungen zwischen diesen beiden Fällen – Makouski auf Phuket und Gniot in Serbien – werfen ein Licht auf die prekäre Lage von Aktivisten und Unternehmern, die in einem politischen System agieren, das oft von Repression geprägt ist. Während Makouski versucht, sein Unternehmen zu retten und gleichzeitig inhaftiert ist, sieht sich Gniot mit der realen Bedrohung von Gewalt und Folter in Belarus konfrontiert, wenn er ausgeliefert werden sollte. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Geschichten weiterentwickeln und welche Auswirkungen sie auf die betroffenen Personen und die Gesellschaft insgesamt haben werden.
