Heute ist der 14. Mai 2026, und auf Koh Phangan, dieser wunderschönen Insel in der Provinz Surat Thani, brodelt es. Die Luft ist warm und salzig, und während die Touristen am Strand entspannen, hat die Polizei hier ganz andere Pläne. Am Mittwochmorgen durchsuchten fast 300 Polizeibeamte zusammen mit Landbeamten 27 Unternehmen, die im Verdacht stehen, illegal im Besitz von Ausländern zu sein. Das Gewusel und die Aufregung waren spürbar, als die Beamten Razzien durchführten, und ich konnte mir die Gesichter der Geschäftsinhaber vorstellen – von nervös bis panisch.

Die Zahlen sind alarmierend: 37 Grundstücke auf dieser beliebten Urlaubsinsel stehen unter Verdacht, illegal von Ausländern besessen zu werden. Ein Ausländer wurde festgenommen, weil er ein Geschäft betrieb, das für Thais reserviert ist. Auch drei thailändische Staatsbürger fanden sich am selben Ort in Handschellen. Ganze 29 Beschwerden über ausländische Unternehmen, die thailändische Proxys nutzen, wurden bereits eingehen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs: Im Zusammenhang mit 21 dieser Beschwerden wurden 62 Verdächtige festgenommen. Die Polizei hat rechtliche Schritte gegen 12 Unternehmen eingeleitet, die des illegalen ausländischen Grundstücksbesitzes beschuldigt werden. Besonders erschreckend ist die Umfrage des Department of Business Development (DBD), die zeigt, dass satte 68% der registrierten Unternehmen auf Koh Phangan und dem benachbarten Koh Samui von Ausländern betrieben werden. Auf Koh Phangan sind sogar 3.213 der 4.761 Unternehmen in ausländischer Hand – ein echtes Problem, das nicht ignoriert werden kann. Besonders die Israelis stechen hier hervor, gefolgt von Franzosen und Briten.

Der Besuch des Premierministers

Am 13. Mai besuchte Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul die Insel, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Der Empfang durch Gouverneur Jumphot Wannachatsiri und Vertreter des privaten Sektors war sicherlich feierlich, aber die Stimmung war angespannt. Der Fokus lag klar auf ausländischen Staatsangehörigen, insbesondere Gruppen aus Israel, Russland und anderen Ländern. Die Probleme sind vielfältig: nicht genehmigte Geschäftsaktivitäten, illegale Beschäftigung und Drogenfälle, um nur einige zu nennen. Die Provinz Surat Thani hat bereits im Oktober 2025 eine spezielle Taskforce eingerichtet, um diese Herausforderungen anzugehen, und im April 2026 wurde diese sogar umstrukturiert, um Sicherheitsbehörden besser einzubinden.

Die Maßnahmen, die am 10. Mai 2026 beschlossen wurden, sind nicht ohne: Prüfungen von Land- und Unternehmensbesitz sollen insbesondere Strohmann-Konstruktionen aufdecken. Zudem wird die Überwachung der Sicherheit und öffentlichen Ordnung verstärkt, vor allem in Bezug auf Overstay-Fälle und illegale Arbeit. Die Strafverfolgungsbehörden haben bereits 353 Fälle im Zusammenhang mit dieser Kampagne verfolgt, darunter 133 Fälle nach dem Gesetz über ausländische Arbeitskräfte und 109 Drogendelikte. Auch Strohmann-Ermittlungen betreffen 21 Unternehmen mit Verbindungen zu ausländischen Anteilseignern.

Probleme auf Koh Phangan

Die Situation ist angespannt, und Gouverneur Theerut Supawiboonphol hat die Ermittlungen gegen ausländische Investoren auf Koh Phangan und Koh Samui verschärft. Dabei stehen nicht nur ausländische Geschäftsleute, sondern auch korrupte Beamte und thailändische Kandidaten im Fokus. Es gibt immer wieder Beschwerden von Einwohnern und Unternehmern über unangemessenes Verhalten israelischer Touristen und über illegale Geschäfte. Daher wurde eine dringende Sitzung einberufen, um diesem Problem entgegenzuwirken. Zwei Sondereinsatzkommandos wurden aktiviert, um die Rechtmäßigkeit der Einreise von Ausländern zu überprüfen und Zuwiderhandelnde strafrechtlich zu verfolgen.

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Ein Ausländer wurde erst letzte Woche verhaftet, weil er illegal auf Koh Phangan arbeitete. Es ist frustrierend zu sehen, wie einige Ausländer Gesetzeslücken oder thailändische Nominierte nutzen, um heimlich Geschäfte zu tätigen. Solche Praktiken schädigen nicht nur das touristische Image der Insel, sondern verdrängen auch lokale Lebensgrundlagen und führen zu finanziellen Verlusten. Der Gouverneur hat ein entschiedenes Vorgehen gegen thailändische Staatsbürger gefordert, die illegale ausländische Unternehmen unterstützen. Es wird betont, dass die meisten ausländischen Besucher sich an das Gesetz halten und willkommen sind – was einen positiven Eindruck hinterlässt.

Ein weiteres heißes Thema ist der Bau eines Luxusvillenprojekts mit mindestens 20 Gebäuden in Moo 3 auf Koh Phangan. Die Behörden sind alarmiert, nachdem bei früheren Inspektionen im Jahr 2016 keine Verstöße festgestellt wurden, jedoch bei einer Nachkontrolle im letzten Monat fünf Gebäude in einem nationalen Waldreservat entdeckt wurden. Es gibt sogar Bedenken, dass israelische Geschäftsleute traditionelles Ackerland gekauft haben, um eine potenzielle jüdische Siedlung zu errichten. Was für eine Wendung! Die Bewohner sind besorgt, und die Behörden bereiten eine Überprüfung der Projektgrenzen vor. Man fragt sich, wie das alles weitergeht.

Die Situation auf Koh Phangan bleibt angespannt. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen der Regierung fruchten und ob die Balance zwischen tourismusfreundlicher Politik und dem Schutz lokaler Interessen gefunden werden kann.