Heute ist der 9. Mai 2026 und ich sitze hier in Chiang Mai, umgeben von dem Duft frisch gebrühten Kaffees. Was für eine Zeit für Kaffeeliebhaber in Thailand! Vietnam hat seine Kaffeeexporte nach Thailand im ersten Quartal 2026 ordentlich angekurbelt. Die Zahlen sind beeindruckend: Rund 9,900 Tonnen Kaffee wurden exportiert, was einem Wert von 80.6 Millionen US-Dollar entspricht. Das ist ein Jahr-zu-Jahr-Anstieg von 22.5% in der Menge und 28.7% in der Wertschöpfung. Wer hätte gedacht, dass unser Nachbarland so eine Vorreiterrolle im Kaffeehandel übernimmt? [Quelle]
Besonders spannend ist die Tatsache, dass 83.6% des Exportumsatzes Vietnams nach Thailand in den ersten zwei Monaten 2026 aus verarbeitetem Kaffee stammen. Das zeigt, dass sich die Geschmäcker der thailändischen Verbraucher verändern – weg von instantem Kaffee hin zu geröstetem und gemahlenem Kaffee, Espresso-Getränken und Spezialvarianten. Ich meine, wer kann schon einem gut zubereiteten Espresso widerstehen? Der Trend wird zusätzlich durch die Zunahme moderner Kaffeeketten in Städten wie Bangkok und Chiang Mai befeuert. Dort wird nicht nur verkauft, was die Maschinen hergeben, sondern auch eine Kultur des Kaffeegenusses gefördert.
Ein wachsender Markt
Es ist nicht nur ein kurzfristiger Trend. Die Prognosen für den Kaffeekonsum in Thailand sind ebenso beeindruckend. Experten erwarten ein jährliches Wachstum von 7-8% bis 2032, was bedeuten könnte, dass wir bald mehr als 120,000 Tonnen Kaffee konsumieren! Das ist eine immense Menge – aber die Thailänder sind bekannt dafür, dass sie gerne ihren Kaffee genießen. Der Anteil Vietnams an den thailändischen Kaffeeimporten ist auf 35.7% gestiegen, im Vergleich zu 24.2% im Vorjahr. Das zeigt eindrucksvoll, wie wichtig unsere Nachbarn für den thailändischen Kaffeemarkt geworden sind. [Quelle]
Und während wir hier in Thailand über die Vorzüge des Kaffees diskutieren, sollte man auch die Konkurrenz im Auge behalten. Brasilien, Malaysia und Indonesien sind ebenfalls nicht untätig und versuchen, ihren Anteil am thailändischen Markt zu sichern. Dennoch bleibt der vietnamesische Kaffee aufgrund seiner geografischen Nähe und der damit verbundenen niedrigeren Logistikkosten sowie der tariflichen Vorteile innerhalb der ASEAN konkurrenzfähig. Das ist für die vietnamesischen Exporteure eine hervorragende Gelegenheit, sich in den höherwertigen Segmenten wie geröstetem und gemahlenem Kaffee, Instantprodukten und Privatmarken zu positionieren.
Ein interessanter Aspekt ist auch die durchschnittliche Kaffeekonsumrate in Thailand. Hier trinkt jeder über 340 Tassen Kaffee pro Jahr – da kann man nur staunen! Der heimische Kaffee-Markt wird auf rund 65 Milliarden Baht (etwa 2 Milliarden US-Dollar) im Jahr 2025 geschätzt, was ein Plus von 8.3% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Im Vergleich dazu ist die thailändische Kaffeeproduktion eher klein, mit rund 35,000 Hektar Anbaufläche und einer jährlichen Produktion von 40,000 bis 50,000 Tonnen grünen Bohnen. Das deutet darauf hin, dass Thailand stark auf Importe angewiesen ist, um den wachsenden Bedarf zu decken.
Die Kaffeewelt in Thailand ist also in Bewegung. Ich bin gespannt, wie sich die Geschmäcker und Trends weiterentwickeln werden. Wer weiß, vielleicht entdecke ich beim nächsten Kaffeetrinken in meiner Nachbarschaft eine neue, aufregende Mischung aus Vietnam oder anderen Ländern. Der Kaffeegenuss bleibt schließlich ein Abenteuer! Und mit jedem Schluck, den ich nehme, bin ich ein Stück näher an der globalen Kaffeegemeinschaft. Prost!