Regulierung ausländischer Unternehmensbeteiligung in Thailand: Ermittlungen zu Essenslieferplattformen in Chiang Mai
Heute ist der 29.06.2026, und in Chiang Mai gibt es Neuigkeiten, die sowohl die lokale Bevölkerung als auch ausländische Investoren betreffen. Thailand, bekannt für seine atemberaubenden Strände und köstlichen Speisen, hat sich in letzter Zeit mit Fragen der ausländischen Unternehmensbeteiligung beschäftigt. Das Land hat strenge Regelungen, die verhindern, dass ausländische Investoren mehr als 49% der Anteile an bestimmten Unternehmen halten. Besonders im Fokus steht aktuell die Untersuchung von drei thailändischen, chinesischsprachigen Essenslieferplattformen, die möglicherweise gegen diese Vorschriften verstoßen haben. Laut einem Bericht von The Nation Thailand hat das Department of Business Development (DBD) erste Prüfungen durchgeführt und festgestellt, dass Gokoo und Feixiang thailändische Anteilseigner haben, die mehr als die Hälfte ihrer Anteile halten.
Besonders brisant ist der Fall von E-GetS, das eine ausländische Mehrheitsbeteiligung aufweist, wobei ein kambodschanisches Unternehmen 90% der Anteile hält. Dies ruft natürlich die Aufmerksamkeit der thailändischen Behörden auf sich, die nun die Herkunft der Investitionen, die Kontrolle über das Management und die Beziehungen der Gesellschafter genau unter die Lupe nehmen. Bisher wurde jedoch kein Fehlverhalten in den laufenden Ermittlungen festgestellt. Pagon, ein Sprecher der Behörden, machte deutlich, dass sie das Recht haben, Bedenken hinsichtlich möglicher nominee shareholding-Arrangements zu untersuchen. Diese Inspektionen sind Teil der normalen Gesetzesdurchsetzung.
Investoren unter Beobachtung
Gokoo selbst gibt an, dass die Firma alle gesetzlichen Anforderungen einhält. Alle Zahlungen würden in thailändischen Baht abgewickelt, und die Angestellten seien ausschließlich Thais. Die Firma, die unter dem Namen Gokoo Online Co., Ltd. mit einem Kapital von 30 Millionen Baht registriert ist, hat sich zudem für Vorfälle entschuldigt, in denen Nummernschilder obscured oder fehlend waren. Sie führen zurzeit eine interne Untersuchung durch. Die Bank of Thailand verlangt ohnehin von allen regulierten Zahlungsdienstleistern, ihre Dienste nur in thailändischen Baht anzubieten.
Komischerweise gibt es Berichte, dass zwischen Februar 2025 und Mai 2026 mindestens 5.000 Konten für Yuan-Überweisungen via QR-Codes ausgesetzt wurden. Das Nutzerinterface der App ist größtenteils in Chinesisch, was für Verwirrung sorgt, selbst wenn Thai als Sprache ausgewählt wird. Viele der gelisteten Restaurants sind chinesische Betriebe in Gegenden mit großen chinesischen Gemeinschaften in Bangkok. Dies hat Besorgnis bei den Thais ausgelöst, die befürchten, dass chinesische Unternehmen geschlossene Netzwerke schaffen, die kaum in die thailändische Wirtschaft integriert sind.
Regulierung der ausländischen Unternehmensbeteiligung
Der Hintergrund dieser Aufregung liegt im Foreign Business Act (FBA), der bestimmte Bereiche für ausländische Investoren einschränkt. Der FBA erlaubt jedoch in einigen Fällen eine 100%ige ausländische Beteiligung, etwa durch BOI-Förderungen, die Steuererleichterungen und vereinfachte Arbeitsgenehmigungen bieten. Aber viele geschäftliche Tätigkeiten erfordern, dass ein thailändischer Anteileigner mehr als 50% des Unternehmens hält. Die Behörden haben zuletzt die Durchsetzung des FBA intensiviert, insbesondere in Bezug auf die Struktur der Anteilseigner und die Stimmrechte. Das Gesetz wurde 1999 eingeführt, um bestimmte Sektoren für thailändische Staatsbürger zu schützen und gleichzeitig ausländische Investitionen in anderen Bereichen zuzulassen.
Die Vorschriften sind klar: Nominee-Anteilsinhaber sind illegal und können zu rechtlichen Konsequenzen führen, einschließlich Geldstrafen und Unternehmensauflösungen. Das bedeutet, dass ausländische Investoren, die in Thailand Geschäfte machen wollen, rechtlichen Rat einholen sollten, um die komplexe Landschaft der ausländischen Eigentumsstrukturen zu navigieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt, und ob die Behörden weitere Maßnahmen ergreifen werden, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.
