Heute ist der 29.06.2026 und ich sitze hier in Chiang Mai, um über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Bodenbewertung in Thailand zu berichten. Die Treasury-Abteilung hat kürzlich angekündigt, dass sie die offiziellen Bodenbewertungspreise anpassen wird, um näher am tatsächlichen Marktwert zu sein. Das klingt zunächst einmal spannend, oder? Derzeit liegen die Bewertungswerte nämlich 30-40% unter dem Marktpreis, und das Ziel ist, diesen Abstand auf 20-25% zu reduzieren. Diese Anpassung könnte für Grundstückseigentümer sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Einerseits wird es einfacher, höhere Darlehenswerte von Banken zu bekommen, wenn Grundstücke als Kreditsicherheiten dienen. Andererseits wird die Steuerlast steigen, da die jährlichen Grund- und Gebäudesteuern ansteigen werden.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass der reduzierte Abstand auch den Kauf- und Verkaufsprozess von Grundstücken beeinflussen wird. Die Grundübertragungsgebühren werden steigen, was bedeutet, dass Käufer möglicherweise mehr bezahlen müssen, wenn sie ein Grundstück übertragen möchten. Das internationale Standardmaß sieht vor, dass der offizielle Bodenbewertungspreis 15% unter dem aktuellen Marktwert liegen sollte. In Thailand wird jedoch alle vier Jahre bewertet, und der aktuelle Satz gilt bis Ende 2026. Ab dem 1. Januar 2027 wird dann ein neuer Satz in Kraft treten, der bis zum 31. Dezember 2030 gültig ist. Provinzkomitees sind für die Bewertung der Grundstückspreise in ihren jeweiligen Regionen verantwortlich.

Entwicklung der Grundstückspreise

Besonders spannend wird es, wenn man die Preisunterschiede in verschiedenen Regionen betrachtet. In Bangkok, der pulsierenden Hauptstadt, liegt der durchschnittliche Grundstückspreis bei etwa 1 Million Baht pro Quadratwah, während es in Chiang Mai, wo ich lebe, deutlich günstiger ist – hier liegt der höchste Preis bei 250.000 Baht pro Quadratwah und der niedrigste bei 25 Baht. Das ist ein ordentliches Spektrum, das zeigt, wie unterschiedlich die Märkte sein können! In Songkhla ist der höchste Preis mit 400.000 Baht pro Quadratwah auch nicht zu verachten, während der niedrigste bei 35 Baht liegt. Es scheint, als ob die Entwicklungen in Surat Thani besonders auffällig sind: Hier gab es eine Preissteigerung von 117% im Vergleich zur vorherigen vierjährigen Messung. Wow!

Im ersten Quartal 2026 wurden landesweit 115.000 Übertragungen von unbebauten Grundstücksrechten verzeichnet, was einen Rückgang im Vergleich zu 123.000 im Vorjahr darstellt. Diese Zahlen beziehen sich jedoch nur auf Grundstücke mit vollem Eigentum und Nor Sor Gor 3-Zertifikaten. Letzteres gewährt das rechtliche Recht, ein Grundstück zu besitzen und zu nutzen, aber nicht das volle Eigentum. Im gesamten letzten Jahr betrugen die Übertragungen von unbebauten Grundstücksrechten 465.000 Parzellen. Das zeigt, dass trotz der rückläufigen Zahlen immer noch viel Bewegung im Markt ist.

Kosten der Bodenbewertung

Wenn man darüber nachdenkt, ein Grundstück zu kaufen, kommt man um die Frage der Bodenbewertung nicht herum. Diese professionelle Bewertung ist entscheidend für Käufer, Verkäufer und Investoren, um einen fairen Preis zu ermitteln. Die Kosten für eine Bodenbewertung liegen typischerweise zwischen $1.000 und $4.000, was in Baht umgerechnet auch nicht gerade wenig ist. Faktoren wie die Größe und Form des Grundstücks, die Lage und die Erreichbarkeit spielen eine große Rolle bei der Preisgestaltung. Aber auch Dinge wie die Zoning-Bestimmungen und der Zugang zu grundlegenden Infrastrukturen wie Wasser und Strom beeinflussen den Wert eines Grundstücks erheblich. Manchmal ist es auch notwendig, spezielle Umweltbewertungen durchzuführen, wenn beispielsweise Feuchtgebiete betroffen sind.

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In der Praxis gibt es verschiedene Methoden zur Bewertung von Grundstücken, darunter den Kostenansatz, den Einkommensansatz und den Vergleichsansatz. Letzterer ist besonders beliebt, da er einfach zu handhaben ist. Wenn man die Preise von kürzlich verkauften, ähnlichen Grundstücken vergleicht, bekommt man schnell einen Überblick über den Markt. Es ist wirklich wichtig, dass man sich bei der Bewertung auf professionelle Hilfe verlässt, um faire Preise zu gewährleisten und mögliche Streitigkeiten zu vermeiden.

Markttrends und Herausforderungen

<pWenn wir die Entwicklung der Grundstückspreise in Thailand betrachten, mag manch einer denken, dass wir hier auf einem ähnlichen Weg sind wie in anderen Teilen der Welt. In Deutschland beispielsweise sind die Preise für Bauland in den letzten zehn Jahren um über 60% gestiegen. Der Preisindex für Bauland hat sich von 97,6 im Jahr 2008 auf 161,3 Punkte im Jahr 2018 erhöht. Diese steigenden Preise können auf einen Mangel an geeignetem Bauland und fehlendes Baurecht zurückgeführt werden, was auch hierzulande eine Herausforderung darstellt. In städtischen Wachstumsregionen wird es für Bauherren zunehmend schwieriger, bezahlbare Projekte zu realisieren, und viele Investoren ziehen es vor, Grundstücke zu verkaufen, statt selbst zu bauen.

Mit der neuen Grundsteuer C, die ab 2025 in Deutschland eingeführt wird, sollen Grundstückseigentümer zum Bauen angeregt werden. Höhere Hebesätze für unbebaute Grundstücke sollen gegen die Immobilienspekulation angehen und den Neubau fördern. Man fragt sich, ob solche Maßnahmen auch in Thailand für mehr Bewegung auf dem Grundstücksmarkt sorgen könnten. Die Herausforderungen sind groß, und es ist spannend zu beobachten, wie sich alles entwickeln wird.