Heute ist der 8.05.2026. In Chiang Mai, wo ich lebe, gibt es immer wieder spannende kulturelle Angebote, die nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen anziehen. Eine solche Veranstaltung, die Aufmerksamkeit verdient, ist die Ausstellung „Kani Ka ʻŌpala: Take a Sad Song & Make it Better“, die im Bridge Gallery der Hamilton Library an der University of Hawaiʻi at Mānoa stattfindet. Diese Ausstellung ist bis zum 10. August zu sehen und wird von Ethnomusikologie-Dozent Benjamin Fairfield geleitet.

Was macht diese Ausstellung so besonders? Nun, sie lädt die Öffentlichkeit ein, Instrumente zu spielen, die aus ʻōpala, also Abfall, hergestellt wurden. Die Kreativität kennt hier keine Grenzen, denn die Materialien umfassen alles Mögliche – von Fahrradbremskabeln über SPAM-Dosen bis hin zu Reissäcken und Treibholz. Fairfield hat mit seiner Klasse, dem MUS311(M) Thai Ensemble, die sich auf Nachhaltigkeit konzentriert, viele dieser Instrumente selbst hergestellt. Die Idee dahinter ist nicht nur die Schaffung von Musik, sondern auch die kritische Auseinandersetzung mit unserem Konsumverhalten und der Wertschätzung von Dingen, die oft als wertlos angesehen werden.

Eine Verbindung zur Natur und zur Gemeinschaft

Benjamin Fairfield bringt Inklusivität und Kreativität in seinen Unterricht. Die Ausstellung betont die Bedeutung der Gemeinschaftsbeteiligung, indem sie auch mit lokalen Grundschulen zusammenarbeitet und Beiträge von lokalen Dichtern und Professoren einbezieht. Diese partizipativen Musiktraditionen sollen die Verbindung zur ʻāina, also zum Land, feiern. Teri Silkman, CSEAS-Associate Director, hebt die Wichtigkeit der Klasse für eine nachhaltige Musikproduktion hervor. Die Instrumente regen nicht nur zum Spielen an, sondern auch zum Nachdenken über unsere Umwelt und unseren Umgang mit Ressourcen.

Ein ganz besonderes Highlight der Ausstellung ist Fairfields illustriertes Kinderbuch „Kani ka ʻōpala: how can garbage sing?“, das ebenfalls Teil des Konzepts ist. Die Kani Ka ʻōpala Initiative lädt Teilnehmer ein, die Stimmen und das musikalische Potenzial von Straßenmüll, der von Gehwegen und Stränden auf Oʻahu gesammelt wurde, zu schätzen. Man kann den Fortschritt der Initiative verfolgen, Projektideen finden und eigene Beiträge über den Hashtag #MUS311 teilen. So wird das Thema Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch behandelt, sondern praktisch erlebbar gemacht.

Ein Blick in die Zukunft

Im Jahr 2024 wird eine 25-minütige Präsentation für Graduiertenstudenten im Rahmen des „Exchange Seminar“ am East-West Center die Geschichte und Philosophie des Projekts näher beleuchten. Außerdem gibt es dazu auch ein Podcast-Interview auf Hawaii Public Radio’s The Conversation – das klingt vielversprechend! Benjamin Fairfield, der einen MA und PhD in Ethnomusikologie von der University of Hawaiʻi at Mānoa hat und dort als Dozent tätig ist, führt die Teilnehmer in die Welt der Ecomusikologie ein. Sein Engagement zeigt sich auch in Workshops, die er an verschiedenen Schulen und Kunstzentren geleitet hat.

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Die Ausstellung kombiniert nicht nur Musik mit Kunst, sondern bringt auch eine wichtige Botschaft über Nachhaltigkeit und die Wiederverwendung von Materialien rüber. In einer Zeit, in der Umweltschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt, könnte man sagen, dass solche Initiativen mehr denn je notwendig sind. Wer mehr über die Ausstellung erfahren möchte, kann sich auf der Website der Hamilton Library umschauen und sich inspirieren lassen, wie aus Abfall etwas Wundervolles entstehen kann. Die Verbindung zwischen Kunst, Umweltbewusstsein und Gemeinschaft ist einfach faszinierend.