Heute ist der 28.05.2026 und während ich hier in Chiang Mai sitze, kann ich nicht umhin, über die aktuellen Entwicklungen in der globalen Luftfahrt nachzudenken. Die Situation im Nahen Osten, die am 28. Februar eskalierte, hat massive Wellen geschlagen, nicht nur lokal, sondern auch international. Die Auswirkungen auf den Luftverkehr in Thailand sind spürbar, und das ist nicht nur ein Thema für die Airlines, sondern auch für uns Reisende.
Die Anpassungen, die Airlines vornehmen mussten, um die neuen Routenbedingungen zu erfüllen, führen zu längeren Flugzeiten und, man mag es kaum glauben, zu höheren Betriebskosten. Das ist ganz schön ärgerlich! Zwischen dem 28. Februar und dem 31. März wurden sage und schreibe 1.944 Flüge auf den betroffenen Routen storniert. Das sind etwa 601.451 Sitzplätze, die einfach weggefallen sind. Qatar Airways hatte mit 588 Stornierungen die Nase vorn, gefolgt von Etihad Airways und Air Arabia. Auch wenn Emirates weniger Stornierungen hatte, stellte sich heraus, dass deren Einfluss auf die Sitzplatzkapazität durch die Nutzung von Airbus A380 enorm war.
Steigende Treibstoffpreise und ihre Folgen
Ein weiterer Aspekt, der die Airlines unter Druck setzt, sind die explodierenden Treibstoffpreise. Am 27. Februar lag der Preis für Jet A-1 bei 99,40 USD pro Barrel, und bis zum 3. April sprang er auf satte 209 USD pro Barrel. Ein Anstieg von 58,4% in nur einer Woche! Die CAAT hat bereits gewarnt, dass diese Treibstoffpreiserhöhungen und die Umleitungen von Flügen die Betriebskosten nicht nur für thailändische, sondern für alle Airlines in die Höhe treiben werden. Die IATA sieht sogar die Treibstoffversorgung als zentrales Risiko an, was uns bis Ende Mai in Europa noch Flugstornierungen bescheren könnte.
Besonders betroffen ist der internationale Passagierflugverkehr, wo die Nachfrage um 0,6% fiel, während sie außerhalb des Nahen Ostens um erstaunliche 8% anstieg. Die Luftfracht hat im März um 4,8% nachgelassen, vor allem aufgrund der Störungen an großen Golf-Drehkreuzen. Das alles hat einen direkten Einfluss auf unsere Reisemöglichkeiten und die Ticketpreise. Airlines könnten gezwungen sein, Treibstoffzuschläge zu erhöhen, was besonders auf Langstreckenflügen spürbar sein wird. Das wird wohl teuer!
Thailändische Airlines im Auf und Ab
Doch nicht alles ist schwarz. Im ersten Quartal 2023 haben thailändische Airlines über 18,7 Milliarden Baht Gewinn gemacht. Thai Airways kann sich über einen Nettogewinn von 10,107 Milliarden Baht freuen, was nicht zuletzt dem strikten Kostenmanagement und der cleveren Treibstoffabsicherung zu verdanken ist. Im Gegensatz dazu hat Thai AirAsia einen Rückgang des Nettogewinns um 39% auf 840,6 Millionen Baht hinnehmen müssen. Die Airlines Association of Thailand hat die Regierung sogar aufgefordert, die Energiesteuer auf Jet-Treibstoff zu senken, um den Druck auf die Betriebskosten zu mindern.
Die Erholung des thailändischen Luftverkehrs könnte jedoch durch externe Faktoren stark beeinträchtigt werden. Konflikte, volatile Treibstoffpreise und die fragile Wirtschaftlichkeit von Langstreckenflügen sind wie ein Damoklesschwert über den Airlines. Einige Länder, darunter Italien, die Philippinen und Vietnam, haben bereits regulierend eingegriffen, um die Verfügbarkeit von Flugbenzin zu kontrollieren. In dieser Gemengelage bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden.