In Chiang Mai, einer Stadt, die für ihre Schönheit und Kultur bekannt ist, brodelt es gerade gewaltig. Die thailändischen Behörden haben eine umfassende Untersuchung gestartet, die sich gegen ausländische Nominee-Strukturen richtet. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Ermittler einen zweiten thailändischen Mann befragten, der in Unternehmensunterlagen als Aktionär aufgeführt war. Doch der Mann hatte keine Ahnung, dass er als solcher gelistet war – er hatte nie die Finanzunterlagen gesehen! Komisch, oder? Er gab sogar zu, Fotos seines Personalausweises an einen Immobilienmakler gesendet zu haben, um dafür jeweils 7.000 Baht zu erhalten. Er unterschrieb Dokumente im Grundbuchamt und war in Immobiliengeschäfte involviert, ohne wirklich zu wissen, was das bedeutete. Der Fall wirft Fragen auf, die weit über diesen einen Mann hinausgehen.

In einem weiteren Beispiel bestritt eine thailändische Frau, die ebenfalls als Aktionärin in einem anderen Unternehmen genannt wurde, jegliche Verbindung zu den anderen Aktionären oder Direktoren. Sie hatte zuvor Kopien ihres Personalausweises und ihrer Haushaltsregistrierung an einen ausländischen Arbeitgeber geliefert, der sie als Haushälterin eingestellt hatte. Der Arbeitgeber behauptete, die Dokumente seien notwendig gewesen, um ihr Gehalt und die Sozialversicherungsanmeldung zu regeln. Aber nachdem das Unternehmen eingestellt wurde, verlor sie den Kontakt. So schnell kann’s gehen!

Ermittlungen und Durchsuchungen

Die Saraphi-Ermittlungen sind Teil der Operation „Crackdown on Foreign Nominee Networks: Phase 5“, die von Pol Gen Samran Nualma, dem stellvertretenden Kommissar der Royal Thai Police, angeordnet wurde. Über 250 Polizeibeamte und Regierungsbeamte führten 18 Durchsuchungsbefehle in Chiang Mai aus. Dabei wurden 33.144 Unternehmen überprüft, und 4.741 davon hatten ausländische Aktionäre. Besonders interessant: 1.591 dieser Unternehmen zeigten Anzeichen möglicher Nominee-Vereinbarungen. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf 31 Unternehmen, von denen 16 verdächtigt werden, thailändische Staatsbürger als Nominee-Aktionäre zu nutzen, während 15 wegen Überschreitung der gesetzlichen ausländischen Eigentumsgrenzen ins Visier genommen wurden.

Insgesamt hielten diese Unternehmen 29 Grundstücke mit einem geschätzten Gesamtwert von 633 Millionen Baht. So viel Geld, und doch so viel Unsicherheit! Haftbefehle wurden für 22 Verdächtige erlassen, darunter zwei thailändische Staatsbürger und 20 Ausländer – das sind sieben aus Myanmar, drei aus Indien, ein Brite und neun Chinesen. Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach weiteren Verdächtigen und Beteiligten an diesen mutmaßlichen Netzwerken. Anklagen wurden schon gegen Aktionäre und Unternehmensleiter erhoben, die verdächtigt werden, in diese Machenschaften verwickelt zu sein. Die Ermittler versuchen nun, die tatsächlichen wirtschaftlichen Eigentümer der Unternehmen zu identifizieren.

Reformbedarf und neue Maßnahmen

Am 24. Juni 2025 hat das thailändische Kabinett den Bericht des Ombudsmanns zu ausländischen Nominee-Landbesitzern überprüft. Darin wurden mehrere kritische Probleme identifiziert, wie etwa die Art und Weise, wie Ausländer Land über thailändische Ehepartner, Proxy-Aktionäre und Nominee-Unternehmen erwerben können. Das Foreign Business Act (FBA) und das Landgesetz enthalten veraltete oder mehrdeutige Bestimmungen, die Schlupflöcher schaffen. Hier muss dringend nachgebessert werden! Das Ministerium für Handel wurde beauftragt, mit 13 Behörden zusammenzuarbeiten, um innerhalb von 30 Tagen über die Probleme im Zusammenhang mit dem ausländischen Landbesitz zu berichten.

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Die Regierung plant sofortige Maßnahmen: Das Department of Business Development wird verdächtige Unternehmen auf Nominee-Strukturen überprüfen. Außerdem kommt der Einsatz von KI-Tools zur präziseren Identifizierung von Nominee-Vereinbarungen. Eine temporäre interinstitutionelle Taskforce wird gebildet, um die Bemühungen zu koordinieren. Die Intensivierung der Durchsetzungsmaßnahmen durch Polizei, Department of Special Investigation (DSI) und Anti-Money Laundering Office (AMLO) zeigt, dass die Behörden nicht untätig bleiben wollen.

Ein neues Zeitalter für ausländische Investitionen

Thailand verstärkt den Rechtsrahmen für ausländische Investitionen, um Transparenz zu erhöhen und Missbrauch von Nominee-Strukturen zu verhindern. Der Foreign Business Act von 1999 verbietet es ausländischen Investoren, über thailändische Staatsangehörige oder Unternehmen, die als Nominees fungieren, Geschäfte zu betreiben. Verstöße können mit strafrechtlichen Sanktionen geahndet werden, die bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe und Geldstrafen zwischen 100.000 THB und 1.000.000 THB umfassen! Das Department of Business Development hat kürzlich eine neue Verordnung erlassen, die am 1. April 2026 in Kraft tritt. Diese verlangt von Unternehmen, dass sie eine formelle Investitionsbestätigung einreichen, um sicherzustellen, dass keine Nominee-Vereinbarungen bestehen.

Die Bestätigungsanforderung erhöht die Verantwortung der Antragsteller und stellt klar, dass Nominee-Vereinbarungen eine Straftat darstellen. Falsche oder irreführende Informationen können strafrechtliche Haftung nach dem thailändischen Strafgesetzbuch nach sich ziehen. Das ist ein klarer Hinweis an alle, die in Thailand Geschäfte machen wollen: Hier wird genau hingeschaut! Unternehmen mit ausländischer Beteiligung sollten sicherstellen, dass ihre Beteiligungsstrukturen echte Investitionen widerspiegeln und Finanzierungsvereinbarungen ordnungsgemäß dokumentiert sind.

Als Resident in Thailand erlebe ich hautnah, wie diese Maßnahmen das Geschäftsklima beeinflussen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die Maßnahmen tatsächlich den gewünschten Effekt haben. Die thailändischen Behörden haben einen klaren Kurs eingeschlagen, um die Integrität des Marktes zu sichern. Das wird nicht nur die Sicherheit für Investoren erhöhen, sondern auch die Wettbewerbsbedingungen für alle Beteiligten verbessern.