Am 21. Mai 2026 wurde in Phang Nga ein russischer Staatsbürger festgenommen, der illegal als Touristenführer arbeitete. Er hatte eine Gruppe ausländischer Touristen begleitet, als die Polizei ihn auf dem Parkplatz der Phang Nga Wildlife Breeding Station schnappte. Zuvor war er bereits am Suwan Kuha Tempel beobachtet worden, wo Tempelmitarbeiter die Behörden über ihn informierten. Ein Van, in dem sich zehn ausländische Touristen befanden, wurde ebenfalls sichergestellt. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten Dokumente, die mit seinen Touristenführertätigkeiten in Verbindung standen. Er war für ein rechtlich registriertes Reisebüro tätig, besaß jedoch keinen gültigen Arbeitsvertrag und keine Lizenz als Touristenführer. Laut dem Artikel auf The Thaiger wurde er gemäß den Abschnitten 49 und 86 des Tourismusgesetzes angeklagt.

Die möglichen Strafen sind nicht ohne: bis zu einem Jahr Gefängnis, eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Baht oder beides. Zudem steht er wegen der Arbeit ohne Genehmigung und in einem Beruf, der thailändischen Staatsbürgern vorbehalten ist, unter Anklage. Auch das beteiligte Reisebüro könnte mit Geldstrafen von bis zu 500.000 Baht belegt werden. In der Vergangenheit gab es ähnliche Fälle, in denen andere russische Staatsbürger in Phuket festgenommen wurden, unter anderem wegen illegaler Angeltouren und als Touristenführer auf Booten.

Illegale Touristenführer im Visier

Diese Festnahme ist Teil einer breiteren Strategie der thailändischen Regierung, illegale ausländische Reiseleiter zu bekämpfen. Am 23. Oktober 2025 kündigte Thailands Arbeitsminister Treenuch Thienthong strenge Kontrollen an, um lokale Arbeitsplätze zu schützen, besonders in der bevorstehenden Hochsaison für den Tourismus. Es ist Ausländern verboten, als „Reiseleiter“ oder „Reiseveranstalter“ zu arbeiten; diese Berufe sind thailändischen Staatsbürgern vorbehalten. Der zunehmende Druck auf die illegalen Fremdenführer ist eine Reaktion auf den Anstieg von Touristen, insbesondere aus China, und auf die Tatsache, dass einige Anbieter ausländische Fremdenführer eingestellt haben, die heimische Arbeitskräfte verdrängen.

Laut den Vorschriften des Arbeitsministeriums sind 27 Berufe ausschließlich für thailändische Staatsbürger reserviert. Wer ohne Genehmigung als Reiseleiter arbeitet, riskiert Geldstrafen zwischen 5.000 und 50.000 Baht, Abschiebung und ein zweijähriges Arbeitsverbot. Arbeitgeber, die illegale Reiseleiter einstellen, müssen mit Geldstrafen zwischen 10.000 und 100.000 Baht pro ausländischem Mitarbeiter rechnen. Wiederholungstäter müssen mit noch härteren Strafen rechnen, einschließlich Gefängnis und höheren Geldstrafen. Wer illegale ausländische Arbeitskräfte entdeckt, kann diese bei offiziellen Kanälen, wie der Hotline des Arbeitsministeriums, melden.

Insgesamt zeigt dieser Vorfall nicht nur die Herausforderungen, mit denen die thailändische Regierung konfrontiert ist, sondern auch die Verantwortung, die sie übernimmt, um die heimische Tourismusbranche zu schützen. Die Kontrolle der illegalen Aktivitäten im Tourismussektor ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die lokalen Arbeitskräfte nicht benachteiligt werden. Die Festnahme des russischen Touristenführers ist nur ein weiterer Schritt in diesem Prozess.

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