In Phuket sorgt eine ausländische Frau für Aufregung, die in Kleidung aufgetaucht ist, die stark an eine thailändische Polizeiuniform erinnert. Fotos und Videos von ihr wurden auf der Facebook-Seite der Phuket Times am 21. Mai veröffentlicht und haben die Online-Community in Aufregung versetzt. Die Dame trug eine schwarze Weste, die mit der thailändischen Flagge und einem Patch der Royal Thai Police versehen war. Dazu kombinierte sie einen Hut mit der Aufschrift „Police“ und einen Kartenhalter, der das Logo des Royal Thai Police Immigration Bureau zeigte. Solche Outfits sind typisch für thailändische Polizeibeamte und freiwillige Helfer, die während Patrouillen und Einsätzen im Einsatz sind.

Aber das war nicht alles. Ein weiteres Bild zeigt sie auf einem Motorrad, ebenfalls gekleidet in einem Outfit, das ein grünes Emblem trägt, das von thailändischen Regierungsbehörden verwendet wird. Ihre Bilder, die sie auf ihrem persönlichen Social-Media-Konto geteilt hat, wecken Fragen über ihre Authentizität und ob sie möglicherweise eine offizielle Verbindung zur Strafverfolgung hat. Die Diskussionen darüber sind hitzig, und viele Nutzer in sozialen Medien fordern nun die Polizei auf, den Fall zu untersuchen. Ein Nutzer berichtete sogar, dass sie Ausländer angesprochen und angeboten habe, bei der Visumsverlängerung oder im Umgang mit der Polizei zu helfen. Das sorgt natürlich für noch mehr Aufregung.

Rechtliche Bedenken

Einige Kommentare von thailändischen Internetnutzern wiesen darauf hin, dass die Uniform auf E-Commerce-Plattformen erhältlich sei. „Eine Polizeiuniform ist kein Cosplay, OK?“, äußerte ein User mit deutlichem Unverständnis. Es gibt auch Bedenken, dass die Frau möglicherweise nicht wusste, dass das Tragen von Kleidung, die Polizeiuniformen ähnelt, gegen thailändisches Recht verstoßen könnte. Nach Abschnitt 108 des Royal Thai Police Act kann unbefugtes Auftreten oder Tragen einer Polizeiuniform mit Strafen von drei Monaten bis fünf Jahren Gefängnis geahndet werden. Es könnte sogar noch schlimmer kommen, denn die Behörden könnten auch den Abschnitt 146 des Strafgesetzbuchs in Betracht ziehen, der das Tragen offizieller Uniformen ohne Genehmigung regelt, was mit bis zu einem Jahr Gefängnis oder einer Geldstrafe von bis zu 2.000 Baht geahndet werden kann.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war jedoch keine offizielle Untersuchung von der Polizei von Phuket angekündigt. Komischerweise gab es einen ähnlichen Vorfall, bei dem ein Chinese eine thailändische Polizeiuniform trug und in Videos neben einem echten Beamten auftauchte. Der thailändische Beamte erklärte später, er habe die Uniform nur für Videoaufnahmen geliehen, und betonte, dass keine illegalen Aktivitäten stattgefunden hätten.

Ein weiterer Vorfall

Nun, zwei Wochen später, hat der Chef der nationalen Polizei Thailands, General Torsak Sukvimol, tatsächlich eine Untersuchung angeordnet, nachdem ein Video eines chinesischen Touristen in einer thailändischen Polizeiuniform auftauchte. In dem Video ist ein anscheinend echter Polizist zu sehen, der dem Touristen zur Seite steht. Generalleutnant Achayon Kraithong, Sprecher der Königlich Thailändischen Polizei, kündigte die Untersuchung an, um den Ursprung des Videos und die beteiligten Personen zu klären. Die Ermittlungen sollen rasch abgeschlossen werden, um festzustellen, ob es zu irgendwelchen gesetzlichen oder regulatorischen Verstößen gekommen ist. Achayon betonte dabei die Wichtigkeit, die Integrität der thailändischen Polizei zu wahren. Touristen bekommen daher einen klaren Hinweis: Tragt keine Polizeiuniformen und fordert keine unerlaubten Dienste von Beamten an!

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Die Vorfälle zeigen, wie schnell sich die Dinge in der sozialen Medienwelt entwickeln können und wie wichtig es ist, sich der lokalen Gesetze und Gepflogenheiten bewusst zu sein, auch wenn man nur im Urlaub ist. Die Diskussion über das Tragen von Uniformen ist nicht nur eine Frage des guten Geschmacks, sondern auch eine rechtliche Angelegenheit, die ernst genommen werden sollte. Die thailändische Regierung ist hier eindeutig sensibilisiert und wird sicherstellen, dass solche Vorfälle nicht unbeaufsichtigt bleiben.