Am 31. Mai 2026 war es wieder so weit: Der Welt-Nichtrauchertag wurde gefeiert und Thailand trat in den Vordergrund, wenn es um die Kontrolle von Tabakkonsum geht. Dieses Jahr stand das Event unter dem Motto „Unmasking the Appeal: Countering Tobacco and Nicotine Addiction“. Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte, denn die Industrie hat sich einiges einfallen lassen, um besonders die Jugend mit attraktiven Produkten und digitalem Marketing zu ködern. Es ist eine bittere Realität, dass in der Region Südostasien etwa jeder dritte Tabakkonsument weltweit lebt und die Zahl der Jugendlichen, die Tabakprodukte nutzen, alarmierend hoch ist – rund 11 Millionen zwischen 13 und 15 Jahren! So gesehen, ist die Tabakkontrolle hierzulande mehr als nur ein Schlagwort, sie ist eine Notwendigkeit.

In den letzten 20 Jahren hat Südostasien zwar einen signifikanten Rückgang des Tabakkonsums verzeichnet, die WHO warnt jedoch eindringlich, dass der Aufstieg von E-Zigaretten und anderen Nikotinprodukten diesen Fortschritt gefährden könnte, insbesondere bei der Jugend. In Thailand selbst ist der Anteil der rauchenden Erwachsenen über 15 Jahre von 25,3% im Jahr 2004 auf 18,5% im Jahr 2025 gesunken. Doch die Kehrseite der Medaille zeigt sich: Die Prävalenz des Rauchens unter Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren stieg von 2,9% im Jahr 2020 auf 8,5% im Jahr 2025. Auch die E-Zigaretten-Nutzung ist unter den Jugendlichen bedenklich: 7,1% haben diese bereits ausprobiert, 1,6% sind sogar aktuelle Nutzer. Die Festlichkeiten in Bangkok zum Welt-Nichtrauchertag 2026 waren daher mehr als nur ein Zeichen des Fortschritts – sie warnten auch vor den Gefahren, die noch bestehen.

Für die Jugend – Ein Aufruf zur Aktion

Auf der Veranstaltung wurden mehrere Schlüsselfiguren, darunter General Siva Paramathat und Dr. Ailan Li, geehrt. Besonders Dr. Li betonte die Dringlichkeit, starke Maßnahmen zur Verhinderung von Nikotinabhängigkeit unter Jugendlichen zu ergreifen. Thailand wird als regionaler Vorreiter in der Tabakkontrolle angesehen, und das aus gutem Grund. Es wurden nicht nur Gesetze erlassen, sondern auch zahlreiche Aufklärungskampagnen gestartet, die die Bevölkerung sensibilisieren. Zum Beispiel wurde der Acting Sub-Lieutenant Trakul Thotham für seine unermüdlichen Bemühungen in der Provinz Narathiwat ausgezeichnet. Seine Initiativen umfassten unter anderem die Bereitstellung von Raucher-Screenings in Kliniken und Unterstützung für den Ausstieg sowie die Schaffung rauchfreier Zonen in 429 öffentlichen Orten.

Ein weiterer wichtiger Akteur ist das Tobacco Control Research and Knowledge Management Center (TRC), das jährlich mindestens 25 Forschungsstipendien unterstützt und maßgeblich zur Formulierung nationaler Tabakkontrollrichtlinien beiträgt. Im Mai 2024 wurden fünf nationale Maßnahmen zur Bekämpfung von E-Zigaretten eingeführt, was zu einem Rückgang der Nutzung unter Jugendlichen um 40% bis 2025 führte. Diese kollektiven Maßnahmen könnten als Modell für andere Länder dienen, die ähnliche Herausforderungen im Bereich Tabakkontrolle bekämpfen.

Globale Perspektiven und Herausforderungen

Die Situation in Thailand ist Teil eines größeren globalen Trends. Im Oktober 2024 veröffentlichten die FDA und die CDC die Ergebnisse der National Youth Tobacco Survey, die eine Abnahme des Tabakkonsums unter Jugendlichen in den USA dokumentierte. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen: 2,25 Millionen Schüler berichteten von aktuellem Tabakkonsum, mit einem signifikanten Rückgang der E-Zigarettennutzung. Dies zeigt, dass Maßnahmen zur Bekämpfung des Tabakkonsums Wirkung zeigen können, aber auch, dass die Gefahr durch aromatisierte Produkte und die geschickte Vermarktung an Jugendliche nach wie vor präsent ist. Fast 90% der Erwachsenen, die regelmäßig rauchen, haben mit dem Rauchen vor ihrem 18. Lebensjahr begonnen, was die Dringlichkeit unterstreicht, den Tabakkonsum bei Jugendlichen zu verhindern.

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Die WHO bleibt fest entschlossen, Thailand bei der Weiterentwicklung evidenzbasierter Tabakkontrollrichtlinien zu unterstützen. Die aktuellsten Statistiken und Trends zeigen, dass es an der Zeit ist, gemeinsam zu handeln, um die Gesundheit unserer Gesellschaft und vor allem unserer Jugend zu schützen. In einer Welt, in der Tabakprodukte in unterschiedlichsten Formen und Geschmäckern angeboten werden, ist Aufklärung und Prävention unerlässlich. Die Herausforderungen sind groß, aber mit dem richtigen Engagement und den richtigen Maßnahmen kann Thailand weiterhin eine führende Rolle im Kampf gegen den Tabakkonsum einnehmen.