Auf den paradiesischen Inseln Koh Samui und Koh Phangan hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die ausländischen Investitionen sind sprunghaft angestiegen – man spricht von 11.426 registrierten, ausländisch kontrollierten Unternehmen. Das entspricht satten 67,97% aller Firmen in der Region, wo insgesamt 16.811 Unternehmen ansässig sind. Diese Zahlen sind nicht nur beeindruckend, sie werfen auch Fragen auf. Man hört immer wieder von Besorgnis über die Nutzung thailändischer Nationals als „Nominees“, um das thailändische Gesetz zu umgehen, insbesondere das Foreign Business Act. Poonpong Naiyanapakorn, der Direktor des Department of Business Development, hat bereits angekündigt, dass die Regierung eine umfassende Untersuchung in die Wege leitet, um diesem Trend entgegenzuwirken. Die ersten Hinweise zeigen, dass die ausländischen Investitionen vor allem in Phangan und Samui konzentriert sind, insbesondere in den Bereichen Immobilien und Buchhaltung, wo die Nutzung von Nominee-Praktiken am häufigsten ist. Eine detaillierte Analyse der Situation ist dringend nötig, da die Bedenken über eine mögliche Kontrolle der Inseln durch Ausländer nicht unbegründet sind. Mehr dazu finden Sie in einem Artikel auf Nation Thailand.
Die Reaktion der thailändischen Behörden ist eindeutig. Mr. Poonphong Nainapakhorn hat nun eine Operation gestartet, um die rechtlichen Entitäten in Koh Phangan und Koh Samui genauer unter die Lupe zu nehmen. Ziel ist es, ausländisches Kapital zu stoppen, das über thailändische Nominees oder Proxy-Vertreter in verbotene Geschäftsbereiche gelangt. Diese Initiative entspricht dem Alien Business Act B.E. 2542 (1999). Berichte über ausländische Kontrolle in diesen Regionen haben die Behörden alarmiert. Die Untersuchung hat bereits 11.426 Unternehmen mit ausländischem Investment identifiziert, die sowohl rechtlich konform als auch solche umfassen, die versuchen, die Vorschriften durch Nominee-Strukturen zu umgehen. Genauere Informationen dazu finden Sie auf Thai Rath.
Die Unternehmensgründung in Thailand
Für viele Ausländer, die in Thailand leben oder planen, hier zu investieren, ist die Unternehmensgründung ein verlockender Gedanken. Viele sehen darin eine Möglichkeit, ein Visum zu erhalten und langfristig im Land zu bleiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Firma in Thailand zu gründen, wie die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (LLC) oder die Gründung einer BOI-geförderten Firma, die einige Vorteile wie 100%ige Eigentümerschaft und vereinfachte Visa- und Arbeitserlaubnisprozesse bietet. Allerdings kann der Genehmigungsprozess für BOI-geförderte Unternehmen länger dauern. Zudem sind nicht alle Unternehmen für diese Förderung qualifiziert, was eine sorgfältige Planung erfordert.
Ein weiterer Aspekt, den man beachten sollte, ist das Mindestkapital. Für BOI-geförderte Unternehmen variiert dieses je nach Branche, während ohne BOI mindestens 2.000.000 THB erforderlich sind. Und auch die Struktur der Firmen ist nicht zu vernachlässigen: Mindestens drei Aktionäre sind notwendig, und Ausländer dürfen ohne BOI-Förderung maximal 49% der Anteile besitzen. Die Registrierung erfolgt beim Department of Business Development (DBD) und erfordert eine ganze Reihe an Dokumenten, von der Liste der Aktionäre bis hin zu Nachweisen über die Kapitaleinzahlung. Es ist also kein Zuckerschlecken, aber mit der richtigen Beratung und Planung durchaus machbar. Wenn Sie mehr über die Anforderungen und den Prozess erfahren möchten, werfen Sie einen Blick auf Expat Den.
Die Situation auf Koh Samui und Koh Phangan ist also ein spannendes Thema, das viele Facetten hat. Die wachsenden ausländischen Investitionen sind sowohl ein Zeichen für das Interesse an diesen schönen Inseln als auch ein Warnsignal für die thailändische Regierung, die Kontrolle über ihre wirtschaftlichen Ressourcen zu behalten. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Lage entwickelt. Bis dahin bleibt es spannend – nicht nur für Investoren, sondern auch für die Einheimischen, die täglich mit den Veränderungen konfrontiert werden.