In den letzten Wochen gab es aufregende Entwicklungen im thailändisch-amerikanischen Handelsbeziehungen. Das Handelsministerium Thailands hat die Gespräche über das Handels- und Investitionsrahmenabkommen, besser bekannt als TIFA, stark beschleunigt. Dies ist ein Thema, das schon seit der vorherigen Regierung auf der Agenda steht. Thailand und die Vereinigten Staaten haben sich nun darauf geeinigt, dieses wichtige Thema gemeinsam voranzutreiben, und das Ziel ist es, die Verhandlungen noch vor dem Beginn des Section 301 Anhörungsverfahrens unter US-Handelsrecht abzuschließen. Ein interessantes Detail: Die Bedenken der Office of the United States Trade Representative (USTR) bezüglich des steigenden Handelsüberschusses Thailands mit den USA wurden ebenfalls angesprochen.

Suphajee, der thailändische Handelsvertreter, erläuterte, dass mindestens 30% der Waren, die zu diesem Handelsüberschuss beitragen, von US-Unternehmen stammen, die in Thailand investiert haben. Über 20% kommen von thailändischen Firmen. Um Bedenken über mögliche unlautere Handelspraktiken abzubauen, hat Thailand klar kommuniziert, dass Maßnahmen zur Verhinderung von Transshipment ergriffen wurden. Das bedeutet, dass Thailand nicht als Drehkreuz für den Export von Waren aus Drittländern in die USA genutzt werden soll. Die thailändische Regierung hat auch betont, dass sie über die notwendigen Informationen und Dokumentationsnachweise verfügt, um die Transparenz des Exportprozesses zu belegen. Dies dient nicht nur dazu, Vertrauen aufzubauen, sondern auch, um US-Bedenken zu zerstreuen. (Quelle)

Historische Handelsbeziehungen

Die Handelskooperation zwischen den USA und Thailand hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1833 zurückreicht, als das U.S.-Thailand Treaty of Amity and Economic Relations unterzeichnet wurde. Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung war die Unterzeichnung des U.S.-Thailand TIFA im Oktober 2002. Diese Abkommen haben den Grundstein für die bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen gelegt, die sich bis heute fortsetzen. Aktuelle Handelsdaten zeigen, dass die USA der zweitgrößte Handelspartner Thailands sind, nur hinter China. Im Jahr 2023 betrug das Handelsvolumen zwischen Thailand und den USA beeindruckende 68,358 Millionen USD, was einem Anstieg von 4,72% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Thailand hat einen Handelsüberschuss mit den USA von 29,371 Millionen USD.

Wusstet ihr, dass die USA der größte Exportmarkt für Thailand sind? Mit einem Exportvolumen von 48,865 Millionen USD und einer Wachstumsrate von 2,8% machen die USA etwa 17,2% der gesamten Exporte Thailands aus. Die wichtigsten Exportgüter sind Computer und Komponenten, Gummi und Telefone. Auf der anderen Seite belegt Thailand bei den Importen aus den USA den dritten Platz, nach China und Japan, mit 19,494 Millionen USD – und das bei einer Wachstumsrate von 9,9%. Hierbei sind Rohöl, Maschinen und chemische Produkte die Hauptimporte. Ein weiteres spannendes Detail: Thailändische Unternehmen haben insgesamt 15,27 Milliarden USD in den USA investiert und damit über 65,000 Arbeitsplätze geschaffen. (Quelle)

Aktuelle Entwicklungen im Handelsabkommen

Eine der neuesten Entwicklungen ist das Rahmenabkommen über gegenseitigen Handel, das zwischen den USA und Thailand vereinbart wurde, um die bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen weiter zu stärken. Dieses Abkommen wird auf der bereits bestehenden Zusammenarbeit aufbauen, die im U.S.-Thailand Treaty of Amity and Economic Relations und im TIFA festgelegt ist. Thailand hat sich verpflichtet, Zollbarrieren für etwa 99% der Waren abzubauen, was eine Vielzahl von US-Industriematerialien sowie Lebensmittel- und Agrarprodukten einschließt. Im Gegenzug werden die USA die Gegenzölle auf 19% beibehalten, wie in der Executive Order 14257 festgelegt.

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Darüber hinaus hat Thailand versprochen, Barrieren für US-Exporte zu beseitigen, was unter anderem die Akzeptanz von US-Fahrzeugen, die den US-Sicherheits- und Emissionsstandards entsprechen, sowie die Akzeptanz von FDA-Zertifikaten für medizinische Geräte umfasst. Diese Veränderungen sind nicht nur für die Handelsbeziehungen von Bedeutung, sondern auch für den Schutz international anerkannter Arbeitsrechte und den Umweltschutz. Thailand verpflichtet sich, Maßnahmen gegen den Handel mit illegal geernteten Waldprodukten zu ergreifen und eine ressourcenschonende Wirtschaft zu fördern. (Quelle)