Taiwan verlängert Visabefreiung für Thailand, Brunei und die Philippinen bis 2027
Heute ist der 18.07.2026 und die Reisewelt für viele ist ein wenig spannender geworden – insbesondere für diejenigen, die gerne nach Taiwan reisen. Die taiwanesische Regierung hat entschieden, die Visabefreiung für Bürger aus Thailand, Brunei und den Philippinen bis zum 31. Juli 2027 zu verlängern. Diese Entscheidung wurde in mehreren ministeriellen Sitzungen getroffen, die seit dem 21. April stattfanden und von dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten geleitet wurden. Man könnte fast sagen, dass Taiwan hier ein bisschen großzügig ist, oder? Taipei Times
Das bedeutet, dass Reisende aus diesen Ländern weiterhin ohne große bürokratische Hürden nach Taiwan gelangen können. Gleichzeitig hat die Überprüfung des Visaprogramms auch dazu geführt, dass die Visabefreiung für kambodschanische Staatsbürger am 1. August 2023 endet. Diese Entscheidung ist nicht ganz überraschend, bedenkt man die langjährige Problematik, die Kambodscha in Bezug auf die Anerkennung Taiwans als souveränen Staat hat. Trotz der Visavorteile, die seit 2018 bestanden, hat Kambodscha nie reciprocated und stattdessen immer wieder die Souveränität Taiwans infrage gestellt. Das zieht natürlich die Frage auf, wie sich die bilateralen Beziehungen entwickeln werden. Taiwan News
Das Guanhong-Projekt und seine Auswirkungen
Ein weiteres zentrales Element ist das Guanhong-Projekt, das 2015 ins Leben gerufen wurde, um hochkarätige Gruppenreisende aus Südostasien zu fördern. Besonders bemerkenswert ist, dass dieses Projekt bis zum 31. Dezember 2027 für Staatsangehörige aus Indien, Indonesien, Vietnam, Myanmar und Laos weiterläuft. Das zeigt, wie Taiwan versucht, die touristischen Beziehungen zu stärken, während gleichzeitig ein Auge auf die öffentliche Sicherheit geworfen wird. Immerhin gab es in den letzten Jahren mehrere transnationale Betrugsfälle, die mit Kambodscha in Verbindung gebracht wurden. Diese Vorfälle haben das Vertrauen zwischen den beiden Ländern stark belastet.
Für kambodschanische Staatsbürger bedeutet dies, dass sie ab dem 1. August 2023 ein Visum über die taiwanesischen Auslandsvertretungen beantragen müssen. Ob Kambodscha wieder in die Liste der Visabefreiung aufgenommen wird, hängt stark von den politischen Entscheidungen der kambodschanischen Regierung ab. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickelt.
Die Rolle Deutschlands in Taiwan
Ein bisschen weiter weg von diesen Visa-Entwicklungen ist Deutschland, das keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan unterhält, aber dennoch bedeutende wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen pflegt. Das Deutsche Institut Taipei kümmert sich um die Interessen Deutschlands vor Ort. Taiwan hat in den letzten Jahren seine Rolle als wichtiger Handelspartner für Deutschland in Asien gefestigt – immerhin ist Taiwan der fünftwichtigste Handelspartner für Deutschland in der Region. Besonders die Zusammenarbeit in den Bereichen Halbleiter und Zukunftstechnologien ist bemerkenswert.
Man könnte fast sagen, dass die beiden Länder trotz der fehlenden diplomatischen Beziehungen eine Art von Partnerschaft leben. Zahlreiche Besuche von deutschen Parlamentariern in Taiwan zeigen das gegenseitige Interesse an einem intensiven Austausch. Dazu kommen auch kulturelle Institutionen wie das Goethe-Institut Taipei, die den Austausch weiter fördern. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die internationalen Beziehungen, insbesondere im Hinblick auf die jüngsten Entscheidungen zu Visa und die geopolitische Lage, entwickeln werden. Auswärtiges Amt
