Strenge Kontrollen und Reformen: Phuket kämpft gegen illegale Nominee-Unternehmen
Heute ist der 30.06.2026 und auf der wunderschönen Insel Phuket hat sich einiges getan, was die Unternehmenslandschaft betrifft. Das Innenministerium hat die Untersuchung von verdächtigen Nominee-Unternehmen verstärkt – und das hat es in sich! Rund 200 weitere Firmen stehen jetzt auf der Liste und sollen in der nächsten Phase genauer unter die Lupe genommen werden. Es ist schon eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass über 10.000 registrierte Unternehmen auf der Insel überprüft werden. In der ersten Runde wurden bereits 159 Firmen an ein Untersuchungskomitee verwiesen, und gegen 39 Firmen wurden rechtliche Schritte eingeleitet. 34 Unternehmen mussten sogar ihre Geschäfte einstellen, was für die betroffenen Unternehmer sicher kein Zuckerschlecken ist.
Die Ermittler sind wachsam. Sie prüfen, ob thailändische Staatsbürger als Nominee-Aktionäre für ausländische Interessen eingesetzt werden. Es wird betont, dass die Behörden den rechtlichen Prozess einhalten wollen. Dabei haben die Minister Polapee Suwunchwee und Worasit Liangprasit kürzlich Phuket besucht, um den Fortschritt zu beobachten. Für diesen Donnerstag oder Freitag wird ein gemeinsames Update mit dem Landamt erwartet. Die Zusammenarbeit zwischen dem Landamt und dem Handelsministerium wird als intensiv beschrieben.
Koordinierte Razzien an der Andamanenküste
Um der Sache auf den Grund zu gehen, haben mehr als 500 Polizeibeamte am Samstagmorgen koordinierte Razzien in Phuket, Phang Nga und Krabi durchgeführt. Der Aufwand war enorm: 48 Verdächtige wurden festgenommen, und Vermögenswerte im Wert von über 1,05 Milliarden Baht beschlagnahmt. Diese Razzien sind Teil einer landesweiten Kampagne gegen Nominee-Geschäftsstrukturen, die mittlerweile die dritte Phase erreicht hat. Polizeigeneral Samran Nuanma leitete die Operation, und es wurden 59 Haftbefehle sowie 60 Durchsuchungsbefehle genehmigt.
Die Ermittler konzentrierten sich auf 89 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 49 Rai, die auf etwa 1,053 Milliarden Baht geschätzt wurden. In Phuket selbst wurden zehn Unternehmen identifiziert, die als Nominees für ausländische Investoren fungieren. Diese kontrollieren vier Grundstücke im Wert von etwa 116 Millionen Baht. In Phang Nga und Krabi wurden ebenfalls verdächtige Unternehmen entdeckt, die Land halten, das angeblich ausländischen Aktionären gehört. Die Razzien sind eine der größten koordinierten Aktionen gegen solche verdächtigen Netzwerke.
Reformen im Unternehmensregistrierungssystem
Die aktuelle Situation ist nicht nur das Resultat von Ermittlungen, sondern auch Teil einer umfassenden Reform des Unternehmensregistrierungssystems in Thailand. Das thailändische Department of Business Development (DBD) hat Maßnahmen eingeführt, die darauf abzielen, Nominee-Strukturen und Briefkastengesellschaften zu bekämpfen. Diese Reform tritt zwischen Januar und April 2026 in Kraft und betrifft insbesondere Unternehmen mit thailändischen Anteilseignern. Um sicherzustellen, dass alles rechtmäßig zugeht, müssen bei Gründung Kontoauszüge vorgelegt werden, wenn Ausländer weniger als 50 % des Kapitals halten.
Das Ziel dieser Reform ist es, die Integrität des Unternehmensregistrierungssystems zu erhöhen und illegale Aktivitäten zu reduzieren. Das bedeutet, dass alle Gesellschaften bei jeder DBD-Einreichung automatisischen Datenbankprüfungen unterzogen werden. Besonders spannend wird es, wenn man bedenkt, dass die neuen Regelungen auch für bereits vor 2026 gegründete Unternehmen gelten. Es gibt also keinen Bestandsschutz – das könnte für viele Unternehmer in Phuket und Umgebung eine Herausforderung darstellen!
Die Entwicklungen sind auf jeden Fall bemerkenswert und zeigen, wie ernst die thailändischen Behörden die Bekämpfung illegaler Geschäftspraktiken nehmen. Man kann nur gespannt sein, wie es weitergeht und welche Auswirkungen diese Maßnahmen auf die Wirtschaft und das Geschäftsleben in Phuket haben werden.
