In den letzten Jahren hat sich in der Hotel- und Gastronomiebranche viel getan. Besonders auffällig ist der hohe Anteil von Frauen in der Belegschaft, der über 50% beträgt. Dennoch sieht die Realität in den Führungspositionen ganz anders aus: Weniger als 30% sind weiblich. Diese Diskrepanz ist nicht nur in Thailand, sondern weltweit ein Thema, das dringend angepackt werden muss. Genau dafür wurde die Veranstaltung RISE 2026 ins Leben gerufen, die am 3. September 2026 in SAii Laguna Phuket stattfindet. Gemeinsam mit C9 Hotelworks, Mrs B Group, Delivering Asia und vielen anderen Organisationen wird hier ein Raum geschaffen, um über die Herausforderungen und Chancen für Frauen im Gastgewerbe zu diskutieren.

RISE 2026 zielt darauf ab, das Ungleichgewicht in der Geschlechterverteilung in Führungspositionen des Gastgewerbes anzusprechen. Das Event ist weit mehr als nur ein Panel mit Führungskräften. Es ist eine Plattform für Frauen und ihre Kollegen, um sich über Karrieren im Gastgewerbe auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Programm umfasst persönliche Führungserzählungen, geschlechtergerechte Geschäftspraktiken und Perspektiven junger Unternehmer. Die Themen reichen von der Verbindung persönlicher Werte mit beruflicher Autorität bis hin zur Erkundung von Inklusion und Leistungsdruck im Berufsleben. Es werden auch Redner aus verschiedenen Bereichen erwartet, darunter Hotelbesitzer, globale Markenleiter und Strategen für Inklusion. Das Event ist offen für alle im Hotel-, Tourismus- und Gastgewerbesektor in Thailand, und die Voranmeldung ist erforderlich, da die Tickets für 1.000 THB erhältlich sind. [Quelle]

Frauen in Führungspositionen

Die Unterrepräsentation von Frauen in Führungsstrukturen ist ein bekanntes Problem in der Hotellerie. Frauen sind oft in operativen Bereichen und im mittleren Management sichtbar, jedoch selten in den höchsten Rängen. Carmen Dücker, eine erfahrene Führungskraft bei BWH Hotels Central Europe, ist ein inspirierendes Beispiel für diejenigen, die in der Branche Karriere machen wollen. Sie zeigt auf, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, Talente frühzeitig zu erkennen und zu fördern. Dücker setzt sich aktiv dafür ein, junge Frauen zu ermutigen, Führungsrollen anzustreben und spricht offen über die strukturellen Hürden, die es zu überwinden gilt. Dazu gehören traditionelle Rollenbilder und die oft unzureichende Vereinbarkeit von Familie und Karriere. Ihr Engagement ist ein Lichtblick in einer Branche, die von menschlicher Interaktion und Servicequalität geprägt ist. Die Stärken, die Frauen in Führungspositionen mitbringen – wie kommunikative Kompetenz, Empathie und Organisationstalent – sind in der Hotellerie besonders wertvoll, ja, fast unverzichtbar. [Quelle]

Die Herausforderungen sind zwar enorm, doch gibt es auch Hoffnung. Durch flexible Arbeitsmodelle und transparente Karrierewege können Unternehmen die Voraussetzungen schaffen, um mehr Frauen in Spitzenpositionen zu bringen. In Deutschland beispielsweise ist der Frauenanteil in Führungsebenen seit dem Inkrafttreten des Führungspositionen-Gesetzes (FüPoG) im Jahr 2015 gestiegen. Ziel des Gesetzes war es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen im privaten und öffentlichen Sektor zu erhöhen. Es gibt mittlerweile klare Vorgaben, wie zum Beispiel ein Mindestanteil von 30% Frauen in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen. Solche Maßnahmen könnten auch in der Hotellerie eine Vorbildfunktion übernehmen und dazu beitragen, den Anteil weiblicher Führungskräfte zu steigern. [Quelle]

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickelt. RISE 2026 könnte dabei ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung sein. Denn es ist klar: Die Branche braucht Vielfalt, um Innovation und langfristigen Erfolg zu fördern. Die Stimmen und Erfahrungen von Frauen in der Hotellerie dürfen nicht länger ignoriert werden. Es wird Zeit, dass die Branche umdenkt und die Talente, die in ihr schlummern, erkennt und fördert.

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