Heute ist der 16.06.2026 und ich sitze hier in Phuket, umgeben von der tropischen Hitze und den Geräuschen der Stadt. Es gibt Neuigkeiten, die wie ein Sturm durch die sozialen Medien fegen. Zwei Vizegouverneure von Phuket, Adul Chuthong und Teeraphong Chuaychoo, wurden versetzt. Diese Entscheidung kommt direkt von Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul, der anscheinend etwas zu sagen hat, wenn es um die Korruption in der Provinz geht. Die Versetzungen sind seit Montag in Kraft und sollen eine Untersuchung von Korruptionsvorwürfen gegen hochrangige Provinzbeamte einleiten. Die Vorwürfe, die in den sozialen Medien kursieren, sind zwar unbewiesen, aber Anutin hält es für notwendig, Licht ins Dunkel zu bringen. Besonders besorgniserregend sind die Gerüchte über Verbindungen zwischen einem stellvertretenden Gouverneur und Streitigkeiten über öffentliches Land in Cherng Talay.

Die ganze Situation wird noch spannender, wenn man sich die Anordnungen des Premierministers genauer anschaut. Es geht nicht nur um die Vizegouverneure von Phuket, sondern auch um Beamte in Surat Thani. Anutin hat Ermittlungen angeordnet, die sich mit Vorwürfen zu illegalen Landbesetzungen und ausländischen Nominee-Geschäften befassen. Bei einer Inspektion am Freedom Beach in Phuket wurden Beschwerden über Unternehmen laut, die von Ausländern über thailändische Strohmänner kontrolliert werden. Und das sind nicht nur leere Worte: Die Behörden haben bereits 37 Landtitel im Wert von über 150 Millionen Baht beschlagnahmt, die verdächtigt werden, Teil illegaler Nominee-Konstruktionen zu sein.

Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss

Gouverneur Nirat Pongsitthaworn hat gefordert, dass ein unabhängiger Untersuchungsausschuss eingerichtet wird, um die Vorwürfe aufzuklären. Teeraphong hat bereits um die Möglichkeit gebeten, schriftliche Erklärungen zu den Vorwürfen einzureichen. Man fragt sich, wie tief diese Machenschaften wirklich gehen. Anutin hat auch betont, dass Regierungsbeamte sich nicht an illegalen Aktivitäten beteiligen sollten – das klingt fast wie ein Aufruf zur Ehrlichkeit, auch wenn das in Thailand nicht immer einfach ist.

Vor diesem Hintergrund ist es interessant zu wissen, dass eine Erhebung gezeigt hat, dass in Thailand bürokratische Hürden oft mit Schmiergeldern verbunden sind. Fast 90 % der Unternehmen empfinden solche Forderungen als ernstes Hindernis für ihre wirtschaftliche Existenz. Die Abteilung für Umweltverschmutzungskontrolle führt die Liste der korruptesten Behörden an. Einige Unternehmen berichten sogar von einer „Korruptionssteuer“ bei staatlichen Großprojekten von 11 % bis 15 % des Auftragswerts. Ehrlich gesagt, da fragt man sich, wie viele ehrliche Unternehmer noch in diesem System bestehen können.

Die Schattenseiten des Geschäftemachens

Das alles wirft einen Schatten auf das Geschäftemachen in Thailand. Ob es um die Lizenzierung im Nachtleben oder um öffentliche Landstreitigkeiten geht, das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, ist omnipräsent. Anwohner in Phuket haben sich bereits über Beamte beschwert, die an illegalen Aktivitäten beteiligt sind oder diese einfach ignorieren. Darunter leidet das Vertrauen in die Behörden, was zu einem besorgniserregenden Zustand führt. Tatsächlich trauen sich laut einer Umfrage 52,3 % der Befragten nicht, korrupte Praktiken zu melden.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Phuket weiterentwickelt. Die Versetzungen der Vizegouverneure sind nur der Anfang eines größeren Prozesses, der hoffentlich zu mehr Transparenz und weniger Korruption führt. In der Zwischenzeit können wir nur beobachten und hoffen, dass die Sonne bald wieder auf Phuket scheint.