Illegale Hotels in Phuket: Behörden intensivieren Maßnahmen gegen Missbrauch
Heute ist der 25.07.2026 und in Phuket brodelt es gewaltig. Am 23. Juli fanden umfassende Inspektionen statt, bei denen drei Hotels aufgedeckt wurden, die ohne gültige Lizenzen operierten. Das ist nicht nur ein kleines Problem – das Innenministerium hat auf Anweisung von Premierminister Anutin Charnvirakul die Maßnahmen gegen illegale Hotels in der Region massiv intensiviert. Die Situation ist ernst, und die Behörden scheinen entschlossen zu sein, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.
Deputy Innenminister Polapee Suwunchwee führte ein Team, das mehr als 10 Standorte in Phuket überprüfte. Dabei stellte sich heraus, dass keine der überprüften Einrichtungen – mit 200, 240 und 45 Zimmern – über die erforderlichen Baugenehmigungen oder Hotelbetriebslizenzen verfügte. Zwei dieser Hotels waren ursprünglich als Wohngebäude oder Eigentumswohnungen genehmigt worden, wurden aber ohne die nötigen Genehmigungen in Hotels umgewandelt. Das ist nicht nur ein Verstoß gegen die Vorschriften, sondern auch ein klarer Fall von Missbrauch des Systems.
Die Märkte im Visier
Die Inspektionen haben zudem gezeigt, dass diese Hotels vor allem an europäische und andere ausländische Touristen vermarktet wurden, während thailändische Kunden kaum vertreten sind. Es gibt sogar den Verdacht, dass die Eigentumsverhältnisse mit 49% ausländischen und 51% thailändischen Anteilseignern als „nominee“ strukturiert sind. Das bedeutet, dass sogenannte Strohmänner eingesetzt werden, um rechtliche Beschränkungen zu umgehen. Einige Immobilien gehören rechtlich thailändischen Staatsbürgern, die diese jedoch an chinesische Investoren vermieten, die dann ohne die erforderlichen Lizenzen betrieben werden. Ein echtes Durcheinander!
Die Behörden haben bereits 353 Unternehmen an das Board of Investment (BOI) verwiesen, um zu überprüfen, ob sie Investitionsförderprivilegien erhalten haben, die ausländisches Eigentum oder Ausnahmen von bestimmten Beschränkungen erlauben. Von diesen Unternehmen hatten nur 8 tatsächlich relevante Privilegien. Der Rest? Nun ja, die hatten keine anwendbaren Ausnahmen. Außerdem warten noch 38 Unternehmen auf ihre Prüfung. Die Koordination mit dem BOI-Generalsekretär ermöglicht eine Überprüfung des Investitionsstatus innerhalb von etwa zwei Stunden. Das könnte die Ermittlungen erheblich beschleunigen.
Ein tiefsitzendes Problem
Die Situation in Phuket ist nicht nur ein lokales Problem, sondern betrifft auch das globale Ansehen Thailands. Assistenzprofessor Nopadol Kannika hat bereits auf die strukturellen Missstände hingewiesen, die die thailändische Wirtschaft gefährden. Beschwerden über die systematische Nutzung von Strohmännern und unvollendete Bauprojekte sind an der Tagesordnung. In einer Kampagne gegen solche Strukturen haben die Behörden bereits 89 Grundstücke in Phuket, Phang Nga und Krabi ins Visier genommen. Der Gesamtwert der untersuchten Immobilien übersteigt 1,05 Milliarden Baht – das ist kein Pappenstiel!
Zusätzlich hat die Regierung einen sieben Punkte umfassenden Plan zur Wiederherstellung des Vertrauens in Phuket formuliert, der unter anderem die Einrichtung einer spezialisierten Taskforce und eine rigorose Überprüfung von Immobilienprojekten vorsieht. Das Ziel ist klar: Phuket soll von einem sicheren Hafen für illegale Geschäfte befreit werden, um langfristiges Vertrauen und Rechtssicherheit zu gewährleisten. Das ist nötig, denn ohne Transparenz wird die Insel, die als Tor für internationale Besucher und Investoren fungiert, weiterhin in der Kritik stehen.
Die Intensivierung der Maßnahmen gegen illegale Hotels und die Zusammenarbeit verschiedener Behörden zeigen, dass die thailändische Regierung ernsthaft daran arbeitet, die Situation zu verbessern. Aber ob das ausreicht? Das bleibt abzuwarten. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob Phuket tatsächlich einen Neuanfang schafft – oder ob wir weiter mit diesen Problemen leben müssen.
