Gestern, am 17. Mai 2026, kam es in Da Nang, Vietnam, zu einem Vorfall, der nicht nur die Passanten, sondern auch die Online-Community in Aufregung versetzte. Ein ausländischer Mann, der offenbar in einem psychisch instabilen Zustand war, kletterte auf ein geparktes Auto im belebten An Thuong-Touristenbereich. Dabei trat er wiederholt auf das Fahrzeug und schlug darauf ein, bevor er sich darauf legte. Seine unkonventionelle „Performance“ beschädigte sogar den Heckscheibenwischer des Autos. Die Szene wurde gefilmt und verbreitete sich rasend schnell auf vietnamesischen Social-Media-Plattformen, was die Polizei dazu veranlasste, eine Untersuchung einzuleiten (VN Express).

Solche Vorfälle sind in touristischen Hotspots nicht ganz ungewöhnlich. Nur ein paar Wochen zuvor, am 27. April, gab es eine ähnliche Erregung in Da Nang, als ein ausländischer Mann nach einem Verkehrsunfall einen lokalen Autofahrer attackierte. Dieser Vorfall ereignete sich auf der belebten Võ Nguyên Giáp Straße, direkt vor einem Küstenhotel. Nach der Kollision mit einem sieben-sitzigen Auto wurden sowohl der ausländische Fahrer als auch seine Begleiterin ziemlich aufgebracht. Sie traten gegen das Auto und als der Fahrer ausstieg, um zu reden, ging der Mann sofort auf ihn los. Auch hiervon gab es ein Video, das schnell die Runde machte und öffentliche Empörung auslöste. Ein bekannter Backpacker kommentierte das Geschehen mit „Gewalt ist niemals die Antwort“ und der Vorfall verdeutlichte einmal mehr die Wichtigkeit von zivilisiertem Verhalten in einer Stadt, die so viele internationale Touristen anzieht (Vietnam News).

Psychische Gesundheit und soziale Medien

Wenn man sich solche Vorfälle ansieht, fragt man sich, was in den Köpfen dieser Menschen vorgeht. Vielleicht sind sie überwältigt von der ganzen Reiserei oder dem Druck, den sozialen Medien gerecht zu werden. Tatsächlich zeigen viele Berichte, dass insbesondere junge Menschen immer mehr unter dem Druck leiden, den soziale Medien ausüben. Nguyen Thi Mai, eine Studentin, beschreibt, wie ständige Vergleiche mit Freunden und die emotionalen Belastungen durch Online-Plattformen ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Dr. Vu Xuan Nam, ein Psychiater, hat in den letzten Jahren einen Anstieg von Stress, Angstzuständen und Depressionen festgestellt, oft verursacht durch übermäßige Nutzung von sozialen Medien. Das ist schon ein bisschen alarmierend, oder? (Vietnam.vn)

Die Gesellschaft reagiert auf diese Herausforderungen. Initiativen in Schulen und Gemeinschaften versuchen, den jungen Menschen zu helfen, ihre digitale Nutzung zu regulieren und ihre emotionalen Fähigkeiten zu stärken. Manchmal muss man einfach einen Schritt zurücktreten und sich fragen: Wie viel Zeit verbringe ich wirklich online? Und was bringt mir das? Manchmal ist ein bisschen Abstand zu den sozialen Medien genau das, was man braucht, um wieder klarer zu sehen.