Heute ist der 7.05.2026 und in Pattaya gibt es Neuigkeiten, die für viele Ausländer, die in Thailand investieren oder leben, von großer Bedeutung sind. Die thailändischen Behörden haben ihre Bemühungen zur Bekämpfung illegaler Immobilienstrukturen erheblich verstärkt. In einer gemeinsamen Aktion haben 23 Regierungsbehörden ein Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet, das sich gezielt gegen illegale „Nominee“-Arrangements richtet. Dieses MOU kommt in einer Zeit, in der die Überprüfung von ausländischem Eigentum und dessen rechtlicher Basis immer wichtiger wird.

Die neue Initiative zielt darauf ab, die Durchsetzung von Vorschriften zur Herkunft von Geldern und zur Steuereinhaltung zu verschärfen. Dies bedeutet, dass Immobilieninvestoren und Eigentümer nun noch mehr als zuvor auf die rechtlichen Rahmenbedingungen achten müssen. Die Behörden haben sich vorgenommen, herkömmliche Daten-Silos abzubauen und ein umfangreiches Big Data-System zu schaffen, um die Besitzstrukturen besser analysieren zu können. Dabei werden Daten zwischen dem Department of Business Development (DBD) und dem Department of Lands (DOL) synchronisiert, um Unregelmäßigkeiten zu identifizieren.

Risiken illegaler Strukturen

Ein zentrales Augenmerk liegt auf komplexen Nominee-Modellen, die häufig von ausländischen Investoren genutzt werden, um die gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen. Die Verwendung von „Straw Man“ thailändischen Proxies als 51%-Gesellschafter, die finanziell nicht in der Lage sind, an der Unternehmensführung teilzunehmen, steht ganz oben auf der Liste der Ermittlungsziele. Auch die Möglichkeit, durch „Preferred Shares“ übergewichtige Stimmrechte zu erhalten, wird kritisch betrachtet.

Die Konsequenzen für Investoren könnten gravierend sein. Wenn sich herausstellt, dass diese Strukturen illegal sind, drohen nicht nur der Verlust des Eigentums, sondern auch strafrechtliche Verfolgung für sowohl thailändische Proxies als auch ausländische Investoren. In diesem Zusammenhang könnte es zu Geldstrafen, Freiheitsstrafen und einem Einreiseverbot nach Thailand kommen. Es wird also dringend empfohlen, dass Investoren ihre bestehenden Holding-Strukturen einer sorgfältigen rechtlichen Überprüfung unterziehen.

Empfehlungen für ausländische Investoren

Die Zusammenarbeit von 23 Behörden stellt einen klaren Schritt in Richtung einer strikteren Einhaltung der Gesetze dar. Daher sollten sich ausländische Käufer umso mehr mit der Auswahl der richtigen rechtlichen Struktur für ihren Immobilienbesitz auseinandersetzen. Der thailändische Landcode erlaubt Ausländern Landbesitz nur in bestimmten Fällen, etwa im Rahmen bereits bestehender völkerrechtlicher Verträge – von denen es derzeit keinen gibt. Der sicherste Weg für Ausländer, Eigentum zu erwerben, bleibt der Kauf einer Eigentumswohnung (Condominium) im Freehold, sofern die Einheit innerhalb der 49%-Quote für ausländisches Eigentum liegt.

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Für Häuser und Villen empfiehlt sich das eingetragene Erbbaurecht (Superficies) in Kombination mit einem registrierten Gebäudekaufvertrag. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass Erbbaurechte in der Praxis selten gewährt werden. Der Marktstandard sind in der Regel 30 Jahre Pacht plus Gebäudeeigentum. Der Einsatz von thailändischen Limited Companies mit „Nominee“-Gesellschaftern ist illegal und kann zu schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen führen.

Die Sicherstellung der rechtlichen Konformität ist nicht nur eine Frage der Gesetzestreue, sondern auch eine der finanziellen Sicherheit. Vor der Unterzeichnung von Verträgen sollte immer ein unabhängiger, qualifizierter Immobilienanwalt hinzugezogen werden, um die rechtlichen Risiken zu minimieren und die Transaktion zu schützen. Die Due Diligence ist entscheidend, um die eigenen Interessen zu wahren und unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Insgesamt ist es für ausländische Käufer in Thailand von äußerster Wichtigkeit, sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen und die richtigen Schritte einzuleiten. Die thailändischen Behörden sind auf der Hut und es ist besser, auf der sicheren Seite zu sein, als später in Schwierigkeiten zu geraten. Wer in Thailand investieren möchte, sollte gut informiert sein und rechtliche Beratung in Anspruch nehmen, um langfristige Probleme zu vermeiden.