Heute ist der 7.06.2026 und in Pattaya gibt es wieder einmal Anlass zur Sorge. Die kleinen Restaurantbetreiber in Thailand stehen unter immensem finanziellen Druck. Trotz ihrer legalen Betriebsführung und dem bedeutenden Beitrag zur Beschäftigung und den Steuereinnahmen fordern sie von der Regierung eine Erweiterung des Zugangs zum „Thai Chuay Thai Plus 60/40“ Hilfsprogramm. Laut einem offenen Brief, den der Präsident der Thai Restaurant Association, Thiniwan Kulmongkol, an Premierminister Anutin Charnvirakul gerichtet hat, benötigen viele dieser kleinen Restaurants dringend zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen. Es ist nicht zu übersehen, dass die Situation für viele von ihnen kritisch ist.

Die Zahlen sprechen für sich: Restaurants mit täglichen Umsätzen zwischen 10.000 und 30.000 Baht (das macht jährlich 2 bis 5 Millionen Baht) kämpfen ums Überleben. Diese Gastronomiebetriebe beschäftigen in der Regel zwischen fünf und 20 Mitarbeitern und erfüllen alle gesetzlichen Vorgaben wie Mehrwertsteuer und soziale Sicherheit. Gleichzeitig sind die Restaurantumsätze im zweiten Quartal 2026 um durchschnittlich 30-50 Prozent gesunken, während die Kosten für Lebensmittelzutaten um 15-20 Prozent gestiegen sind. Das klingt nicht gut, oder? Viele Besitzer arbeiten sogar mit Verlust, nur um ihre Mitarbeiter zu halten und ihre Geschäfte am Laufen zu halten. Es ist eine wahre Achterbahnfahrt.

Die Herausforderungen der Branche

Die Herausforderungen, mit denen die Restaurantbetreiber konfrontiert sind, sind vielfältig. Neben den sinkenden Umsätzen sehen sie sich steigenden Arbeitskosten und einem Mangel an Arbeitskräften gegenüber. Auch die Nebenkosten, Mieten, Marketingausgaben und Gebühren für Lieferplattformen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Die Thai Restaurant Association hat klargemacht, dass eine Erweiterung der Unterstützung für kleine Restaurants nicht nur entscheidend wäre, um Arbeitsplätze zu erhalten, sondern auch, um den inländischen Konsum anzukurbeln und zur wirtschaftlichen Erholung Thailands beizutragen. Und das ist nötig – die Restaurantbranche in Thailand hat einen Wert von über 700 Milliarden Baht und unterstützt Millionen von Arbeitsplätzen in Bereichen wie Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Transport und im Dienstleistungssektor.

Derzeit müssen Unternehmen einen Jahresumsatz von maximal 1,8 Millionen Baht haben, um für das Thai Chuay Thai Plus Programm qualifiziert zu sein. Die Association schlägt vor, diese Schwelle auf 2 bis 5 Millionen Baht jährlich zu erhöhen, um ein gerechteres System für steuerlich und sozialversicherungsrechtlich operierende Unternehmen zu schaffen. Es ist nicht nur eine Frage des Überlebens für viele, sondern auch eine Frage der Fairness in der Branche.

Ein Lichtblick?

Inmitten dieser Herausforderungen gibt es jedoch auch positive Nachrichten. Thailand hat ein neues Paket von Anreizen zur Förderung von Investitionen in hochwertige und nachhaltige Sektoren der Wirtschaft angekündigt. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen und die Wirtschaftsentwicklung zu stärken. Das thailändische Board of Investment (BOI) hat diese Maßnahmen bereits genehmigt. Die neuen Regelungen sehen unter anderem eine fünfjährige vollständige Steuerbefreiung für Investitionen in Automatisierung, digitale Transformation und Energieeffizienz vor. Zuvor gab es nur eine dreijährige Steuerbefreiung mit einer Obergrenze von 50 Prozent. Das könnte für viele Restaurants eine Möglichkeit sein, sich zu modernisieren und wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Die Regierung arbeitet auch an Maßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen erhöhter US-Zölle, die thailändische Exporteure unter Druck setzen. Gespräche mit den US-Behörden laufen, um mögliche Anpassungen oder Ausnahmen von Zöllen zu erreichen. Außerdem entwickelt das Handelsministerium sektorspezifische Unterstützungsstrategien, besonders für Landwirtschaft und KMU. Die strategischen Ziele des Förderpakets sind ambitioniert: Verbesserung der Nachhaltigkeit, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Förderung fairer Beschäftigungspraktiken. Das klingt nach einem Plan!

Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen rechtzeitig kommen, um die kleinen Restaurants in Pattaya und ganz Thailand zu unterstützen. Eines ist sicher: Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Zukunft dieser wichtigen Branche zu sichern. In dieser Zeit der Unsicherheit ist es unerlässlich, dass die Stimme der Restaurantbetreiber Gehör findet.