Gestern war ein spannender Tag hier in Pattaya! Eine Delegation aus der Provinz Dong Thap in Vietnam, geleitet von Phan Van Thang, reiste an, um sich mit Thailands Modellen der ländlichen Entwicklung auseinanderzusetzen. Der Fokus lag klar auf nachhaltiger, gemeinschaftsbasierter Wirtschaft und klimaresilienten Lebensmodellen. Das Ganze fand im Rahmen eines Erfahrungsaustauschs statt, und die Vorfreude war spürbar – nicht nur bei den Gästen, sondern auch bei den Teilnehmenden aus der thailändischen Wirtschaft, wie Chinoros Benjachavakul von C.P. Vietnam Corporation, der die Delegation begleitete.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Patch’s Garden Khok Nong Na – ein ökologisches Landwirtschaftsmodell, das unter Thailands Royal “Sufficiency Economy” Philosophie entwickelt wurde. Hier wurde gezeigt, wie geschlossene landwirtschaftliche Kreisläufe funktionieren, wie Wasserreservoire angelegt werden und wie man Obst und Gemüse nachhaltig anbaut. Das Ziel? Eine sichere Wasserversorgung und die Diversifizierung der Produktion, um ein nachhaltiges landwirtschaftliches Ökosystem zu schaffen. Die Delegation war begeistert und hob die Integration von Landwirtschaft, Erlebnistourismus und Umweltschutz hervor.

Agrarische Innovationen und Agritourismus

Die Erkundung ging weiter zur Pattaya Distillery Co., Ltd., wo die Delegation mehr über die Verarbeitung und Entwicklung von Produkten aus Zuckerrohr erfuhr. Die Markenstrategien lagen stark im Fokus – lokale Identität und hochwertige, umweltfreundliche Produktion waren die zentralen Themen. Die Delegation zeigte großes Interesse an der Entwicklung von Wertschöpfungsketten und wie diese die lokale Wirtschaft stärken können.

Interessanterweise wird auch der Agritourismus in Thailand immer wichtiger. Eine aktuelle Studie beleuchtet, wie sich dieser Bereich in der Post-COVID-19-Ära verändert hat. Innovative Ansätze und Herausforderungen wurden untersucht, wobei festgestellt wurde, dass Agritourismus sich erfolgreich an veränderte Marktnachfragen angepasst hat. Technologische Integration, wie z.B. in der Präzisionslandwirtschaft, verbessert die Ressourceneffizienz und das Engagement der Besucher. Initiativen wie Reisfeldtourismus und Hochland-Agritourismus zeigen, wie kultureller und ökologischer Reichtum ländlicher Landschaften genutzt werden kann. Für die Delegation aus Dong Thap war dies besonders aufschlussreich, denn die Erkenntnisse könnten wertvoll für ihre eigenen Entwicklungen sein. Mehr dazu kann man in der Studie nachlesen, die sich mit den politischen Implikationen und Herausforderungen in diesem Sektor beschäftigt (Quelle).

Gemeinschaftsbildung und nachhaltige Entwicklung

Ein weiterer wichtiger Stopp war die Community Development Academy, Teil des Thailand Human Resource Development Institute. Hier wird großen Wert auf die Ausbildung von Community Development Officers und nachhaltige ländliche Praktiken gelegt. Programme verbinden Theorie mit Praxis und betonen gemeinschaftsbasiertes Lernen. Das war für die Delegation besonders wertvoll, um die praktischen Werte von Thailands Erfahrungen in der Gemeinschaftsentwicklung und ökologischen Landwirtschaft zu erkennen.

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Besonders interessant war der Besuch des Regional Community Development Learning and Service Centers No. 2. Hier lernen die Teilnehmenden praktische Modelle der wirtschaftlichen Gemeinschaftsentwicklung und wie digitale Werkzeuge effektiv eingesetzt werden können. Die Kombination aus Schulungen und Unterstützung für die Gemeinschaft wurde von der Delegation hoch geschätzt. Sie identifizierten geeignete Modelle, die sich an die spezifischen Bedingungen in Dong Thap anpassen lassen.

Politische Rahmenbedingungen und zukünftige Entwicklungen

Ein zentraler Punkt in der Diskussion war die Rolle der politischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung. Die UNWTO hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie, die die Wechselwirkungen zwischen Tourismus und ländlicher Entwicklung analysiert, betont, wie wichtig es ist, kulturelle und natürliche Werte zu erhalten. Die Herausforderungen, mit denen ländliche Gebiete konfrontiert sind, werden bis 2030 bestehen bleiben, und der Tourismus könnte eine entscheidende Motivation bieten, um in diesen Regionen zu bleiben oder dorthin zu ziehen. Es ist offensichtlich, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern, dem privaten Sektor und lokalen Gemeinschaften notwendig ist, um die Herausforderungen zu bewältigen (Quelle).

Die Reise der Delegation aus Dong Thap war nicht nur eine Gelegenheit zum Lernen, sondern auch ein Schritt in Richtung einer stärkeren Kooperation zwischen Vietnam und Thailand in den Bereichen ländliche Entwicklung und nachhaltige Praktiken. Man darf gespannt sein, welche Initiativen daraus entstehen werden!