Heute ist der 23.06.2026 und in Thailand gibt es mal wieder Schlagzeilen, die einen umhauen. Das Department of Special Investigation (DSI) hat eine umfassende Untersuchung zu einem Netzwerk von „grauem chinesischen Kapital“ ausgeweitet. Hierbei geht es um illegales Krypto-Mining, das dazu verwendet wurde, über 10 Milliarden Baht (ca. 300 Millionen USD) pro Jahr zu waschen. Zugegeben, das klingt schon extrem nach einem Hollywood-Film. Aber die Realität ist oft noch verrückter. Die DSI hat bereits über 6.390 Mining-Rigs beschlagnahmt. Wenn ich an die Menge denke – wow! Das sind nicht einfach nur ein paar Geräte, das ist ein ganzes Arsenal an Hochtechnologie.

Und als ob das nicht genug wäre, schätzt man, dass der Stromdiebstahl von der staatlichen Versorgungsbehörde auf über 953 Millionen Baht (ca. 29 Millionen USD) beziffert wird. Das ist ein echter Brocken! Acht Haftbefehle wurden ausgestellt, davon vier für chinesische Finanzierer und vier für myanmarische Staatsangehörige. Die ganze Sache hat das Potenzial, die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf das Problem des Krypto-gestützten Stromdiebstahls in Südostasien zu lenken. In Malaysia beispielsweise berichtete die staatliche Versorgungsbehörde von etwa 1,1 Milliarden USD an gestohlenem Strom in den letzten fünf Jahren.

Die Dimensionen des Skandals

Die Ermittlungen sind Teil einer breiteren Kampagne, um gegen Krypto-gestützten Stromdiebstahl vorzugehen, und die DSI hat in der Vergangenheit bereits drei Mining-Netzwerke zerschlagen, die von diesem Verbrechen betroffen waren. Immer wieder wird klar, dass das Mining als Deckmantel für die Geldwäsche von Erlösen aus Call-Center-Betrügereien und Online-Glücksspiel diente. Die Kurierdienste zogen täglich zwischen 30 und 50 Millionen Baht (ca. 920.000 bis 1,5 Millionen USD) von thailändischen Banken ab. Das ist nicht einfach nur ein Nebeneffekt, das ist eine regelrechte Maschinerie.

Ein Schlüsselverdächtiger ist Wang Yicheng – ein Name, der bereits in Verbindung mit einem großen digitalen Betrugsfall steht, der von US-Behörden untersucht wird. Dabei wurde über 17,8 Millionen USD (ca. 620 Millionen Baht) an Krypto, die mit Wang in Verbindung stehen, beschlagnahmt. Er wird auch mit einem sogenannten „Pig Butchering“-Betrug in Verbindung gebracht, einer besonders perfiden Betrugsmasche. Die DSI hat zwei Fälle an die Nationale Antikorruptionskommission verwiesen, die auch sieben Beamte der Elektrizitätsbehörde betreffen. Das zeigt, wie tief das Problem verwurzelt ist.

Ein transnationales Problem

In einer weiteren großangelegten Aktion haben thailändische Behörden über 8,6 Millionen USD an Bitcoin-Mining-Ausrüstung beschlagnahmt. Diese Operation gehört zu den größten gegen ein Cybercrime-Netzwerk in Thailand. In Samut Sakhon und Uthai Thani wurden insgesamt 3.642 industrielle Mining-Maschinen in schalldichten, wassergekühlten Containern entdeckt. Die Ermittler vermuten, dass diese Mining-Farmen über 143 Millionen USD an illegalen Geldern für Betrüger-Syndikate, die von Myanmar aus operieren, generiert haben. Es wird sogar berichtet, dass die Behörden in Bangkok Kontakt zu Peking aufgenommen haben, um bei der Verfolgung der Geldströme Unterstützung zu erhalten. Das zeigt, wie global dieses Problem mittlerweile ist.

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Die Kriminalität im Bereich Krypto-Mining ist nicht nur in Thailand ein Thema. Die UN und Interpol schlagen Alarm, da immer mehr Kriminelle Kryptowährungen als Mittel zur Geldwäsche nutzen. Ein U.S. Scam Center Strike Force wurde eingerichtet, um gegen die Betrugsfälle, die mit organisierten Gruppen in China in Verbindung stehen, vorzugehen. Trotz der intensiven Maßnahmen befürchten Experten, dass die Mining-Operationen einfach umziehen könnten, anstatt zu verschwinden. Die Herausforderung besteht darin, die finanziellen Modelle der Syndikate zu zerschlagen, und nicht nur deren Geräte.

Die Entwicklungen in Thailand spiegeln ein größeres, globales Problem wider. In den letzten zwei Jahren sollen laut Berichten mindestens 25 Milliarden Euro an illegalen Geldern in Krypto-Börsen gewaschen worden sein. Betrachtet man die Vielzahl an Betrugsfällen, die durch Krypto-Währungen ermöglicht werden, wird einem schnell klar, dass es sich hier um eine ernsthafte Bedrohung handelt. Die Zentrale zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität hat seit 2017 rund 245 Millionen Euro aus Krypto-Verbrechen sichergestellt. Die Welt der Kryptowährungen wird zunehmend als ein Ort für Geldwäsche und andere kriminelle Aktivitäten genutzt. Wer hätte gedacht, dass die digitale Revolution solche Schattenseiten mit sich bringt?