Die thailändische Regierung hat ambitionierte Pläne für den Ausbau der maritimen Infrastruktur, um den Tourismus zu stärken und die Wirtschaft anzukurbeln. Im Fokus stehen neue Kreuzfahrtterminals in Phuket, Koh Samui und Pattaya. Stellvertretender Verkehrsminister Sannaphet Boonmani hat das Marine Department angewiesen, den Bau der Terminals zu beschleunigen, um der Überlastung der vorhandenen Kapazitäten in Phuket entgegenzuwirken. Koh Samui wurde als Pilotprojekt für diese neuen Terminals ausgewählt und soll noch in diesem Jahr dem Kabinett zur Prüfung vorgelegt werden. Die Bauarbeiten sollen nach Abschluss der Umweltprüfungen im Jahr 2027 beginnen, mit einer vollständigen Inbetriebnahme der Terminals bis 2032. Diese Informationen stammen von Wochenblitz.
Ein besonderer Anleger für Zubringerboote ist in Songkhla geplant, wo große Kreuzfahrtschiffe ankern und Gäste an Land bringen sollen. Für die Machbarkeitsstudie im Jahr 2027 sind 25 Millionen Baht eingeplant. Das Projekt zielt darauf ab, den Tourismus in der historischen Altstadt von Songkhla zu fördern. Darüber hinaus wird in Bangkok an der Entwicklung von 29 modernen Smart Piers für den Wassertransport auf dem Chao Phraya Fluss gearbeitet, von denen 16 bereits fertiggestellt sind. Die Maßnahmen zur Ausbaggerung versandeter Wasserwege sollen dazu beitragen, eine bessere Logistik im Süden und Osten des Landes zu schaffen und neue Investoren anzulocken.
Investitionen in Tiefseehäfen
Die geplanten Investitionen in die Tiefseehäfen sind Teil einer umfassenden Strategie, um den maritimen Tourismus in Thailand zu fördern. Dazu gehört die Entwicklung eines neuen Kreuzfahrtterminals in Koh Samui, das mit einer Gesamtinvestition von 12,172 Milliarden Baht realisiert werden soll. Die Bauzeit ist für 2025 angesetzt, mit einer geplanten Eröffnung im Jahr 2032. Das Projekt wird voraussichtlich Einnahmen von 46 Milliarden Baht über 30 Jahre generieren. Auch die Aufwertung des Phuket Tiefseehafens bis 2024 ist Teil dieser Strategie, um mittelgroße und große Kreuzfahrtschiffe besser bedienen zu können. Zudem wird der Bali Hai Pier in Pattaya City modernisiert, um als Hybrid-Heimathafen zu fungieren, was mit einer Investition von 7,412 Milliarden Baht verbunden ist und dessen Eröffnung für 2031 geplant ist. Diese Details sind in einem Artikel von Thai Times zu finden.
Nachhaltigkeit im Tourismus
Thailand ist ein beliebtes Reiseziel, das vor der Pandemie rund 20% zum Bruttoinlandsprodukt beitrug. Allerdings führte der Massentourismus zu Überfüllung und Umweltschäden, wie etwa in der Maya Bay, die 2018 für Besucher geschlossen wurde. Heute zeigt sich, dass sich die Natur erholt und Meeresschildkröten sowie andere Meeresbewohner zurückkehren. Die thailändische Regierung plant, den Massentourismus zu stoppen und auf nachhaltigen Tourismus umzusteigen. Für 2024 werden 35 Millionen ausländische Touristen erwartet, was eine starke Wiederbelebung der Tourismusindustrie nach der COVID-19-Pandemie signalisiert. Internationale Touristen sollen 964 Milliarden Baht zur Wirtschaft beitragen, während inländische Reisende 504 Milliarden Baht beisteuern. Diese Informationen stammen aus einem Bericht von Thailand Magazin.
Die thailändische Regierung setzt auf nachhaltige Tourismuspraktiken, einschließlich Steuersenkungen und Anreizen für grüne Hotels. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Förderung des Medizin- und Wellnesstourismus, was Thailand zu einem attraktiven Ziel für internationale Besucher macht. Mit verschiedenen Visa-Optionen und der Erleichterung der Einreise durch visumfreie Einreisen soll der Tourismus weiter angekurbelt werden. Insgesamt wird angestrebt, eine starke maritime Infrastruktur zu schaffen, die Thailands Wettbewerbsfähigkeit als globales Reiseziel sichert.