Auf Koh Phangan, einem der beliebtesten Reiseziele Thailands, hat die Polizei kürzlich eine groß angelegte Razzia gegen illegale ausländische Geschäfte durchgeführt. Diese Aktion, die am 13. Mai 2026 begann, war die zweite Phase einer umfassenden Initiative, um gegen ausländische Unternehmen vorzugehen, die gegen thailändisches Recht verstoßen. Dabei wurden 22 Ausländer festgenommen, und über 40 Rai (etwa 15,8 Acres) an Immobilien beschlagnahmt, deren Wert auf mehr als 200 Millionen Baht geschätzt wird. Die Operation wurde mit mehr als 300 Beamten, angeführt von Polizeigeneral Noppasin Poolsawat, durchgeführt und umfasste 36 Durchsuchungen. Ziel war es, sowohl die illegalen Immobilien als auch die Anwaltskanzleien und Buchhaltungsfirmen zu überprüfen, die diese Aktivitäten unterstützen. [Weiterlesen]
Interessanterweise ergaben die Ermittlungen, dass etwa 68% der registrierten Unternehmen auf Koh Phangan und Koh Samui in irgendeiner Form mit ausländischen Investoren verbunden sind. Bei den Razzien wurden 27 Unternehmen in Verbindung mit 37 Grundstücken durchsucht, wobei Verdacht auf eine verdeckte ausländische Kontrolle bestand. Die Behörden haben bereits rechtliche Schritte gegen 12 Firmen eingeleitet, die gegen das thailändische Landrecht verstoßen haben. Premier Anutin Charnvirakul besuchte die Insel, um die lokalen Beschwerden über ausländische Ausbeutung der Ressourcen zu adressieren. [Weiterlesen]
Die Details der Operation
Die zweite Phase der Razzia bestätigte die Befürchtungen der lokalen Bevölkerung, die sich über die zunehmende Konkurrenz durch ausländische Unternehmen sorgten. In den letzten Jahren hat sich das Problem auf Koh Phangan verschärft, und die thailändische Regierung plant, ähnliche Operationen in anderen touristischen Hotspots wie Phuket, Krabi und Pattaya durchzuführen. Bei der letzten Durchsuchung wurden unter anderem 32 Unternehmen identifiziert, die als Strohmänner für ausländische Investoren fungieren. Diese Firmen hielten insgesamt 45 beschlagnahmte Grundstücke, und die Ermittlungen zeigen, dass in einigen Fällen ausländische Anteilseigner größere Anteile als thailändische Partner hielten, was gegen die thailändischen Unternehmensgesetze verstößt. [Weiterlesen]
Ein besonders aufsehenerregender Fall war FB Properties Co Ltd, das unter dem Namen „Yoga House“ tätig war. Hierbei stellte sich heraus, dass ein israelischer Staatsbürger der tatsächliche Eigentümer war, der thailändische Proxies nutzte, um die Gesetze zu umgehen. Das Unternehmen betrieb ein Hotel ohne die erforderlichen Genehmigungen und hielt sich illegal an mehreren wertvollen Grundstücken. Solche Fälle sind nicht nur rechtlich problematisch, sondern werfen auch Fragen über die Integrität lokaler Behörden auf.
Die Berichte über diese Razzien haben das Bewusstsein für illegale ausländische Geschäfte in Thailand geschärft und die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regierungsbehörden deutlich gemacht. Anklagen wegen illegalen Landbesitzes und der Führung ausländischer Geschäfte ohne Genehmigung wurden bereits erhoben, und die Behörden sind entschlossen, die Netzwerke weiter zu durchleuchten. Die Ermittlungen laufen weiterhin, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Enthüllungen ans Licht kommen werden.