Heute ist der 25.06.2026 und ich sitze hier auf der wunderschönen Insel Koh Samui. Die Sonne strahlt, das Meer rauscht – und ich denke an die magische Verbindung zwischen Film und Reisen, die sich in den letzten Jahren so stark entwickelt hat. In einer Welt, in der Filme und Serien nicht nur Unterhaltung bieten, sondern auch unsere nächsten Urlaubsziele beeinflussen, hat der Begriff „set-jetting“ an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Menschen reisen zu den Orten, die sie aus ihren Lieblingsproduktionen kennen. Ein Phänomen, das auch die Hotelbranche nicht unberührt lässt.

Hotels reagieren auf diesen Trend mit kreativen Strategien, um die Gäste zu gewinnen, die von der Leinwand inspiriert sind. Nehmen wir zum Beispiel das Four Seasons Resort Koh Samui. Dieses Hotel war der Hauptdrehort der dritten Staffel von The White Lotus und hat sich dadurch einen Namen gemacht. Es wird jetzt oft als „das echte White Lotus Hotel“ bezeichnet. Die authentische Verbindung zur Serie hat nicht nur ein riesiges Medieninteresse geweckt, sondern auch viele Reisende angelockt, ohne dass das Hotel auf aufwendige Themenangebote zurückgreifen musste.

Die Macht der Filmkulissen

Aber nicht nur prominente Hotels profitieren von diesem Trend. Selbst Unterkünfte, die nicht direkt in Filmen gezeigt werden, können durch die Schaffung von filminspirierten Erlebnissen Gäste anziehen. Ein Beispiel aus Belfast ist das The Merchant Hotel, das Touristen durch maßgeschneiderte Empfehlungen und spezielle Angebote für Game of Thrones-Fans unterstützt. Solche Hotels fungieren als Tore zu den Drehorten und erweitern das Erlebnis der Reisenden.

Ein weiterer Ansatz ist es, die filmische Geschichte eines Hotels über den Dreh hinaus zu erzählen. Das Park Hyatt Tokyo, bekannt aus Lost in Translation, zieht nach wie vor Besucher an, die die Atmosphäre des Films erleben möchten. Diese Verbindung zur Filmwelt ist nicht nur ein Marketingtrick, sondern Teil der Identität des Hotels. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich solche filmischen Erlebnisse über die Zeit hinweg entwickeln können.

Film-Tourismus als Wachstumsmarkt

Die Auswirkungen von Film und Fernsehen auf unsere Reiseentscheidungen sind nicht zu unterschätzen. Laut einem Bericht von Expedia sind zwei Drittel der Reisenden durch Filme und Serien bei ihren Reiseplänen beeinflusst. Das ist eine massive Zahl! Sogar 96% der Amerikaner haben schon einmal Orte besucht, die mit ihren Lieblingsfilmen oder -serien verbunden sind. Das zeigt, wie stark die Verbindung zwischen Unterhaltung und Reisen ist.

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Ein besonders interessantes Beispiel ist das Phänomen Crazy Rich Asians, das 2018 die Besucherzahlen nach Singapur in die Höhe schoss. Die Tourismusbehörde bemerkte, dass der Film die kulturellen und kulinarischen Attraktionen der Stadt in den Vordergrund stellte und ein dreifaches Interesse in den USA auslöste. Solche Erfolge sind keine Seltenheit. Filme und Serien können wahre Tourismusbooster sein.

Aber wie bei allem gibt es auch hier Herausforderungen. Overtourism und Umweltauswirkungen sind leider häufige Begleiterscheinungen des Ansturms auf beliebte Drehorte. Es ist von großer Bedeutung, dass die Destinationen und Hotels nachhaltige Strategien entwickeln, um den Besucherandrang zu steuern und gleichzeitig die Schönheit ihrer Umgebung zu bewahren.

Die Welt des Film-Tourismus ist also ein spannendes, dynamisches Feld. Ein Gebiet, das nicht nur neue Möglichkeiten für Hotels und Reiseziele schafft, sondern auch die Art und Weise verändert, wie wir die Welt um uns herum erleben. Von den Stränden Thailands bis zu den Straßen von Dubrovnik – die Leinwand hat die Macht, unsere Reiselust zu entfachen und neue Abenteuer zu inspirieren. Und wer weiß, vielleicht inspiriert uns der nächste große Blockbuster zu einem unvergesslichen Urlaub?