Kantaphon Wangcharoen verpasst beim BWF Macau Open den Titel und sichert sich den zweiten Platz
Am vergangenen Wochenende fand das BWF Macau Open statt, ein Turnier, das für viele Badmintonspieler von großer Bedeutung ist, nicht zuletzt wegen des stattlichen Preisgeldes von 370.000 US-Dollar, was ungefähr 12,2 Millionen Baht entspricht. Für den thailändischen Spieler Kantaphon Wangcharoen war dieses Event besonders bedeutend, da es seine erste Finalteilnahme seit über neun Jahren war. Leider ging der Traum von der Trophäe nicht in Erfüllung. Er verlor im Endspiel gegen Hu Zhean aus China mit 1:2 Sätzen (21-11, 10-21, 13-21) und musste sich letztendlich mit dem zweiten Platz zufriedengeben.[1]
Kantaphon, der am 18. September 1998 geboren wurde, hat in seiner Karriere schon viel erreicht, darunter eine Bronzemedaille bei den BWF-Weltmeisterschaften 2019, was ihn zum ersten thailändischen Spieler machte, der im Herreneinzel bei Weltmeisterschaften eine Medaille gewinnen konnte. Seine Karriere hatte allerdings auch Rückschläge: So musste er im Jahr 2014 bei den Singapore International aufgrund einer Fußverletzung den Vize-Meistertitel abgeben. Aktuell ist er auf Platz 66 der Weltrangliste gefallen, nachdem er zuvor Höchstplatzierungen bis Rang 12 erreichte.[2]
Ein Blick zurück auf Kantaphons Laufbahn
Mit einer Karrierebilanz von 179 Siegen und 176 Niederlagen ist es klar, dass Kantaphon sowohl Höhen als auch Tiefen erlebt hat. Besonders beeindruckend ist seine Teilnahme am Juniorenteam, das 2014 und 2016 Bronzemedaillen im Mixed-Team-Wettbewerb gewann. In der Zwischenzeit hat er sich auch bei den SEA Games und beim Sudirman Cup, wo das thailändische Team 2019 Bronze holte, ausgezeichnet gezeigt. Sein Talent ist unbestreitbar, auch wenn er in der letzten Zeit einige Herausforderungen überwinden musste.[3]
Die aktuelle Saison ist für ihn nicht einfach gewesen. In den Qualifikationsrunden der Super 300-Turniere musste sich Kantaphon beweisen und hat dabei bewiesen, dass er trotz seiner Rückschläge immer noch im Spiel ist. Sein Auftakt gegen Hu Zhean verlief vielversprechend – er gewann den ersten Satz mit 21-11. Doch dann wendete sich das Blatt. Der Chinese, der auf Platz 48 der Weltrangliste steht, zeigte eine beeindruckende Leistung und sicherte sich in 61 Minuten seinen ersten Titel bei einem Super 300-Turnier.[1]
Das Turnier im Überblick
Neben Kantaphons Finalspiel gab es beim BWF Macau Open auch zahlreiche weitere spannende Begegnungen. Im Damen-Einzel setzte sich Kim Ga-Eun gegen ihre Landsfrau Park Ga-Eun durch und gewann mit 21-16, 21-13. Im Damen-Doppel triumphierten Bao Lijing und Cao Zihan, während das Herren-Doppel von Jin Yong und Lee Jong-Min dominiert wurde. Sie besiegten die viertgesetzten Ali Faathir Rayhan und Devin Artha Wahyudi in einem packenden Match. Im Mixed-Doppel gewannen die topgesetzten Jiang Zhenbang und Wei Yaxin, die damit ihren ersten Titel des Jahres holten, seit dem Arctic Open im letzten Jahr.[1]
Kantaphon hat trotz seiner Niederlage im Finale nicht den Mut verloren. Er hat als Mitglied der thailändischen Nationalmannschaft in der Vergangenheit bewiesen, dass er in der Lage ist, auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Ob er seine Form zurückgewinnen kann und in den kommenden Turnieren wieder brillieren wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Badminton-Welt hat noch nicht das letzte Wort über Kantaphon Wangcharoen gehört. Man darf gespannt sein, wie es für ihn weitergeht.
