Heute ist der 17.07.2026 und ich sitze hier in Hua Hin und denke über die aktuelle Situation in Hat Yai nach. Die Stadt hat in den letzten Monaten eine schwere Zeit durchgemacht. Nach den verheerenden Überschwemmungen vor sechs Monaten, die fast 100 Milliarden Baht an Verlusten verursacht haben, ist das Vertrauen der Investoren schwach. Das berichtet Chalitpong Sirithananonsakun, der Präsident der Hat Yai Business Association. Es ist wirklich frustrierend zu sehen, wie die Regierungshilfen und finanzielle Unterstützung für viele Unternehmen einfach nicht ausreichen. Nur etwa 30-40% der Unternehmen haben Kredite von den Banken erhalten, die von der Thai Credit Guarantee Corporation unterstützt werden. Das ist einfach nicht genug!

Besonders kleinere Unternehmen, wie Baustellenmateriallieferanten und lokale Marktverkäufer, haben es schwer, Unterstützung zu finden. Es ist kaum zu fassen, dass trotz all der Schwierigkeiten, die Hat Yai durchlebt hat, keine neuen großen Investoren in Sicht sind. Stattdessen verlagern bestehende Investoren ihre Anlagen in andere Provinzen wie Chiang Mai, Bangkok und Hua Hin. Da fragt man sich, wie lange das noch so weitergehen kann. Die Investoren sind besorgt über die Risiken von weiteren Überschwemmungen und verlangen mehr Sicherheit in Bezug auf langfristige Überschwemmungsmaßnahmen, bevor sie neues Kapital bereitstellen.

Die Herausforderungen des Versicherungsschutzes

Ein weiteres großes Problem sind die stark reduzierten Versicherungsdeckungsgrenzen. Viele langjährige Kunden erhalten nur noch 10-15% ihrer vorherigen Deckung, während andere sogar nur 5% bekommen. Das ist ein echter Schlag ins Gesicht für die Betroffenen. Die Versicherungsbranche steht unter Druck, da die Flutrisiken steigen und viele Gemeinden einem hohen Anteil an nicht versicherten Verlusten ausgesetzt sind. Laut einer Analyse von Moody’s könnte die landesweite potenzielle nicht versicherte Verlustexposition bis 2050 um 25% steigen. Die Stadt Asheville in den USA hat ähnliche Erfahrungen gemacht, als sie während des Hurrikans Helene schwere Überschwemmungen erlebte. Die Gesamtschäden steigen, aber der Versicherungsschutz bleibt oft nur marginal.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass Hat Yai im Tourismus hinter anderen Provinzen wie Phuket und Surat Thani zurückfällt. Die Stadt ist stark von Besuchern aus Malaysia abhängig, während andere Provinzen mehr europäische und mittlere Osttouristen anziehen. In der benachbarten Provinz Phatthalung hingegen berichten die Verantwortlichen von einem gestärkten Investorenvertrauen durch erfolgreiche Überschwemmungspräventionsmaßnahmen. Bürgermeister Sombat Chanasit von Mae Khri hat bereits Vorbereitungen für die diesjährige Monsunzeit getroffen, und die Versicherer haben die vollständige Überschwemmungsversicherung in der Gemeinde wiederhergestellt. Das könnte ein Modell für Hat Yai sein!

Ein Blick in die Zukunft

Die Situation in Hat Yai ist also angespannt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Die Stadt hat eine starke industrielle und landwirtschaftliche Basis, aber ohne die nötigen Investitionen und den entsprechenden Versicherungsschutz wird es schwierig, sich zu erholen. Die ständigen Überschwemmungsrisiken und die unzureichende Unterstützung machen es für viele Unternehmen fast unmöglich, eine positive Perspektive zu entwickeln. Es wird Zeit, dass die Verantwortlichen Lösungen finden, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und die Stadt wieder auf Kurs zu bringen.

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