In Thailand, genauer gesagt in den nordöstlichen und nördlichen Regionen, gibt es derzeit eine ernstzunehmende Gesundheitskrise. Von Januar bis zum 7. Juli 2023 wurden 2.656 bestätigte Fälle von Leberfuchsinfektionen (Opisthorchiasis) registriert. Die betroffenen Altersgruppen sind vor allem Personen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von älteren Menschen (über 60) und Jugendlichen (15 bis 19). Interessanterweise gab es bisher keine Todesfälle in Verbindung mit dieser Erkrankung, was auf eine gewisse Hoffnung hinweist. Dr. Sailak Phimko, der Direktor des Büros für Krankheitsvorbeugung und Kontrolle Region 9, hat die Dringlichkeit dieses Themas hervorgehoben. Die Daten stammen aus dem digitalen Überwachungssystem der Division für Epidemiologie, das uns ein klares Bild von dieser gesundheitlichen Herausforderung vermittelt. [The Thaiger]

Besonders betroffen ist die Provinz Chaiyaphum, wo die Bedingungen für den Parasiten optimal sind. Neben Chaiyaphum wurden auch in Nakhon Ratchasima bestätigte Fälle verzeichnet. Die Leberfluke ist ein flacher Wurm, der durch den Verzehr von rohem oder ungenügend gegartem Süßwasserfisch übertragen wird. Gerichte wie Koi Pla und Larb Pla, die in der Region beliebt sind, bergen ein hohes Risiko für eine Infektion. Diese Parasiten können bis zu 30 Jahre in den Gallengängen überleben und chronische Entzündungen verursachen. Langfristig erhöht eine unbehandelte Infektion das Risiko für Gallenblasenkrebs. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Abteilung für Krankheitskontrolle, nur gut durchgegartes, sauberes und sicheres Essen zu konsumieren.

Der aktuelle Stand der Infektionen

Verschärft wird die Situation durch die alarmierenden Ergebnisse an den Universitäten in Maha Sarakham. Tausende von Erstsemestern haben positiv auf eine Leberfuchsinfektion getestet – genauer gesagt, 4.233 von 12.733 an der Mahasarakham-Universität, was etwa 33 % entspricht. Auch an der Rajabhat Maha Sarakham Universität wurde ein besorgniserregender Wert von 19 % festgestellt. Diese positiven Tests basieren auf Urin-Antigentests, die eine neuere und schnellere Methode darstellen. Stuhluntersuchungen sind jedoch notwendig, um die Infektion endgültig zu bestätigen. Die durchschnittliche Infektionsrate in der allgemeinen Bevölkerung dieser Provinz liegt bei etwa 11 %.

Um die Verbreitung der Infektion einzudämmen, wurden Gesundheitsinspektionen für alle Somtam-Läden in der Nähe der Universitäten angeordnet. Restaurants, die Pla Ra verwenden, müssen ebenfalls überprüft werden. Das Ergebnis? Einrichtungen, die die Sicherheitsstandards einhalten, erhalten ein Schild, das besagt: „Dieses Restaurant serviert gekochtes und sicheres Pla Ra“. Dr. Jade Boonyawongvirot betont die Dringlichkeit, sicherere Essgewohnheiten zu fördern, da langfristige Folgen wie Gallenblasenkrebs in 15 bis 20 Jahren auftreten könnten. Interessanterweise ist Pla Ra nicht allein für die hohe Infektionsrate verantwortlich, wenn es hygienisch und korrekt fermentiert sowie vor dem Verzehr gekocht wird – das ist ein wichtiges Detail, das nicht vergessen werden sollte. [Bangkok Post]

Die gesundheitlichen Auswirkungen

Leberfluken sind nicht nur ein Problem für die lokale Bevölkerung, sondern auch ein bedeutendes Gesundheitsrisiko in Thailand. Schätzungen zufolge sind über 7 Millionen Menschen im Land mit dem Parasiten Opisthorchis viverrini infiziert. Die Infektion erfolgt hauptsächlich durch den Verzehr von ungenügend gegartem Fisch und ist besonders in ländlichen Gebieten verbreitet. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind gravierend: Die Infektion kann mit verschiedenen benignen hepatobiliären Erkrankungen in Verbindung gebracht werden, darunter Cholangiitis, obstruktive Gelbsucht und Hepatomegalie. Besonders besorgniserregend ist die Assoziation mit Gallenblasenkrebs. Historisch gesehen wurde der erste Fall von Opisthorchiasis 1911 in Chiang Mai dokumentiert, und seitdem haben zahlreiche Studien das Lebenszyklus des Parasiten und seine Verbreitung in der Region untersucht. [PMC]

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Die Situation ist ernst, und es ist wichtig, dass sowohl die Behörden als auch die Bevölkerung zusammenarbeiten, um die Verbreitung dieser gefährlichen Infektion zu stoppen. Während wir hier in Hua Hin lebendigen Genuss aus der thailändischen Küche erleben, ist es wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und sicherzustellen, dass wir nur gut gekochte und hygienisch zubereitete Speisen konsumieren. Die Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen.