Geopolitische Spannungen belasten Hotelbranche: Centara Hotels im Fokus
In einer Zeit, in der Konflikte in der Welt immer mehr Einfluss auf die Reisebranche nehmen, zeigt sich das deutlich bei den Centara Hotels und Resorts. Diese Kette hat kürzlich einen Rückgang von 10% im Revenue per Available Room (RevPAR) für das zweite Quartal im Vergleich zum Vorjahr berichtet, was auf die geopolitischen Spannungen, insbesondere den Krieg im Nahen Osten, zurückzuführen ist. Während Thailand und die Malediven nach wie vor beliebte Reiseziele bleiben, spüren Hotels in Dubai und Japan eine erhebliche Belastung.
Im Vergleich dazu hat das Centara Mirage Beach Resort in Dubai einen dramatischen Rückgang des RevPAR von 61% auf 2,385 Baht erlebt. Die Belegungsrate fiel von 83% auf 44%. Das Hotel, das glücklicherweise physisch unbeschädigt blieb, profitierte dennoch von der Nachfrage nach Staycations während der Feiertage. Auch die japanischen Hotels der Kette leiden, mit einem Rückgang von 46% im RevPAR auf 4,185 Baht und einer Belegungsrate, die von 86% auf 63% gefallen ist – hier hat die langsame Rückkehr chinesischer Touristen aufgrund der Spannungen um Taiwan sicherlich ihren Teil dazu beigetragen.
Die Situation in Thailand und den Malediven
Gleichzeitig gibt es jedoch auch positive Nachrichten aus Thailand, wo die RevPAR der Hotels um 3% auf 2,898 Baht gestiegen ist. Das zeigt, dass trotz der Umwälzungen in der Region, Thailand als Reiseziele weiterhin geschätzt wird. Zum Beispiel hat der Centara Grand Hotel in Osaka einen Rückgang von 20% auf 6,225 Baht verzeichnet, während das Centara Life Namba Hotel Osaka, erst im April eröffnet, sich noch im Aufbau befindet.
In den Malediven sieht es hingegen ganz anders aus. Hier stieg der RevPAR um beeindruckende 69% im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 9,530 Baht mit einer durchschnittlichen Belegungsrate von 53%. Der Zuwachs ist auf bereits bestehende Hotels sowie neue Häuser zurückzuführen, die sich in der Hochlaufphase befinden. Eine positive Entwicklung in einem ansonsten schwierigen Marktumfeld.
Ein Blick auf den UAE-Markt
<pIm Vergleich dazu zeigt der Markt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie dynamisch sich die Branche entwickeln kann. Laut einem Bericht von Knight Frank ist der RevPAR in den VAE bis August 2025 um 11,9% gestiegen, was mit einer durchschnittlichen Belegungsrate von 78,5% einhergeht. In Dubai, wo 55,9% der zukünftigen Hotelzimmer geplant sind, hat die Stadt im letzten Jahr 18,2 Millionen Touristen angezogen und bleibt ein wichtiger Akteur im internationalen Tourismus.
Die Zahlen sind beeindruckend. Dubai hat in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 11,17 Millionen internationale Besucher begrüßt – ein Anstieg von 5,2% im Vergleich zum Vorjahr! Die Stadt plant, bis 2030 ihre Hotelzimmer auf 165,339 zu erhöhen, was auf einen klaren Fokus auf das Luxussegment hinweist. Aber wie steht es um die anderen Märkte in der Region – können sie mit diesem Wachstum mithalten?
Was die Zukunft bringt
Zurück in Deutschland blicken die Hotelmärkte auf ein konsolidiertes Jahr 2025 zurück, mit stabilen, wenn auch leicht schwächeren Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders München bleibt unangefochten an der Spitze, während Berlin mit rückläufigen Preisen zu kämpfen hat, was sich negativ auf die Gesamtperformance auswirkt. Die Frage bleibt: Wird es den Hoteliers gelingen, die Zimmerpreise in den kommenden Jahren zu erhöhen und das Wachstum breiter zu stützen?
Die Entwicklungen im Hotelmarkt, sowohl hier in Thailand als auch in den Malediven und den VAE, zeigen, wie schnell sich die Bedingungen ändern können und wie wichtig es ist, sich an die jeweilige Situation anzupassen. Es bleibt abzuwarten, welche Trends sich in der nächsten Zeit weiter festigen werden.
