Die thailändische Marine hat eine gewichtige Rolle, wenn es um die Überwachung der zwei Meere geht, die Thailand umgeben: den Golf von Thailand und die Andamanensee. Während der Golf von Thailand mit geschäftigen Schifffahrtsrouten und Offshore-Energieinteressen aufwartet, bietet die Andamanensee den Zugang zum Indischen Ozean und stellt eigene strategische Herausforderungen dar. Diese geografische Lage, die oft unterschätzt wird, hebt die Bedeutung der Royal Thai Navy hervor, auch wenn sie möglicherweise nicht immer die Aufmerksamkeit erhält, die sie verdient.

Ein ambitioniertes Ziel der Marine, das in einem Weißbuch von 2023 festgelegt wurde, ist es, bis 2037 auf acht moderne Fregatten aufzustocken – derzeit sind es nur vier. Doch die Realität sieht düster aus: Das Budgetbüro hat beschlossen, die Finanzierung für eine zweite modernisierte Fregatte aus dem vorgeschlagenen Budget 2027 zu streichen. Admiral Pairote Fuangchan, der Oberbefehlshaber der Marine, hat bereits angekündigt, dass dieser Antrag für das Budget 2028 erneut eingereicht werden soll. „Die Fregatten werden weiterhin benötigt“, sagte er am 15. Mai. Die Marine ist sich der finanziellen Einschränkungen bewusst, doch es bleibt die Frage: Wie kann man den operativen Anforderungen gerecht werden, wenn die nötigen Schiffe fehlen? [1]

Dringlichkeit der Beschaffung

Am 16. Mai 2026 wurde klarer denn je, dass die Royal Thai Navy den Plan zur Beschaffung einer zweiten Fregatte vehement verteidigt. Admiral Pairote betont, dass die aktuellen Kampffähigkeiten für maritime Missionen unzureichend sind. Es ist offensichtlich, dass die Marine vor einer großen Herausforderung steht: Ein Mangel an Schiffen könnte die Durchführung ihrer Missionen ernsthaft gefährden. „Wir müssen die Regierung und das Parlament von der Dringlichkeit der Beschaffung überzeugen“, sagte er und hob hervor, dass stärkere Marinekräfte Konflikte verhindern könnten, indem sie potenzielle Gegner abschrecken. Die Navy plant, den Vorschlag im Haushalt 2028 erneut einzureichen, erkennt jedoch die bestehenden Haushaltsbeschränkungen an. [2]

Im Hintergrund gibt es politische Aufmerksamkeit auf das Thema. Ekkarach Udomamnuay, ein Abgeordneter der People’s Party, warnt vor Unsicherheiten auf See, nachdem die Finanzierung für die zweite Fregatte gestrichen wurde. Er betont, dass die Marine angemessen ausgestattet sein muss, um die nationalen Interessen Thailands zu schützen. Die Streichung der Mittel könnte nicht nur die maritime Sicherheit gefährden, sondern auch die Moral des Marinepersonals erheblich beeinträchtigen.

Herausforderungen bei der Flottenerneuerung

Die Situation ist angespannt. Ein Antrag der Marine auf ein Budget von 1,7 Milliarden Baht zur Finanzierung einer neuen Fregatte wurde von einem Sonderausschuss des Repräsentantenhauses abgelehnt. Diese Entscheidung wird als Rückschlag angesehen, denn die Marine sieht die Modernisierung ihrer Flotte als entscheidend für die Wahrung der territorialen Souveränität Thailands an. Der Ausschuss wies den Einspruch der Marine gegen die Kürzung der Mittel für den Fregattenkauf im Haushaltsjahr 2024 zurück. Gleichzeitig wurde ein separater Einspruch der Marine gegen eine Kürzung für den Bau einer neuen Start- und Landebahn am internationalen Flughafen U-Tapao akzeptiert. [3]

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In diesem Kontext plant die Marine, bis 2026 zwei Fregatten außer Dienst zu stellen. Der Gesamtbetrag für den Kauf der neuen Fregatte wird auf etwa 17 Milliarden Baht geschätzt, mit 1,7 Milliarden Baht im ersten Jahr. Die Royal Thai Navy hat eine vielfältige Flotte, die Fregatten, Korvetten, Patrouillenboote und Hilfsschiffe umfasst. Die Flottenerneuerung ist Teil eines umfassenderen Modernisierungsprogramms, das darauf abzielt, die maritime Verteidigungsfähigkeit Thailands zu stärken. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit diese Pläne in Anbetracht der finanziellen Herausforderungen der thailändischen Regierung tatsächlich umgesetzt werden können.