In der Nacht zum Montag, dem 13. Juli 2026, brach in einer beliebten Bar in Bangkok, der Rong Beer Na Lat Phrao, ein verheerendes Feuer aus, das die Stadt in einen Schockzustand versetzte. Während einer Aufführung der thailändischen Indie-Band Thotsakan bemerkte der Bandmanager Ice Athipat Wijarn plötzlich Rauch, der sich hinter dem Keyboarder Kwang ausbreitete. Es wurde schnell klar, dass die Situation gefährlich war. Kwang rief den Gästen zu, sie sollten fliehen, doch die chaotische Szene, die sich entfaltete, war alles andere als geordnet. Ice selbst versuchte verzweifelt, durch den mit Rauch gefüllten Raum zu entkommen, und wurde dabei durch eine Explosion aus der Bar geworfen. Tragischerweise erlebte er die schlimmsten Momente, als er die Leiche seiner Freundin und eines Freundes entdeckte, die in den Flammen ums Leben gekommen waren. Insgesamt bestätigten die Behörden am Montag mindestens 28 Tote und zahlreiche Verletzte, darunter viele, die schwer verletzt wurden. Die Bandmitglieder Kwang, Breeze und Bew starben ebenfalls an ihren Verletzungen, wie der Kollege Patchara Songphatkaew berichtete. Eine detaillierte Schilderung der Ereignisse findet sich auch in einem Artikel von Daily Dispatch.

Der Brand brach um 23:57 Uhr aus – ein Zeitpunkt, an dem die Bar mit über 300 Gästen gut besucht war. Die ersten Ermittlungen deuten auf einen elektrischen Kurzschluss in einer Klimaanlage als Ursache hin. Die Bar war mit vier Notausgängen ausgestattet, doch Berichten zufolge waren einige dieser Ausgänge blockiert, was die Flucht der Gäste erheblich erschwerte. So berichtete der Gouverneur von Bangkok, dass ein Ausgang mit Bierkisten und ein weiterer mit einem Tisch versperrt waren. Das Chaos führte dazu, dass viele Menschen in die hinteren Teile des Gebäudes flohen, wo sich die Küche und die Toiletten befanden. Horrende Zeugenberichte beschreiben, wie einige Opfer in den Toiletten gefunden wurden, während sie versuchten, dem Feuer zu entkommen. Auch die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, da es Berichte gibt, dass Kunden das Lokal nicht verlassen durften, bevor sie ihre Rechnungen beglichen hatten. Dies ist besonders besorgniserregend angesichts der laxen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die in Thailand häufig kritisiert werden. Für weitere Details verweisen wir auf die Berichterstattung in der Straits Times.

Die Reaktion der Behörden

Ministerpräsident Anutin Charnvirakul besuchte den Unglücksort und bestätigte die schockierenden Zahlen von 27 Toten und 63 Verletzten, darunter 22 schwer. Feuerwehrleute benötigten etwa 30 Minuten, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Bar, die sich in einem belebten Teil Nord-Bangkoks nahe dem beliebten Chatuchak-Wochenendmarkt befindet, brannte vollständig aus, und die Rückstände waren verheerend: verkohlte Möbel, verrußte Wände und zerbrochene Fenster. Die Decke des Lokals, die aus schalldämmendem Schaumstoff bestand, könnte zur schnellen Ausbreitung des Feuers beigetragen haben. Anutin kündigte an, dass es keine Nachsicht geben werde, falls gesetzliche Vorschriften verletzt wurden. Die schrecklichen Erinnerungen an ähnliche Feuerkatastrophen, wie das tragische Unglück im Santika Club 2009, wo 67 Menschen starben, sind den Menschen in Bangkok noch lebhaft präsent. Diese Vorfälle werfen einen dunklen Schatten auf die Sicherheitspraktiken in der Nachtleben-Szene der Stadt, die für ihre Lebhaftigkeit und ihren Charme bekannt ist. Eine umfassende Berichterstattung über die Tragödie ist auch in der Süddeutschen Zeitung zu finden.