Entdeckung antiker indischer Goldringe in Phetchaburi belegt Handelsbeziehungen zur Antike
In der Provinz Phetchaburi, ganz in der Nähe von Hua Hin, hat ein Team thailändischer Archäologen zwei beeindruckende indische Goldringe entdeckt. Diese Ringe, die auf ein Alter von etwa 1.900 bis 2.100 Jahren geschätzt werden, wurden während der Ausgrabungen am Don Yai Thong-Standort im Ban Lat Bezirk gefunden. Man könnte sagen, sie sind nicht einfach nur Schmuck, sondern kleine Zeitzeugen einer alten Handelskultur. Während die Archäologen durch die Überreste menschlicher Skelette und andere Artefakte sifteten, kamen diese beiden Ringe ans Licht, die viel über die Verbindungen zwischen Indien und Südostasien verraten können.
Der erste Ring ist besonders bemerkenswert, da er mit einer Inschrift in alter indischer Schrift, vermutlich in Brahmi, versehen ist. Diese Inschrift könnte als Siegelring verwendet worden sein und lässt darauf schließen, dass der Träger zur Kaufmannskaste in Indien gehörte. Der zweite Ring ist schlicht und ungeschmückt, aber dennoch ein faszinierendes Relikt. Die Funde wurden im Phra Nakhon Khiri Museum in der Provinz Ratchaburi zur sicheren Aufbewahrung übergeben, während die Archäologen die Ringe weiter untersuchen. Diese Entdeckung könnte auch die Handelsrouten und den kulturellen Austausch in der Region während der Antike beleuchten. Mehr dazu könnt ihr in diesem Artikel nachlesen (AA News).
Die Bergungsarbeiten
Die Ausgrabungen sind nicht nur spannend, sondern auch herausfordernd. Die Arbeiten wurden am 2. Juli angeordnet, nachdem die Stätte durch Grundwasser, Salinität und die feuchten Bedingungen während der Regenzeit in Gefahr geriet. Diese Umstände könnten die Zersetzung der Skelette beschleunigen und Bronzeartefakte korrodieren lassen, was die Dringlichkeit der Bergung erklärt. Archäologen haben bereits mit dem vorsichtigen Ausheben der Skelette begonnen. Interessanterweise wurde ein Kinder-Skelett in einem fragilen Zustand gefunden, das mit einem großen bronzenen Gefäß in der Mitte des Körpers beigesetzt war. Das klingt nach einer Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden!
Die Skelettreste werden auf zwei Arten geborgen: Einige werden Stück für Stück erfasst, während andere mit dem umgebenden Erdblock angehoben werden, um ihren Zustand zu bewahren. Das Ganze könnte bis zu einem Monat in Anspruch nehmen. In dieser Zeit wird die Öffentlichkeit über die Funde informiert, bevor diese für Forschungs- und Konservierungsmaßnahmen in Labore transportiert werden. Ein spannender Prozess, der uns in die Vergangenheit mit all ihren Geheimnissen zurückführt (Hua Hin Today).
Einblicke in die Handelsgeschichte
Die Entdeckung dieser Ringe gibt uns nicht nur Aufschluss über das Leben der Menschen vor 2.000 Jahren, sondern öffnet auch Fenster zu den frühen globalen Handelsbeziehungen der Region. Dr. Uthen Wongsathit von der Fakultät für Archäologie der Silpakorn Universität hat die Inschrift als „Pusarakitasa“ identifiziert, was „gehört zu Pusarakita“ bedeutet. Es wird vermutet, dass der Name sich auf eine Person bezieht, die durch das Pushya-Mondhaus oder den Stern geschützt ist – das klingt fast schon mystisch, oder? Diese Verbindung zur Vaishya-Kaste, die oft mit Händlern assoziiert wird, könnte darauf hindeuten, dass es bereits in der Antike florierende Handelskontakte zwischen Indien und dem heutigen Thailand gab.
Ähnliche Artefakte mit Brahmi-Schrift wurden bereits an anderen Fundstätten in Thailand entdeckt, darunter Khlong Thom in Krabi und Khao Sam Kaeo in Chumphon. Die beiden Goldringe tragen dazu bei, das Bild einer lebendigen Handelsgeschichte zu vervollständigen und zeigen, wie weitreichend die Kontakte damals waren. Wer hätte gedacht, dass solch kleine Objekte so bedeutend sein können? Die Ringe sind nun im Museum Phra Nakhon Khiri ausgestellt, wo sie darauf warten, entdeckt zu werden. Hier kann jeder einen Blick auf die Spuren der Vergangenheit werfen und sich von der Geschichte mitreißen lassen (Schönes Thailand).
