Heute ist der 30.05.2026, und hier am Songkhla-See in Thailand spürt man die Herausforderungen der traditionellen Fischerei hautnah. Die Fischer, die hier mit ihren beeindruckenden Yo Yak Liftnetzen arbeiten, sehen sich einer besorgniserregenden Realität gegenüber. Immer weniger Luk Bre-Fische schwimmen in den Gewässern, und das liegt nicht nur am natürlichen Rückgang der Bestände. Umweltverschmutzung spielt eine entscheidende Rolle, die die Lebensräume dieser Fische bedroht. Jampen, eine einheimische Fischerin, kümmert sich nicht nur um ihre Yo Yak, sondern auch um ihre Enkelkinder, während sie versucht, die Tradition am Leben zu halten. Wie lange noch, bis diese einzigartigen Netze nur noch Erinnerungen sind?

Die Dorfbewohner sind sich der Situation bewusst und arbeiten nun eng mit Forschern zusammen. Das Projekt „Searching for Luk Bre“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Lebenszyklus und die Migrationsmuster dieser Fische zu erforschen und gleichzeitig innovative Verarbeitungsmethoden zu entwickeln. Ein Team von 35 freiwilligen Fischern beschäftigt sich mit dem Bau von Fischunterkünften, die als Lebensraum und Aufzuchtgebiete für Jungfische dienen sollen. Studien zeigen alarmierend, dass die Fischdichte in den letzten Jahren signifikant gesunken ist. Mit GIS-Kartierung werden die Daten dokumentiert, und die Hoffnung ist, dass diese Forschung die Aufmerksamkeit der Regierungsbehörden auf das Management des Sees lenkt, denn die lokalen Gemeinschaften können die Probleme nicht alleine bewältigen. Der Rückgang der Fische hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernährung, sondern auch auf den Tourismus und das Einkommen der Fischerfamilien.

Gemeinsam für eine bessere Zukunft

Im Jahr 2025 wurde das „Artificial Fish Home“-Projekt ins Leben gerufen, das von einem Netzwerk von 40 Naturschutzgruppen in Zusammenarbeit mit der Songkhla Petroleum Development Support Base von PTTEP unterstützt wird. Ziel ist es, die marinen natürlichen Ressourcen wiederherzustellen und die Lebensbedingungen der Gemeinden am Songkhla-See zu verbessern. Mr. Nopporn Nilphong, Präsident der Community Fisheries Aquatic Animal Bank, berichtet von über 1.200 engagierten Dorfbewohnern und Kleinbauern, die aktiv daran mitarbeiten. Diese Gruppen bauen Fischhäuser im See und setzen Naturschutzgrenzen, was den Lebensraum für viele aquatische Arten sichert.

Die Fortschritte sind beeindruckend: Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Fischhäuser errichtet, und mehr als 7 Milliarden Baby-Blaue Krabben sowie über 14 Millionen Riesenflussgarnelen wurden in die Gewässer entlassen. Über 27 Quadratkilometer Naturschutzgebiete wurden in neun Distrikten eingerichtet, was etwa 500.000 Menschen zugutekommt. Die Zusammenarbeit hat nicht nur den Stolz, sondern auch die Gemeinschaftsbindung gestärkt. Fischer berichten von einer Verdopplung ihrer Fänge, seit die Programme ins Leben gerufen wurden. Die wirtschaftliche Sicherheit und die Lebensqualität der Fischerfamilien haben sich durch die Freisetzung der juvenilen Arten erheblich verbessert.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Natürlich sind die Herausforderungen noch lange nicht überwunden. Die Rückkehr zu den alten Fangmethoden und der Erhalt der Yo Yak-Strukturen sind noch immer in Gefahr. Früher konnten Fischer hier 4.000 bis 5.000 Baht pro Tag verdienen, jetzt gibt es kaum Einnahmen, und viele Kinder ziehen es vor, in Bangkok zu arbeiten, um ein besseres Leben zu führen. Doch die Hoffnung bleibt, dass die Familien wieder zusammenkommen und die Fischbestände zurückkehren, um die Nutzung der Yo Yak zu fördern. Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinschaften und den Behörden könnte der Schlüssel zu einer nachhaltigen Lösung sein, die sowohl die Umwelt als auch die Lebensbedingungen der Fischer verbessert.

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Wie sich die Situation weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Der Songkhla-See ist nicht nur ein Lebensraum für viele Arten, sondern auch das Herzstück einer Gemeinschaft, die um ihre Traditionen und ihre Zukunft kämpft. Wir sind gespannt, ob die gemeinsamen Anstrengungen der Dorfbewohner und Naturschutzgruppen Früchte tragen werden und die einzigartigen Yo Yak Liftnetze eines Tages wieder in voller Pracht erstrahlen können. Man kann nur hoffen, dass die Geschichten, die der See zu erzählen hat, nicht in Vergessenheit geraten.