Wenn man an Thailand denkt, kommen einem sofort Bilder von tropischen Stränden und bunten Märkten in den Sinn. Doch die wahre Magie entfaltet sich oft in den Städten, und ganz besonders in Chiang Mai. Hier findet jährlich im November das Yi Peng Festival statt, eines der schönsten und faszinierendsten Feste des Landes. Fotografen aus aller Welt zieht es hierher, und das nicht ohne Grund. Das Festival ist ein wahres Spektakel, das mit den glühenden Laternen über dem Himmel die Nacht erhellt. Die genauen Daten werden zwar erst kurz vor dem Event bekannt gegeben, doch die Vorfreude ist unübersehbar.

Das Yi Peng Festival fällt zusammen mit dem Loy Krathong Festival, bei dem Laternen in Körben auf Wasser gesetzt werden. Am südlichen Eingang des Stadtgrabens in Chiang Mai wird die Atmosphäre von festlicher Aufregung durchzogen. Die Stadt ist während dieser Zeit überfüllt, und die Tempel sind ein beliebter Anziehungspunkt. Viele Touristen nehmen an einem kostenpflichtigen Event für 100 USD teil, während die Einheimischen eine authentische, kostenlose Erfahrung eine Woche vorher genießen können. Wer die Stadt im November besucht, wird von der Wärme und dem Nebel empfangen – ein Kontrast zu den kühlen Nächten, die die Region normalerweise bietet.

Ein unvergessliches Erlebnis

Die Feierlichkeiten beginnen schon am Abend vor dem Yi Peng. Einheimische kommen zusammen, um Feuerwerke zu zünden und Laternen mit ihren Neujahrswünschen in den Himmel zu entlassen. Die größte Feier findet an der Maejo Universität nördlich von Chiang Mai statt, wo sich die Menschen um 16:30 Uhr versammeln, obwohl viele bereits viel früher dort sind. Stände mit Essen und Laternen ziehen die Besucher an, und die Vorfreude ist mit Händen zu greifen. Jedoch ist Vorsicht geboten: Einige Laternen werden am Eingang konfisziert, und das Fotografieren der Laternenfreigabe ist aufgrund der rasch wechselnden Lichtverhältnisse eine echte Herausforderung.

Die Autoren einer Reiseblogger-Seite, die schon lange vom Chiang Mai Lantern Festival träumten, schilderten ihre Erfahrungen als Reise-Fotografen mit hohen Erwartungen. Obgleich sie viele Blogbeiträge gelesen hatten, die besagten, dass kein Ticket erforderlich sei, fanden sie sich schließlich inmitten einer Menschenmenge am Tha Phae Gate wieder. Zunächst war die Atmosphäre aufregend, mit bunten Lichtern und Musik, doch der Weg zum Fluss wurde zunehmend chaotisch. Menschen zündeten Laternen auf den Straßen ohne festgelegte Startbereiche, und einige wussten nicht einmal, wie man die Laternen richtig verwendet. Es war ein Bild des Durcheinanders, Laternen fielen aus dem Himmel, landeten in Bäumen und an Stromleitungen, was durchaus besorgniserregend war.

Die Magie der Laternen

Die Autoren erlebten auch die Zeremonie der buddhistischen Mönche, die Kerzen vor den Tempeln anzündeten – ein wahrhaft bedeutungsvoller Moment. Sie schrieben ihre Wünsche auf kleine Laternen, die von einem Mönch angezündet wurden. Diese Erfahrung war für sie etwas ganz Besonderes, auch wenn die Umgebung von Feuerwerk und explodierenden Knallern geprägt war. Besorgt über mögliche Schäden durch die Laternen an der Natur fühlten sie sich dennoch in der Aufregung der Menge mitgerissen. Die Einheimischen verkauften die Laternen, und alle schienen in diesem Spektakel mitzumachen.

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Ein Tipp für alle, die das Yi Peng Festival besuchen möchten: Bucht eure Unterkunft frühzeitig! Die Nachfrage ist während des Festivals enorm. Wer es etwas ruhiger mag, sollte Orte wie Wat Chai Mongkhon aufsuchen. Und denkt daran, Laternen sind nicht einfach zu fotografieren – der kontinuierliche Modus und manuelle Kameraeinstellungen sind hier Gold wert.

Für mehr Informationen über das Loy Krathong Festival in Chiang Mai, könnt ihr einen Blick auf diesen Link werfen. Die Atmosphäre in Chiang Mai während dieser Zeit ist einzigartig und ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte.