In Christchurch, der zweitgrößten Stadt Neuseelands, gibt es eine faszinierende Möglichkeit, die Maori-Kultur hautnah zu erleben. Der Avon River, auch bekannt als Otakaro, spielt dabei eine zentrale Rolle. Hier wird das Paddeln in einer traditionellen Waka, also einer Maori-Kanoe, zu einem unvergesslichen Erlebnis. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, an einer solchen Waka-Erfahrung teilzunehmen, und muss sagen, es war einfach nur geil!

Die Waka-Tour wird von den charmanten und kompetenten Guides Zodie Ridland und dem Kapitän Louchous Cruickshanks geleitet. Man sitzt in der Waka, während die Paddeltechnik aus dem Paddeln und einem leichten Klopfen an die Seite der Waka besteht. Das ganze Erlebnis ist durchzogen von der Maori-Sprache Te Reo Maori, die eine der drei offiziellen Sprachen Neuseelands ist. Ein besonders einprägsamer Moment war, als wir lernten, auf Anweisungen mit „ka pai“ zu reagieren – ein Begriff, der „gut“ bedeutet. Die Waka selbst ist aus massivem Holz gefertigt und hat sogar Rugbyspieler getestet, die nicht in der Lage waren, sie zum Kentern zu bringen. Das spricht für die Stabilität und die Tradition des Handwerks!

Ein Blick in die Maori-Kultur

Über 160 Jahre nach ihrer letzten Nutzung sind Waka wieder auf dem Ōtākaro Avon River zu sehen. Diese geführten Māori-Kultur-Erlebnisse sind eine tolle Gelegenheit, die Geschichten von Christchurch und der Region zu entdecken. Besucher können in einer handgefertigten Waka paddeln und lernen, wie wichtig diese Boote im frühen Māori-Leben waren. Während der Tour werden auch Geschichten über Ngāi Tahu erzählt, die die Bedeutung des Flusses als mahinga kai (Nahrungsquelle) erläutern. Abfahrten erfolgen direkt von der 794 Colombo Street, gegenüber dem beeindruckenden Victoria Square im Zentrum von Christchurch. Wer sich für die Maori-Kultur interessiert, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen! Quelle.

Die Stadt Christchurch, in der Maori die Sprache unter dem Namen Ōtautahi verwenden, hat eine reiche Maori-Historie, die eng mit dem iwi Ngāi Tahu verbunden ist. Diese Gruppe wurde nach der Einverleibung früherer iwi wie Waitaha und Kāti Māmoe zur dominanten Maori-Gemeinschaft in der Canterbury-Region. Vor der Ankunft europäischer Siedler lebten die Ngāi Tahu in einer blühenden Gesellschaft, die die lokalen Flüsse und Küstenlinien intensiv für ihre Ressourcen nutzte. Es ist faszinierend zu sehen, wie tief die Wurzeln der Maori in dieser Region verankert sind und wie sie die natürliche Umgebung bis heute nutzen.

Die frühen Siedlungen der Maori in Canterbury begannen mit den Waitaha, gefolgt von den Kāti Māmoe und später den Ngāi Tahu, die im 18. Jahrhundert von der Nordinsel kamen. Ihre Siedlungen lagen entlang der Flüsse und Feuchtgebiete, insbesondere rund um den Avon River (Ōtākaro). Whakapapa, also die Genealogie, war für die Ngāi Tahu zentral, um ihre kulturelle Identität und Verbindung zum Land zu bewahren. Diese Traditionen und die Verbindung zur Natur sind auch heute noch von großer Bedeutung für die Maori-Gemeinschaft.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Leider brachte die Ankunft der europäischen Siedler im 19. Jahrhundert nicht nur Handel, sondern auch Spannungen mit sich. Der Kemp’s Deed von 1848 führte dazu, dass Ngāi Tahu etwa 20 Millionen Acres Land an die britische Krone abgeben musste. Die unvollendeten Versprechen der Entschädigung und Landreservate hatten weitreichende Folgen für die Gemeinschaft. Trotz dieser Herausforderungen haben sich die Ngāi Tahu weiterhin bemüht, ihre Kultur und Traditionen zu bewahren, und ihre Anstrengungen haben zur Wiederbelebung vieler ihrer Bräuche und Geschichten geführt.

Heute sind bedeutende Maori-Kulturstätten in Christchurch wie der Ōtākaro (Avon River), Rāpaki Marae und Rehua Marae wichtige Orte, die die kulturelle Identität der Ngāi Tahu fördern. Durch Bildungsinitiativen und kulturelle Veranstaltungen wird sicherstellt, dass die Maori-Kultur lebendig bleibt und Teil des modernen Christchurch ist. Die Waka-Erfahrung auf dem Avon River ist ein wunderbarer Weg, um nicht nur das Paddeln zu lernen, sondern auch einen tiefen Einblick in die reiche Geschichte und Tradition der Maori zu bekommen. Ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst! Quelle.