In Chiang Mai, der malerischen Stadt im Norden Thailands, hat sich in den letzten Jahren viel getan – insbesondere im Hinblick auf die Cannabis-Gesetzgebung. Am 26. Juni 2025 wurde die Gesetzeslage grundlegend geändert. Von einem weitgehend freien Markt, der Cannabis fast für jeden zugänglich machte, hat Thailand nun einen medizinischen Rahmen geschaffen, der den Erwerb von Cannabis auf autorisierte Verschreibungen beschränkt. Rund 18.000 Cannabisgeschäfte in ganz Thailand stehen vor der Herausforderung, die neuen Anforderungen für die medizinische Nutzung zu erfüllen. Das bedeutet für viele: Anpassung oder Schließung!

Wer in Chiang Mai Cannabis erwerben möchte, benötigt eine PT33-Verschreibung von einem lizenzierten thailändischen Arzt. Das ist nicht nur ein einfacher Zettel – die Verschreibung ist maximal 30 Tage gültig. Für jeden weiteren Kauf muss eine neue Verschreibung her. Das Mindestalter für den Kauf beträgt 20 Jahre, und ein gültiger Reisepass oder thailändischer Ausweis ist Pflicht. Wer die Regeln nicht beachtet, riskiert Strafen von bis zu 1 Jahr Haft oder Geldbußen, die bei bis zu 20.000 Baht liegen können. Der Konsum ist nur in privaten Räumen oder in speziellen Bereichen von cannabisfreundlichen Unterkünften erlaubt, was den öffentlichen Genuss stark einschränkt.

Cannabis in Chiang Mai: Ein Blick auf die Dispensaries

Die beliebtesten Stadtteile für Cannabisgeschäfte in Chiang Mai sind das Old City / Chiang Mai Gate Area, der Nimman / Si Phum District und der Mae Rim District. Hier findet man eine Vielzahl von Dispensaries, die alles von Blüten über Edibles bis hin zu Ölen und Tinkturen anbieten. Doch bevor man einfach loszieht und kauft, ist es ratsam, die aktuellen Betriebsberechtigungen der Geschäfte zu überprüfen. Viele Shops sind auf medizinische Anwendungen spezialisiert und müssen strenge Auflagen erfüllen.

Die Preise für Cannabis variieren zwischen 200 und 700 Baht pro Gramm, abhängig von der Qualität und dem Standort des Geschäfts. Zudem ist eine Barzahlung in thailändischen Baht die Regel, wobei Geldautomaten in der Stadt weit verbreitet sind. Es empfiehlt sich auch, nach Analysezertifikaten zu fragen, um sicherzugehen, dass der THC- und CBD-Gehalt klar gekennzeichnet ist. Verantwortungsbewusster Konsum wird empfohlen – schließlich soll das Ganze ja auch Spaß machen und nicht zu Problemen führen!

Die rechtlichen Rahmenbedingungen und ihre Herausforderungen

Die neuen Regelungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Käufer, sondern auch auf die Betreiber der Dispensaries. Diese müssen ihre Lizenzen bis Ende 2025 erneuern und unterliegen dem Protection and Promotion of Thai Traditional Medicine Wisdom Act. Das bedeutet, dass sie monatliche Berichte über ihre Cannabisprodukte einreichen müssen und nur lizenzierten Fachleuten das Ausstellen von Verschreibungen erlaubt ist. Freizeitkonsum ist zwar nicht ausdrücklich verboten, aber durch die strengen Vorschriften stark eingeschränkt.

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Die Regierung hat in den letzten Monaten auch Maßnahmen gegen den illegalen Handel ergriffen. Über 800 Schmuggler wurden zwischen Oktober 2024 und März 2025 festgenommen, und es wurden neun Tonnen Cannabis beschlagnahmt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Missbrauch von Cannabis zu eindämmen und die medizinische Versorgung zu stärken. Produkte mit weniger als 0,2 % THC, wie etwa CBD-Öle, bleiben ohne Rezept legal, was eine interessante Alternative für viele darstellt.

Wer also in Chiang Mai auf der Suche nach Cannabis ist, sollte gut informiert und vorbereitet sein. Die Regeln sind klar, und ein respektvoller Umgang mit der neuen Gesetzgebung ist unerlässlich. Ob für medizinische Zwecke oder die gelegentliche Entspannung – hier gibt es einiges zu entdecken, aber auch zu beachten. Und die Reise durch die Welt des Cannabis in Thailand bleibt spannend, das kann ich euch versichern!