A Collection Deep Survey im MAIIAM Contemporary Art Museum
In Chiang Mai, wo die Berge den Himmel berühren und die Luft erfüllt ist von Düften exotischer Gewürze, öffnete das MAIIAM Contemporary Art Museum seine Türen zu einer aufregenden neuen Ausstellung. Die Schau trägt den Titel „A Collection Deep Survey“ und wird bis zum 21. Juli 2027 zu sehen sein. Hier wird Schwarz in seiner ganzen Vielfalt thematisiert – als sich verändernder Zustand, der in unterschiedlichen Kontexten interpretiert wird. Mehr als 39 thailändische und internationale Künstler sind vertreten, und die Kunstformen reichen von Malerei über Skulptur bis hin zu bewegten Bildern und Installationen. Die persönliche Sammlung von Jean-Michel Beurdeley, einem der Mitbegründer des Museums, spielt hierbei eine zentrale Rolle. Es ist beeindruckend zu sehen, dass einige Werke über fünfzig Jahre alt sind und andere seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich gezeigt wurden. (Quelle)
Die Ausstellung findet in Ton Pao, San Kamphaeng statt – ein Ort, der sich hervorragend für eine solche Zusammenkunft von Kunst und Kultur eignet. Geöffnet ist das Museum von Mittwoch bis Montag, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr. Das Besondere an dieser Ausstellung ist die Möglichkeit, die Werke auf unterschiedliche Weise zu interpretieren. Schwarz wird hier nicht als feste Größe, sondern als ein dynamisches Element dargestellt. Es ist die Dichte, die Gewichtslosigkeit, die Struktur und die Atmosphäre, die Schwarz umgeben – ein faszinierendes Thema, das zum Nachdenken anregt.
Die Vision des Gründers
Jean-Michel Beurdeley, ein gebürtiger Pariser, hat eine interessante Geschichte. Nach seinem Umzug nach Bangkok im Jahr 1998 begann er, sich intensiv mit der thailändischen Kunstszene zu beschäftigen. Zusammen mit seinem Sohn Eric Bunnag Booth gründete er das MAIIAM Contemporary Art Museum, das im letzten Jahr eröffnet wurde. Beurdeley ist nicht nur ein Sammler, sondern auch ein leidenschaftlicher Förderer der zeitgenössischen Kunst in Thailand. Seine Sammlung, die Werke von über einem Dutzend führender thailändischer Künstler umfasst, zeigt, wie sich die Kunstszene hier entwickelt hat. Er sieht die letzten Jahre als einen enormen Aufschwung für die thailändische Kunst an, mit immer mehr neuen Galerien und einer wachsenden internationalen Präsenz thailändischer Künstler. (Quelle)
Beurdeleys Liebe zur Kunst wurde von seinem Vater, einem Experten für asiatische Antiquitäten, geprägt. Er betont, dass das Sammeln von Kunst für ihn ein Familienerlebnis ist, bei dem Emotion und Intuition eine entscheidende Rolle spielen. Die Eröffnung des MAIIAM ist für ihn ein Meilenstein, vergleichbar mit der Eröffnung seiner ersten Galerie in Paris 1965. Er hofft, dass das Museum in den kommenden Jahren als Pionier in der Region anerkannt wird und viele künstlerische Aktivitäten anzieht.
Ein Blick auf die Kunstszene in Thailand
Die Bedeutung von MAIIAM wird noch deutlicher, wenn man die Entwicklung anderer Kunstinstitutionen in Thailand betrachtet. Das Museum of Contemporary Art (MOCA) in Bangkok, eines der führenden Museen des Landes, widmet sich ebenfalls der modernen und zeitgenössischen thailändischen Kunst. Gegründet 2012 von dem Unternehmer Boonchai Bencharongkul, ist es ein Ort, der die Privatsammlung des Gründers zeigt und mehr als 800 Werke umfasst. Es stellt die künstlerische Vielfalt Thailands dar, inklusive bedeutender Künstler wie Thawan Duchanee und Chalermchai Kositpipat. (Quelle)
Zusammengefasst zeigt sich, dass Thailand eine lebendige Kunstszene hat, die durch private Initiativen wie MAIIAM und MOCA geprägt wird. Der Dialog zwischen Antiquitäten und moderner Kunst, den Beurdeley so schätzt, ist in diesem Kontext von großer Bedeutung. Die Hoffnung, dass thailändische Künstler bald auf einer noch größeren internationalen Bühne glänzen werden, ist greifbar und ansteckend.
