Heute ist der 13.05.2026 und ich sitze hier in Bangkok, wo die Sonne gerade über den schimmernden Hochhäusern aufgeht und die Stadt langsam zum Leben erwacht. In den letzten Tagen hat sich hier einiges getan, besonders im Bereich der Aquakultur. Der Aquaculture Stewardship Council (ASC) intensiviert seine Bemühungen, um die Produzenten in Asien auf die neuen Farm- und Fütterungsstandards vorzubereiten. In Workshops, die kürzlich in Bangkok und Tokio stattfanden, wurde über die Anwendung dieser aktualisierten Anforderungen in den vielfältigen aquakulturellen Märkten Asiens diskutiert. Dabei waren über 150 Teilnehmer in Bangkok und rund 40 in Tokio anwesend. So viele Menschen, die sich für die Zukunft der Aquakultur interessieren – das ist wirklich beeindruckend!
Die Veränderungen in diesem Bereich sind spürbar. Die geplanten neuen Standards könnten die Branche nachhaltig beeinflussen. Solche Initiativen sind notwendig, denn die Nachfrage nach nachhaltigen Meeresfrüchten wächst nicht nur hier in Thailand, sondern weltweit. Währenddessen gibt es auch andere interessante Entwicklungen. Zum Beispiel zeigen die aktuellen Importdaten der USA für gefrorene Mahi-Mahi-Fische einen Anstieg um 43,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Das entspricht 18,5 Millionen Pfund! Wer hätte gedacht, dass diese Fische so beliebt sind?
Fischerei und Herausforderungen
Doch nicht alles läuft reibungslos in der Fischerei. In Alaska sieht es für die Lachsbestände nicht gut aus. Die Rückkehrzahlen für Sockeye- und Königslachs im Karluk River sind so niedrig, dass die Fischerei dort vom 1. Juni bis 5. Juli 2026 geschlossen werden muss. Solche Entscheidungen sind hart, aber notwendig, um die Bestände zu schützen. Gleichzeitig kämpft die chilenische Muschelindustrie mit Lieferkettenproblemen und Rohstoffengpässen – eine echte Herausforderung für die Produzenten dort.
Während wir hier über diese Themen sprechen, gibt es auch erfreuliche Nachrichten. Mexiko hat seine Zertifizierung für den Export von Garnelen in die USA erneuert und dabei die Standards zur Vermeidung von Beifang bei Meeresschildkröten erfüllt. Das zeigt, dass auch Länder, die oft in der Kritik stehen, Fortschritte machen können.
Ein Blick auf die Zukunft
Ein weiterer spannender Aspekt, der hier in Asien immer mehr Beachtung findet, ist die Aquakulturentwicklung auf den US Virgin Islands. Die Kongressabgeordnete Stacey E. Plaskett hat dafür gesorgt, dass eine Studie zur Identifizierung geeigneter Aquakulturstandorte durchgeführt wird. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das auf die lokale Wirtschaft auswirkt.
Es ist klar, dass die Aquakulturbranche dynamisch und voller Herausforderungen ist – aber auch voller Möglichkeiten. Hier in Bangkok spüre ich die Aufregung und das Potenzial, das in der nachhaltigen Fischerei steckt. Und mit dem ASC, der sich so engagiert zeigt, hoffe ich auf eine positive Entwicklung für die gesamte Region. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und wie Thailand sich weiterhin in diesem Bereich positionieren wird. Die Weichen sind gestellt, und die Reise hat gerade erst begonnen.