Heute ist der 20.07.2026, und die Nachrichten aus Georgetown, Guyana, sind erschütternd. Die alte Fähre MV Barima, die bereits seit 1939 in Betrieb ist, hat mit über 100 Menschen an Bord eine Tragödie erlebt. Die Fähre, die auf einer Route von Georgetown nach Port Kaituma unterwegs war, ist vor der Küste gekentert. Bei diesem Vorfall sind 66 Personen als vermisst gemeldet, während 67 Passagiere gerettet werden konnten. Unter diesen Geretteten sind 41 Männer, 11 Frauen, 6 Jungen und 9 Mädchen. Die Rettungsoperationen laufen weiterhin auf Hochtouren, während die Familien der Betroffenen in großer Sorge sind. [Bangkok Post]

Der Minister für öffentliche Arbeiten, Juan Edghill, berichtet, dass die Fähre wahrscheinlich durch eine große Welle umgekippt ist. Die Tragödie ereignete sich während der Nacht, als die Passagiere schliefen. Ein geretteter 18-Jähriger, Wayne Kitson, schilderte, dass er sechs Stunden im Wasser verbrachte, bevor er schließlich gerettet wurde. Dies zeigt, wie schnell sich das Schicksal wenden kann, besonders auf dem Wasser. Die Schiffsbesatzung, inklusive Kapitän und Steuermann, hilft aktiv bei den Such- und Rettungsoperationen. Die Situation an Bord war kritisch, da der Notruf erst etwa acht Stunden nach Reisebeginn empfangen wurde.

Such- und Rettungsoperationen

Zur Unterstützung der Rettungsmission hat die Regierung von Guyana eine umfangreiche multi-agency Such- und Rettungsoperation mobilisiert. Die Guyana Defence Force Coast Guard, das Maritime Administration Department (MARAD) sowie private Küstenschiffe und Luftfahrzeuge sind beteiligt. Premierminister Brigadier (Ret’d) Mark Phillips betonte, dass die sofortige Priorität der Regierung darin besteht, jede Person an Bord des Schiffes zu retten. In den ersten Stunden der Operation wurden 53 Passagiere gerettet, und die Hoffnung bleibt, dass bei Tageslicht weitere Überlebende gefunden werden können. Die Zivilschutzkommission und regionale Verwaltungen stehen bereit, um die Rettungsaktionen zu unterstützen. [dpi.gov.gy]

Die Rettungskräfte arbeiten rund um die Uhr, während Minister für Gesundheit, Dr. Frank Anthony, die medizinischen Operationen in den betroffenen Regionen leitet. Um die Kommunikation mit Angehörigen zu erleichtern, wurden drei Informationszentren eingerichtet. In Georgetown sowie in den Regionen Eins und Zwei stehen Mitarbeiter des Transport- und Hafenamtes bereit, um verlässliche Informationen an die Familien weiterzugeben. Minister Kwame McCoy rief die Öffentlichkeit dazu auf, sich nur auf offizielle Updates zu verlassen, um zusätzliche Verwirrung und Stress für die betroffenen Familien zu vermeiden.

Die Dimension des Unglücks

Der Essequibo, der mit einer Fläche von 160.000 Quadratkilometern und einer Fülle an Ölressourcen gesegnet ist, birgt auch Risiken. Die Fähre war mit 250 Schwimmwesten, zwei Rettungsbooten und sechs aufblasbaren Rutschen ausgestattet, was auf eine gewisse Vorsicht hindeutet. Dennoch zeigt dieser Vorfall, dass auch die besten Sicherheitsvorkehrungen nicht immer ausreichen. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in Deutschland, die weltweit Seeunfälle erfasst und untersucht, könnte in Zukunft eventuell auch hier involviert werden. Ihr Ziel ist es, die Umstände und Ursachen solcher Tragödien zu ermitteln und damit das Leben zu schützen. [bsu-bund.de]

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. In diesen emotional schweren Stunden sind die Gedanken bei den Vermissten und deren Angehörigen. Die Hoffnung auf weitere Überlebende bleibt, auch wenn die Nachrichtenlage angespannt ist. Die Geschehnisse an der Küste Guyanas sind eine eindringliche Erinnerung daran, wie fragil das Leben auf dem Wasser sein kann.