Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt in Bangkok: Rückgang der Neubauprojekte und Preisprognosen
Heute ist der 1.07.2026 und wir blicken auf die aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt in Bangkok. Die Neubauversorgung in der Metropolregion wird, so hört man, weiter zurückgehen. Es ist schon eine Weile so, dass die Nachfrage nach Wohnraum schwach ist und die Kaufkraft der Verbraucher nicht gerade rosig aussieht. Das Real Estate Information Center (REIC) hat kürzlich berichtet, dass die Genehmigungen für Grundstückszuteilungen im ersten Quartal 2026 stark gesunken sind. Nur 13 Projekte mit 2.645 Einheiten erhielten grünes Licht – das ist ein Rückgang von 58 Prozent bei den Projekten und 44 Prozent bei den Einheiten im Vergleich zum Vorjahr. In Pathum Thani hingegen gab es ein Wachstum von 17 Prozent. Wie das so oft ist, gibt es auch hier Gewinner und Verlierer.
Bangkok, Samut Prakan und Samut Sakhon verzeichnen alle Rückgänge, und in Nonthaburi und Nakhon Pathom wurden sogar keine Genehmigungen erteilt. Interessant ist, dass die Genehmigungen für den Wohnungsbau insgesamt um 0,6 Prozent auf 11.174 Einheiten gestiegen sind, wobei die Einfamilienhäuser einen Anstieg von 28,4 Prozent auf 8.541 Einheiten verzeichneten. Im Gegensatz dazu gab es bei den Eigentumswohnungen einen Rückgang um 41 Prozent.
Der Rückgang der Neubauten
Wie der Markt aussieht, ist wirklich faszinierend. Die neuen Wohnungsangebote in Greater Bangkok sind im ersten Quartal um 31 Prozent auf 8.370 Einheiten gefallen. Der Gesamtwert der Projekte ist sogar um 10,4 Prozent auf 59,8 Milliarden Baht gesunken. Besonders stark betroffen von diesem Rückgang sind die Einfamilienhäuser. Hier gab es nur noch 1.859 Einheiten im Wert von 21,4 Milliarden Baht – das sind 55 Prozent weniger Einheiten und 51 Prozent weniger beim Wert. Die Eigentumswohnungen fallen ebenfalls, um 19 Prozent auf 6.511 Einheiten, doch der Projektwert ist um 63 Prozent auf 38,4 Milliarden Baht gestiegen. Komisch, oder?
Einige Entwickler scheinen sich bereits auf diese Marktentwicklung eingestellt zu haben. Surachet Kongcheep von Cushman & Wakefield Thailand berichtete von einer selektiveren Vorgehensweise bei neuen Eigentumswohnungsprojekten, und Kessara Thanyalakpark von Sena Development hat angekündigt, dass das Unternehmen 2026 und 2027 keine neuen Projekte starten wird. Stattdessen konzentriert man sich auf die vorhandenen Bestände. Sena Development hat immerhin 98 Projekte, darunter 10 Milliarden Baht an fertiggestellten Beständen und 40 Milliarden Baht in der Entwicklung.
Der Trend zu niedrigeren Wohnformen
Ein interessantes Detail: Laut einer anderen Quelle machen Einfamilienhäuser 48,3 Prozent aller Einheiten aus, die Genehmigungen für Grundstückszuteilungen erhalten haben. Townhouses stellen 26,0 Prozent dar, und semi-detached houses machen 20,9 Prozent aus. Die Entwickler scheinen sich mehr auf niedrigere Wohnformen zu konzentrieren, was irgendwie mit dem realen Bedarf an Wohnraum zusammenhängt. In der ersten Jahreshälfte erhielten 27.870 Wohneinheiten Baugenehmigungen, was einem Rückgang von 50,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Vor allem der Markt für Eigentumswohnungen steht unter Druck, da die Käuferaktivität schwach bleibt und viele Einheiten unverkauft sind.
Die Baugenehmigungen sind in allen Regionen gesunken – das ist ein allgemeines Bild, das sich über das ganze Land zieht. Im Süden gab es einen Rückgang von 65,2 Prozent, im Westen 59,2 Prozent und im Osten 54,3 Prozent. In Bangkok und den umliegenden Provinzen war der Rückgang mit 43,1 Prozent ebenfalls spürbar. Man fragt sich, wie es weitergeht.
Preisentwicklungen und Marktprognosen
Auf der anderen Seite scheinen die Immobilienpreise in Thailand im Jahr 2024 um durchschnittlich 3,5 Prozent gestiegen zu sein, besonders in beliebten Urlaubsregionen wie Phuket und Chiang Mai, wo die Erhöhungen zwischen 4 und 6 Prozent lagen. In Bangkok bleibt der Markt stabil mit einer leichten Tendenz nach oben. Lokale Käufer dominieren den Markt, vor allem in den Mittelklasse- und Budgetsegmenten. Ausländer hingegen investieren lieber in Luxusimmobilien in touristischen Hotspots.
Die wirtschaftliche Stabilität und eine wachsende Mittelschicht fördern die Nachfrage nach Wohnimmobilien. Es gibt auch Anzeichen, dass der florierende Tourismussektor Luxusimmobilien besonders attraktiv macht. Dennoch sind die politischen Rahmenbedingungen stabil, was für den Immobilienmarkt wichtig ist, auch wenn ausländische Eigentumsrechte nach wie vor eingeschränkt sind.
Zusammengefasst, die Entwicklungen im Bereich nachhaltiger und smarter Wohnkonzepte könnten den Markt in den kommenden Jahren prägen. Die Erholung des Tourismussektors wird den Immobilienmarkt weiter stärken, und Käufer haben bis 2025 durchaus Möglichkeiten, in Ferienimmobilien oder Eigentumswohnungen in urbanen Zentren zu investieren. Wissen über die lokalen Marktgegebenheiten und rechtliche Rahmenbedingungen bleibt dabei entscheidend.
