Heute ist der 16.06.2026, und während ich hier in Bangkok sitze, erreicht mich die tragische Nachricht von einem BASE-Jumping-Unfall, der sich am Sonntag, dem 14. Juni, in Moab, Utah, ereignet hat. Zwei Menschen starben dabei, darunter der 39-jährige Andrew „Sketchy Andy“ Lewis, ein bekannter Extremsportler, der nicht nur mit seinen waghalsigen Sprüngen, sondern auch durch seinen Auftritt mit Madonna während der Super Bowl-Halbzeitshow 2012 in Erinnerung bleibt. Lewis war Co-Besitzer von Aerial Arts Moab und gründete 2018 die Firma BASE Jump Moab, die Tandem-Jumps für unerfahrene Kunden anbot. Das andere Opfer war der 68-jährige Danny Joe Kregle, ein erfolgreicher Geschäftsmann und Familienvater aus Arizona.

Der Vorfall ereignete sich an der 280 Fuß hohen Klippe namens Mary’s Gash, wo Lewis und Kregle tandem sprangen. Leider öffnete sich der Fallschirm nicht vollständig, und beide Männer starben noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte. Diese trafen etwa 45 Minuten nach dem Anruf von Brent Cain, einem Freund und EMT von Lewis, ein. Lewis war ein Pionier im Slacklining und Highlining, hatte mehrere Guinness-Weltrekorde, darunter den ersten Rückwärtssalto auf einer Slackline, und gewann von 2008 bis 2011 vier aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften im Slacklining. Sein Einfluss in der BASE-Jumping-Community war enorm, und seine riskanten Sprünge machten ihn zu einer Legende.

Die Gefahren des BASE-Jumpings

BASE-Jumping gilt als gefährlicher als Fallschirmspringen, mit geschätzten 540 Todesfällen weltweit seit 1981. Eine Studie aus Norwegen schätzte sogar, dass die Risiken beim BASE-Jumping fünf- bis achtmal höher sind als beim Fallschirmspringen. Tandem-BASE-Jumping bringt zusätzliche Risiken mit sich, da zwei Personen unter einem einzigen Fallschirm gesichert sind, wobei oft eine Person unerfahren ist. Matt LaJeunesse, Gründer von Tandem BASE Moab, betonte, dass BASE-Jumping extrem riskant und nicht sicher ist.

Die Familie von Lewis plant eine GoFundMe-Aktion zur Unterstützung einer Wohltätigkeitsorganisation. In einem emotionalen Statement äußerte seine Ex-Verlobte Hayley Ashburn, dass Lewis eine Inspiration und ein Pionier im Sport war. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie viele Menschen er mit seinem Können und seiner Leidenschaft für den Extremsport beeinflusst hat. Sein Tod hinterlässt nicht nur eine Lücke in der BASE-Jumping-Community, sondern auch in den Herzen derjenigen, die ihn kannten und bewunderten.

Ein Blick auf die Hintergründe

BASE-Jumping ist für viele ein Traum, für andere ein gefährliches Abenteuer. Die Faszination, sich in die Tiefe zu stürzen und den freien Fall zu erleben, zieht Extremsportler aus der ganzen Welt an. Doch die traurigen Nachrichten wie diese erinnern uns daran, dass mit diesem Nervenkitzel auch immense Risiken verbunden sind. Es ist eine Welt, die von Mut und Leidenschaft geprägt ist, aber auch von tragischen Verlusten.

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Die Ereignisse in Utah sind ein weiterer Beweis dafür, dass das Streben nach Abenteuer manchmal fatale Konsequenzen haben kann. Mehr dazu auf Times Free Press und Outside Online.