Heute ist der 15.05.2026 und ich sitze in Bangkok, umgeben von dem geschäftigen Treiben der Stadt. Es ist ein aufregendes Thema, über das ich heute berichten möchte: Die Initiative des Aquaculture Stewardship Council (ASC) zur Unterstützung asiatischer Produzenten in der Aquakultur. Kürzlich fanden in Bangkok und Tokio zwei Producer Connect Workshops statt, die über 150 Teilnehmer in die thailändische Hauptstadt lockten. Die Workshops hatten das klare Ziel, die Produzenten und Partner auf die neuen Farm- und Futterstandards vorzubereiten. Dabei wurde nicht nur theorisiert, sondern auch praktisch gearbeitet – es gab Mock-Audit-Übungen und Selbstbewertungswerkzeuge, die den Teilnehmern halfen, die Standards in konkrete Schritte umzusetzen.

In Tokio waren die Verhältnisse etwas anders: Etwa 40 Teilnehmer nahmen direkt vor Ort teil, während weitere 100 online verbunden waren. Koji Yamamoto, General Manager Japan, hob hervor, wie wichtig die Produzenten für die Zukunft der Aquakultur sind. Die Herausforderungen dieser Branche sind nicht unerheblich – von Wasserverunreinigung bis hin zu Problemen mit den Arbeitsrechten. Es ist also nicht verwunderlich, dass ASC sich dafür einsetzt, die Branche während des Übergangs zu neuen Standards zu unterstützen. Die Workshops sind nur ein Teil dieser Bemühungen.

ASC und die globale Verantwortung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rolle des ASC in der globalen Aquakultur. Im Jahr 2022 stammten etwa 57% der weltweiten Meeresfrüchteproduktion aus der Zucht, was die wild gefangenen Meeresfrüchte erstmals übertraf. Der ASC hat sich zum Ziel gesetzt, mit seinen Zertifizierungsstandards ein nachhaltiges Wachstum in der Aquakultur zu fördern und die örtlichen Gemeinschaften zu unterstützen. Die Organisation stellt sicher, dass Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden und setzt sich aktiv für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen ein. So gibt es strenge Richtlinien gegen Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung. Über 40.000 Mitarbeiter arbeiten in ASC-zertifizierten Betrieben, die sichere Arbeitsplätze bieten – das ist ein echter Fortschritt!

Im Jahr 2023 konzentrierte sich die ASC-Zertifizierung auf den Umweltschutz, soziale Auswirkungen und die Sensibilisierung der Verbraucher. Dies geschieht unter anderem durch die Förderung von „freier, vorheriger und informierter Zustimmung“ (FPIC), um lokale Gemeinschaften in Entscheidungen der Aquakultur einzubeziehen. Es ist also mehr als nur eine Zertifizierung – es ist eine Strategie, die darauf abzielt, die gesamte Branche nachhaltig zu transformieren. Inzwischen können ASC-zertifizierte Produkte in 116 Ländern erworben werden, was einem Anstieg von 17% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Eine klare Bestätigung dafür, wie wichtig das Thema für die Verbraucher geworden ist. Dieser Trend zeigt das wachsende Bewusstsein für nachhaltige Meeresfrüchte.

Zukünftige Projekte und Partnerschaften

Ein faszinierendes Projekt, das bereits in den Startlöchern steht, ist die Verbesserung der Barramundi-Käfighaltung in Thailand. Dieser Plan soll im ersten Quartal 2026 beginnen und über drei Jahre laufen. Es gibt auch eine neue Partnerschaft mit Laylanta Seafood Co. Ltd. und dem Bangkok Marriott Marquis Queen’s Park, die kleinere Seafood-Produzenten unterstützen möchte. Solche Initiativen sind entscheidend, um die Standards in der Aquakultur zu heben und die lokale Wirtschaft zu stärken.

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ASC bleibt aktiv und engagiert sich weiterhin für die Aquakulturbranche. Die Besuche in zertifizierten Einrichtungen in Thailand und Japan zeigen, dass die Standards nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern auch in der Praxis umgesetzt werden müssen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren entfalten werden. Für weitere Informationen über die Arbeit des ASC und deren Zielsetzungen, schauen Sie doch mal auf deren Webseite vorbei.