Air Force One verabschiedet sich: Der letzte Flug einer Ära
Heute ist der 19. Juni 2026, und es gibt Neuigkeiten aus der Welt der Luftfahrt, die nicht nur die Vereinigten Staaten betreffen, sondern auch für uns hier in Thailand von Interesse sein könnten. Am Flughafen Genf hat Air Force One, das Flaggschiff der US-Präsidenten, seinen letzten Flug absolviert. US-Präsident Donald Trump war an Bord, als das Flugzeug vor dem G7-Gipfel landete. Dies markiert das Ende einer Ära, denn der Jet war über 30 Jahre lang ein vertrauter Anblick in den Lüften, wenn es um den Transport der Präsidenten der Vereinigten Staaten ging. Die White House hat sich von einem der beiden Jets verabschiedet, die als Air Force One bekannt sind, wenn der Präsident an Bord ist.
Die alternde Maschine, eine von zwei stark modifizierten 747s, die 1990 in Dienst gestellt wurden, wird nun durch einen neuen Jet ersetzt, der von Katar gespendet wurde. Spekulationen über den neuen Boeing 747, auch bekannt als VC-25B Bridge, machen die Runde, da Trump plant, ihn für zukünftige Flüge zu nutzen. Ein interessantes Detail: Steven Cheung, Kommunikationsdirektor von Trump, teilte auf X mit: „Well done, good and faithful servant. The Last Ride“, und postete dazu ein Bild des Jets. Das weckt Erinnerungen an die zahlreichen Reisen, die die Präsidenten der USA unternommen haben, und die Bedeutung, die diese Maschinen für die nationale Sicherheit und Diplomatie haben.
Der Übergang zur VC-25B Bridge
Die US Air Force hat bestätigt, dass der katarische Jet bald der aktiven Executive Airlift-Flotte beitreten wird. Die Boeing 747-8, die im Mai 2025 von der Air Force akzeptiert wurde, soll bis Sommer 2026 als „VC-25 Bridge Aircraft“ in Betrieb genommen werden. Die Modifikationen an diesem vorübergehenden Air Force One, die im September 2025 begonnen wurden, sind bemerkenswert schnell abgeschlossen worden – innerhalb von weniger als einem Jahr. Das ist im Vergleich zu den üblichen mehrjährigen Umrüstungen eine echte Ausnahme.
Doch es gibt auch Bedenken. Der Wert des katarischen Jets liegt im Hundert-Millionen-Dollar-Bereich und wirft ethische und verfassungsrechtliche Fragen auf. Sicherheitsbedenken sind ebenfalls im Spiel, insbesondere die Möglichkeit von Spionage durch eine ausländische Macht. Die Air Force hat keine spezifischen Details über die Modifikationen veröffentlicht, sodass viele Fragen offen bleiben, wie etwa die genauen Anforderungen an das Flugzeug.
Die Herausforderungen der alten Flotte
Die bestehenden VC-25A-Flugzeuge haben aufgrund ihres Alters mit Wartungsproblemen zu kämpfen. Diese Maschinen, die seit 1990 in Gebrauch sind, mussten in der Vergangenheit bereits technische Pannen überwinden, wodurch die Bedenken hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit weiter verstärkt wurden. Vorfälle, bei denen die Jets aufgrund technischer Probleme umkehren mussten, sind nicht gerade das, was man sich für ein Flugzeug wünscht, das einen Präsidenten transportiert.
Die US-Regierung hat Boeing beauftragt, zwei neue 747-8-Jets als Präsidentenflugzeuge zu liefern. Doch auch hier gibt es Verzögerungen und Kostenüberschreitungen. Die ursprünglichen Pläne sahen die Auslieferung für 2024 vor, nun wird mit einer Fertigstellung erst im Jahr 2028 gerechnet. Die Kosten für das VC-25B-Programm belaufen sich auf 3,9 Milliarden USD, wobei bereits Verluste von über 2 Milliarden USD verzeichnet wurden. Es ist also ein heißes Eisen, das die Verwaltung da anpackt.
Ein Blick in die Geschichte
Die Geschichte der Air Force One ist reich und vielfältig. Bereits am 9. Mai 1959 wurden die ersten Boeing 707 als VC-137A in Dienst gestellt. Diese Flugzeuge waren ursprünglich nicht ausschließlich für den Präsidenten vorgesehen, sondern dienten dem allgemeinen VIP-Transport. Die Maschinen haben im Laufe der Jahre zahlreiche Veränderungen durchgemacht, und jede Präsidentschaft brachte ihre eigenen Anpassungen mit sich. Interessanterweise wurde das Design der VC-137C, die für Präsident John F. Kennedy umgebaut wurde, in Zusammenarbeit mit dem berühmten Industriedesigner Raymond Loewy entwickelt.
Mit der Einführung der VC-25A, die die älteren Modelle ablöste, begann eine neue Ära. Die 27000, eine der letzten VC-137C-Maschinen, diente sogar als Denkmal an der Ronald Reagan Presidential Library. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Luftfahrt für die höchsten Amtsträger über die Jahre verändert hat, und die kommenden Entwicklungen rund um den neuen katarischen Jet könnten einen weiteren markanten Wendepunkt darstellen.
Die Luftfahrtgeschichte wird weitergeschrieben. Die Entwicklungen um die Air Force One und ihre Nachfolger zeigen, wie wichtig diese Flugzeuge nicht nur als Transportmittel, sondern auch als Symbole der Macht und Sicherheit sind. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Ganze weiter entfaltet.
