Zwei Usbekische Bürger mit 26 Kilogramm Cannabis am Flughafen Phuket festgenommen
Am 1. Juli 2026 wurden am Flughafen Phuket zwei Bürger Usbekistans festgenommen. Die Zollbeamten entdeckten über 26 Kilogramm Cannabisprodukte in ihrem Gepäck, die die Männer illegal aus Thailand exportieren wollten. Im Gepäck des ersten Passagiers fanden die Beamten 30 vakuumverpackte Pakete mit getrockneten Cannabisblüten (9,8 kg) und 14 Platten von verarbeitetem Cannabis (1,03 kg). Der zweite Passagier hatte ebenfalls 30 Pakete mit getrockneten Cannabisblüten (9,8 kg) sowie acht Pakete mit Cannabisharz (4,1 kg) dabei. Außerdem wurden weitere verarbeitete Cannabisprodukte entdeckt: ein Paket, fünf Platten und neun Ziegel mit einem Gesamtgewicht von 2 kg, inklusive Verpackung. Die thailändischen Zollbehörden haben bereits eine umfassende Untersuchung eingeleitet. Mehr über diesen Vorfall können Sie in dem Artikel von uzdaily.uz nachlesen.
Der Vorfall fällt in eine Zeit, in der Thailand sich in einer Phase der Transformation in Bezug auf Cannabis befindet. Am 26. Juni 2025 trat eine neue Regelung in Kraft, die Cannabis als kontrollierte Pflanze reklassifiziert. Diese Regelung, veröffentlicht vom Ministerium für öffentliche Gesundheit, führte strenge Beschränkungen für die Nutzung, den Anbau, den Verkauf und den Export von Cannabis ein. Die Bedenken hinsichtlich der unregulierten Freizeitnutzung und deren Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit waren ausschlaggebend für diese Entscheidung. Cannabis ist mittlerweile nur noch für medizinische Zwecke zugänglich, und das auch nur für Personen mit einem gültigen Rezept von einem lizenzierten thailändischen Arzt.
Strenge Vorschriften und ihre Auswirkungen
Die neue Gesetzgebung sieht vor, dass nur verifizierte medizinische Patienten Cannabisprodukte besitzen und konsumieren dürfen. Rezepte müssen spezifische therapeutische Bedürfnisse und Dosierungen angeben und sind nur für maximal 30 Tage gültig. Ärzte müssen die Verschreibungen monatlich erneuern. Wer Cannabis ohne Rezept besitzt, macht sich strafbar. Interessanterweise müssen Nutzer mindestens 20 Jahre alt sein, und schwangeren Frauen ist die Nutzung sogar zu medizinischen Zwecken untersagt. Der Konsum in der Öffentlichkeit ist ebenfalls verboten und kann mit Geldstrafen bis zu 25.000 THB und bis zu drei Monaten Haft geahndet werden. Produkte mit mehr als 0,2 % THC gelten als Betäubungsmittel und unterliegen noch strengeren Kontrollen. Diese neuen Regeln sollen die öffentliche Gesundheit priorisieren und mehr rechtliche Klarheit schaffen.
Doch was bedeutet das für die boomende Cannabis-Industrie in Thailand? Nach der weitgehenden Legalisierung von Cannabis vor drei Jahren, als Thailand das erste Land in Asien war, das diesen Schritt wagte, erlebte der Cannabis-Tourismus einen regelrechten Boom. Schätzungen zufolge gibt es in Thailand etwa 18.000 Cannabis-Shops, und die Einnahmen aus diesem Sektor werden auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Die geplante Rückkehr zu restriktiveren Regelungen hat bereits in der Branche Besorgnis ausgelöst. Viele Shop-Besitzer haben stark in ihre Geschäfte investiert und sind nun besorgt über die möglichen Auswirkungen eines erneuten Verbots der Freizeitnutzung. Kritiker, darunter auch die britische Regierung, haben Bedenken hinsichtlich des Schmuggels von Cannabisprodukten durch Touristen geäußert, und es gibt Berichte über eine Zunahme von psychischen Problemen, insbesondere bei Jugendlichen, seit der Legalisierung.
Die Situation ist komplex. Mönche in Drogen-Entzugstempeln berichten von einem Anstieg der Cannabis-Abhängigkeit und Mischkonsum mit anderen Drogen. Die thailändische Regierung steht vor der Herausforderung, ein Gleichgewicht zu finden zwischen den wirtschaftlichen Vorteilen des Cannabis-Tourismus und den potenziellen Gefahren für die öffentliche Gesundheit. Die Auswirkungen des geplanten Verbots auf den Tourismus bleiben unklar. Einige Touristen sind vom Cannabis-Hype ohnehin genervt, während andere die neuen Regelungen als übertrieben empfinden.
