Thambuttegama-Wasserversorgungsprojekt in Sri Lanka feierlich eingeweiht
Am Freitag, den 10. November, wurde in Sri Lanka das Thambuttegama-Wasserversorgungsprojekt feierlich eingeweiht. Präsident Anura Kumara Dissanayake und zahlreiche Minister, der Gouverneur der Nord-Zentralprovinz sowie der chinesische Botschafter waren anwesend. Es war eine spannende Zeremonie, die das Ende einer langen Wartezeit markierte. Das Projekt wird rund 91.810 Menschen in den Divisional Secretariat-Regionen Thambuttegama, Thalawa und Galnewa mit einer lebenswichtigen Ressource versorgen: sicherem Trinkwasser.
Das Vorhaben, das mit einem zinsgünstigen Darlehen der China Development Bank (CDB) gestartet wurde, war von Mai 2022 bis Mai 2024 aufgrund des Schuldenrestrukturierungsprozesses in Sri Lanka ausgesetzt. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass die Gesamtkosten des Projekts stolze 32 Milliarden Rs. betragen. Die Regierung von Sri Lanka hat zusätzliche Mittel bereitgestellt, um das Projekt erfolgreich abzuschließen. Ziel ist es, eine langfristige Lösung für die chronische Nierenerkrankung in der Region zu bieten und das soziale sowie wirtschaftliche Wohl der lokalen Gemeinschaften zu verbessern.
Technische Details und Herausforderungen
Die technischen Aspekte des Projekts sind beeindruckend. Es wird eine Wasseraufbereitungsanlage mit einer täglichen Kapazität von 18.000 Kubikmetern sowie drei Wassertürme mit jeweils 1.500 Kubikmetern gebaut. Dazu kommen eine 12,75 Kilometer lange Wasserübertragungsleitung und ein 158 Kilometer langes Wasserversorgungsnetz. Minister Susil Ranasinghe hat betont, dass das Projekt in der Lage ist, 25.000 Familien mit sicherem Trinkwasser zu versorgen. Zunächst gab es Bedenken von Landwirten bezüglich der Wasserentnahme aus dem Rajanganaya-Stausee. Diese Sorgen konnten jedoch ausgeräumt werden, da die Regierung versichert hat, dass die Wasserentnahme keine negativen Auswirkungen auf die Bewässerung der Landwirtschaft haben wird.
Ein weiteres wichtiges Detail sind die Entschädigungen, die an Landwirte gezahlt werden, die durch das Projekt betroffen sind. In den letzten sieben Anbausaisons wurden bereits 1,2 Milliarden Rs. an Entschädigungen ausgezahlt, die durch den Nilwala-Salzwasserbarrierenschaden erlitten haben. Es ist also nicht nur ein Wasserversorgungsprojekt, sondern auch ein Schritt zur Unterstützung der Landwirtschaft.
Finanzierung und internationaler Kontext
Das Thambuttegama-Wasserversorgungsprojekt ist Teil eines größeren Engagements der China Development Bank, die im Jahr 2014 einen Kredit von 400 Millionen Dollar für mehrere Wasserversorgungsprojekte in Sri Lanka gewährt hat. Dazu gehören neben dem Thambuttegama-Projekt auch das Katana- und das Kandy North-Wasserversorgungsprojekt. Das Thambuttegama-Projekt ist eines der vier Wasserprojekte, die von der CDB in Sri Lanka finanziert werden und sollte ursprünglich im Juni 2022 abgeschlossen sein. Doch durch die finanzielle Krise des Landes kam es zu Verzögerungen.
Der Kredit für das Projekt beträgt 102,54 Millionen Dollar mit einem variablen Zinssatz von 4,40639%. Die Maturität liegt bei 15,5 Jahren. Im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Sri Lankas, die im April 2022 in eine Schuldenkrise mündeten, ist die Herausforderung der Finanzierung besonders drängend geworden. Bis März 2023 hatte Sri Lanka 338 Millionen Dollar an Rückständen gegenüber der CDB, was die Auszahlungen für das Projekt beeinflusste.
Insgesamt ist das Thambuttegama-Projekt ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Sri Lanka und internationalen Geldgebern, wobei die Herausforderungen durch Schulden und wirtschaftliche Unsicherheiten die Umsetzung solcher lebenswichtigen Projekte erschweren. Der Fokus auf die Wasserversorgung zeigt, wie wichtig diese Ressource für die Verbesserung der Lebensqualität in der Region ist. Es bleibt abzuwarten, wie die weiteren Schritte aussehen werden und ob das Projekt tatsächlich die erhofften Veränderungen mit sich bringen kann.
