Thailand plant neue Mittelgeschwindigkeitsbahn zwischen drei Flughäfen
Heute ist der 5.07.2026. In Thailand gibt es große Neuigkeiten im Bereich des Schienenverkehrs, besonders in Bezug auf die geplante Bahnverbindung zwischen den Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao. Das ursprünglich angedachte Hochgeschwindigkeitsprojekt, das eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h bieten sollte, wird nun zugunsten eines neuen Plans aufgegeben. Dieser neue Ansatz sieht eine 160 km/h schnelle elektrifizierte Mittelgeschwindigkeitsbahn vor, die in den nächsten vier Jahren in Betrieb genommen werden soll. Diese Entscheidung fiel nach Gesprächen zwischen dem Eastern Economic Corridor Office (EECO) und der State Railway of Thailand (SRT), nachdem die bestehende Konzession mit Asia Era One Co., Ltd. für nicht umsetzbar gehalten wurde. Quelle.
Die neuen Pläne beinhalten die Aufrüstung der bestehenden Meter-Gleis-Bahn von Bangkok nach U-Tapao, die nun in der Lage sein soll, Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zu befördern. Dazu wird die Elektrifizierung bis zum Flughafen U-Tapao ausgeweitet. Um die Sicherheit zu erhöhen, werden einige Streckenabschnitte als Hochbahn angelegt, sodass es keine Straßenübergänge mehr gibt. Dies ist besonders wichtig, da die Verbindung mit dem neuen U-Tapao International Airport und der Aviation City koordiniert werden soll. Die Regierung hat sich entschieden, keine neue Ausschreibung für das ursprüngliche Projekt zu starten, da dies zeitaufwendig und kostspielig wäre. Stattdessen wird die bestehende Infrastruktur genutzt, was weniger Investitionen erfordert und die Integration bestehender Schienennetze fördert.
Die Bahnverbindung im Detail
Die geplante Bahnstrecke Don Mueang–U-Tapao, auch als Three-airport rail link bekannt, wird eine Gesamtlänge von 220 km umfassen. Sie soll zwischen den Flughäfen Don Mueang und Suvarnabhumi in Bangkok sowie dem Flughafen U-Tapao in Pattaya verlaufen. Vorher war die Strecke als Teil des Thai-Chinese High-speed Rail Projects mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h geplant. Der private Partner, das Asia Era One-Konsortium unter Führung von Charoen Pokphand, hatte eine Konzession für 50 Jahre erhalten, die Kosten wurden auf etwa 6,6 Milliarden Euro geschätzt. Diese Konzession musste jedoch aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten und der Covid-19-Pandemie neu bewertet werden. Quelle.
Die Überlegungen umfassen auch eine mögliche Verlängerung über Rayong bis nach Trat an die thailändisch-kambodschanische Grenze. Unklar bleibt, ob die bereits bestehende zweigleisige Strecke des Suvarnabhumi Airport Rail Link genutzt oder ob eine neue Trasse gebaut werden soll. Die bestehende Hochbahnstrecke hat eine Länge von 28,5 km und wird wahrscheinlich auch in die neuen Pläne integriert. Ein Baustart hat bisher nicht stattgefunden, und die State Railway of Thailand (SRT) hat im Dezember 2024 angeboten, das Projekt zu übernehmen.
Zukunftsperspektiven und Herausforderungen
Die officials sind nun dabei, zwei Betriebskonzepte zu prüfen: eine öffentlich-private Partnerschaft oder die Möglichkeit, private Betreiber zuzulassen, die Zugang zu den Gleisen der SRT mieten. Interessanterweise kann Asia Era One weiterhin an der Ausschreibung teilnehmen, wenn das Projekt unter dem neuen Modell wieder eröffnet wird. Dies geschieht, ohne dass die Beendigung der bestehenden Konzession als Vertragsbruch gewertet wird. Der EECO-Generalsekretär Chula Sukmanop hat betont, wie wichtig die Schienenverbindung für die Entwicklung des Eastern Economic Corridor (EEC) ist.
Die Meetings zur Finalisierung des Vorschlags sind bereits für diesen Monat angesetzt, mit einer Einreichung an das EEC Policy Committee, das von Premierminister Anutin Charnvirakul geleitet wird, für spätere Überlegungen im Juli. Während die Pläne also konkretisiert werden, bleibt abzuwarten, inwieweit sie den Bedürfnissen der Pendler und Reisenden gerecht werden können und wie sich die gesamte Verkehrsinfrastruktur in dieser dynamischen Region weiter entwickeln wird.
