In Phuket tut sich was! Die unendlichen Staus, die Reisende oft zwischen dem internationalen Flughafen und dem beliebten Patong Beach ertragen müssen, könnten bald der Vergangenheit angehören. Ein neuer schwimmender Pier im Sirinat Nationalpark soll die Situation merklich verbessern. Die Planungen wurden kürzlich von Minister Suchart Chomklin während seines Besuchs im Park vorgestellt. Der Sirinat Nationalpark, der sich über 90 km² erstreckt und etwa 30 km nördlich von Phuket-Stadt liegt, wird damit zum Zentrum für eine alternative Beförderung auf dem Wasser.

Der neue Pier wird nicht nur eine schnellere Verbindung zu Küstenzielen bieten, sondern auch die chronische Überlastung der Straßen verringern. Reisende verbringen oft bis zu zwei Stunden im Verkehr – eine nervenaufreibende Zeit, die mit dem neuen schwimmenden Pier erheblich verkürzt werden könnte. Minister Chomklin betonte, dass die Entwicklung des Parks auch den Ökotourismus unterstützen und die Gemeinschaft durch tourismusbezogene Initiativen einbeziehen soll. Gleichzeitig wird der lokale Fischmarkt in die Pläne einbezogen, um den Park als Transport- und Tourismuszentrum für die Andamanenküste zu etablieren. Mehr dazu hier.

Boat Taxi Initiative

Doch das ist nicht alles. Phuket startet auch das „Boat Taxi“-Projekt, das die Reisemöglichkeiten für Einheimische und Touristen verbessern soll. Die Testphase beginnt bereits im November 2023 und die erste Linie wird den Flughafen mit Patong Beach verbinden. Diese Initiative wurde am 12. September 2023 durch ein Memorandum of Understanding (MOU) besiegelt, das von Gouverneur Sophon Suwannarat und anderen wichtigen Akteuren unterzeichnet wurde. Die Pilotroute erstreckt sich über 16,7 Seemeilen und könnte die Reisezeit mit dem Boot auf etwa 40 Minuten reduzieren, im Vergleich zu bis zu drei Stunden im Auto während der Hauptverkehrszeiten. Hier gibt’s die Details.

Die geplante Infrastruktur sieht die Errichtung von vier schwimmenden Piers und 14 Anlegestellen an verschiedenen Stränden vor, darunter Nai Thon, Bang Tao und Kamala. Die Flotte wird aus Katamaranen, Schnellbooten und traditionellen Longtail-Booten bestehen, die Platz für 50 bis 200 Passagiere bieten. Alle Boote sind mit modernen Sicherheits- und Navigationssystemen ausgestattet, was für ein sicheres und angenehmes Reiseerlebnis sorgt. Darüber hinaus wird auch über die Integration von Elektrobooten nachgedacht – ein Schritt, der den Umweltschutz in den Mittelpunkt stellt.

Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung

Ein zentraler Aspekt beider Projekte ist die Berücksichtigung von Umweltstandards. Der Schutz von Meeresschildkröten-Nistgebieten und die Minimierung ökologischer Störungen müssen gewährleistet sein. Das Marine Department wird dem Waterway Encroachment Committee von Phuket Vorschläge zur Genehmigung der schwimmenden Piers und Mooring-Bojen präsentieren. Das Projekt soll saisonal von November bis April betrieben werden, passend zur Hochsaison des Tourismus in Phuket.

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Mit diesen Initiativen könnte Phuket nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch ein Modell für andere Küstenstädte sein, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Es wird spannend zu sehen, wie sich diese Entwicklungen entfalten und welche Auswirkungen sie auf die lokale Gemeinschaft und den Tourismus haben werden.