Heute ist der 3.06.2026 und ich sitze hier in Thailand, um über ein ganz besonderes Ereignis zu berichten, das die Luftfahrtgeschichte des Landes geprägt hat. Am 1. Juni hat Thai Airways seinen ersten kommerziellen Flug mit einer weiblichen Pilotin durchgeführt. Das ist wirklich ein historischer Moment, wenn man bedenkt, dass die Airline seit ihrer Gründung im Jahr 1960 ausschließlich männliche Piloten beschäftigt hat. Pannathorn Tangrungruangchai, oder „Bam“, wie sie genannt wird, steuerte den Flug TG564 von Bangkok Suvarnabhumi nach Hanoi in einem Airbus A320-200. Nach 66 Jahren hat sich also endlich etwas bewegt! Das ist wirklich ein Grund zur Freude!
Es ist spannend zu sehen, wie sich die Luftfahrtbranche in den letzten Jahren verändert hat. Pannathorn hat nicht nur einen Abschluss in Aeronautical Engineering von der King Mongkut’s Institute of Technology, sondern auch über vier Jahre Erfahrung als First Officer bei einer anderen Airline. Das zeigt, dass es nicht an Fähigkeiten mangelt, sondern eher an der Repräsentation von Frauen in dieser Branche. Globale Statistiken sprechen Bände: Nur etwa 5,5% der Airline-Transport-Piloten in den USA sind Frauen, weltweit sind es rund 6%. Das ist schon ein bisschen ernüchternd, oder? In Indien liegt der Anteil mit etwa 15% am höchsten, während Länder wie Irland und Südafrika mit 9,9% und 9,8% ebenfalls vorbildlich dastehen.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Es ist interessant zu bemerken, dass Thai Airways in dieser Hinsicht hinter seinen Mitbewerbern zurückbleibt. Airlines wie Thai AirAsia, Thai Lion Air und Nok Air haben schon seit Jahren weibliche Pilotinnen im Cockpit. Der erste weibliche A330-Pilot in Thailand, Captain Suwapich, hat für Thai AirAsia X im Jahr 2024 Geschichte geschrieben. Aber warum dauert es so lange, bis der Fortschritt auch bei Thai Airways sichtbar wird? Es bleibt abzuwarten, ob dies nur ein Einzelfall ist oder der Beginn eines Wandels.
Die Luftfahrtbranche hat auch schon einige positive Schritte unternommen, um das Verhältnis von Frauen in Führungspositionen zu verbessern. So haben Airlines wie easyJet durch gezielte Rekrutierungsinitiativen den Anteil weiblicher Piloten erhöht. Internationale Feiern wie der Internationale Frauentag haben dazu geführt, dass Airlines wie Qantas und Jetstar all-female Crews auf 22 Flügen betrieben haben. Auch Air New Zealand und Biman Bangladesh Airlines haben an diesem Tag ganz besondere Flüge organisiert – es ist einfach schön zu sehen, dass die Branche sich bewegt.
Ein Blick in die Zukunft
Wenn wir in die Zukunft blicken, können wir nur hoffen, dass solche Schritte nicht nur Ausnahmeerscheinungen bleiben. Die Repräsentation von Frauen in der Luftfahrt sollte nicht nur ein Trend sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Immerhin gibt es zahlreiche talentierte Frauen, die bereit sind, den Himmel zu erobern. Wer weiß, vielleicht werden wir in den kommenden Jahren noch viele weitere Geschichten von weiblichen Piloten hören, die die Cockpits dieser Welt erobern.